Logo: Geos Online Print Archiv
G.O.P.A. - Geos Online Print Archiv
21.01.2019 Archiv  #  Recherche  #  Links  #  Kontakt  #  Gästebuch  #  Impressum

Index
Register
Login

Die Anzeige des Archivs erfolgt grafisch. Ändern

Novaterm 9.5 - (Teil 2)

Autor: Andreas Neef

Novaterm Im Folgenden werden die verfügbaren Script-Anweisungen alphabetisch genannt und an einem kleinen Beispiel erläutert.


asc "name" - lädt die mit dem Namen spezifizierte ASCII-Übersetzungstabelle

baud - ändert die Baudrate in den angegebenen Wert.

buffer close - schließt ein Erfassungsfile.

buffer kill "file" - löscht ein File im Puffer.

buffer load "file" - lädt ein File von Diskette in den Puffer.

buffer open "file" - öffnet ein Erfassungsfile.

buffer print "file" - druckt ein Pufferfile aus.

buffer save "file" - speichert ein Pufferfile auf Diskette.

buffer send "file" - sendet ein Pufferfile zum Modem.

check "string" - wird mit der wait-Anweisung zum Erkennen von Strings verwendet.

dial "name" - wählt den im Autodialmenü mit dem entsprechenden Namen eingetragenen Anschluß.

dial# "nummer" - wählt die angegebene Telefonnummer.

dialn - wählt den im Autodialmenü an entsprechender Position eingetragenen Anschluß (Ziffer wird im Autodialmenü nicht angezeigt).

disk - ändert die Geräteadresse des aktuellen Laufwerks.

diskc "kommando" - sendet das Disk-Kommando zum aktuellen Laufwerk.

drive - ändert die aktuelle Laufwerksnummer (nicht die Geräteadresse).

download "Filename,typ" - lädt das angegebene File mit Hilfe des eingestellten Protokolls herunter. Für den Dateityp ist p für PRG, u für USR oder s für SEQ einzutragen, die Angabe ist aber nicht unbedingt erforderlich.

end - beendet das Script.

font "name" - lädt den angegebenen Zeichensatz.

font80 "name" - lädt den angegebenen Zeichensatz für den 80-Zeichen-Schirm.

go40 - wechselt in den 40-Zeichen Modus (bei Ansi, vt52 und vt102 nicht möglich).

go80 - wechselt in den 80-Zeichen Modus.

gettime - liest die Zeit aus einer Echtzeituhr aus bzw. fordert zur Eingabe der Uhrzeit auf

hangup - unterbricht die Verbindung.

if (no) then - prüft bestimmte Bedingungen und führt, wenn diese erfüllt sind, die angegebenen Kommandos aus.

if carrier - prüft, ob ein Carrier anliegt.

if check - prüft, ob ein festgelegter string empfangen wurde.
Nach check muß immer eine Ziffer angegeben werden.

if receive - prüft, ob Daten empfangen werden.

if ring - prüft, ob das Telefon klingelt.

jump label - springt zur angegebenen Sprungmarke im Scriptfile.

link "script" - lädt ein neues Scriptfile, führt es aus, kehrt aber nicht zum aktuellen Script zurück.

macro - Sendet den String, mit der die angegebene Funktionstaste belegt ist.

minit - initialisiert das Modem, wenn kein Carrier vorhanden ist.

modem "name" - lädt einen Modemtreiber.

offhook - belegt die Telefonleitung.

output "string" - sendet einen String zum Modem. Steuerzeichen werden analog zur F-Tastendefinition (mit einem Pfeil nach oben davor) eingegeben.

param "einstellung" - ändert die Einstellungen für Wortlänge, Parität und Stopbit. Möglich sind: 8n1, 7e1, 7o1.

pause - unterbricht das Script für die angegebene Anzahl Sekunden.

print "Filename" - schickt eine Datei zu einem seriell angeschlossenen Drucker. Existiert kein solches Gerät (oder ist nicht angeschaltet), wird das Script abgebrochen.

printer - ändert die Geräteadresse des Druckers in die angegebene Adresse.

prot "name" - lädt ein Übertragungsprotokoll.

redial - legt die Anzahl der Wahlwiederholungen fest, bevor abgebrochen wird. Wird ein Anschluß so oft angerufen, wie mit redial festgelegt, ohne daß eine Verbindung zustande kommt, so wird das Script abgebrochen.

screen "string" - gibt einen String auf dem Bildschirm aus.

send "Filename" - sendet ein ASCII-File zum Modem.

secaddr - ändert die Sekundäradresse des Druckers.

term "name" - lädt eine Terminalemulation.

uncheck - löscht den String mit der angegebenen Nummer.

until "zeit" - unterbricht das Script bis zum angegebenen Zeitpunkt (Angabe der Zeit im 24-Stunden Format, mit oder ohne Sekunden, z.B. "15:30:00")

upload "Filename" - lädt das angegebene File mit Hilfe des eingestellten Protokolls hoch.

wait - überwacht die ankommenden Daten und wartet auf die mit check definierten Strings. Wird ein solcher String gefunden, wird mit dem Ausführen des Scripts fortgefahren.

Beispiel:
Beim Einlogen bei meinem Internetprovider bekomme ich folgende Fragen gestellt:

>login:
>password:
                ppp           p
                slip-dial     s
                login         l
>your choice:
>your terminal is unknown,
>press RETURN or specify another:

Im einzelnen bedeutet dies:
- Abfrage meines Login-Namens,
- Abfrage meines Login-Paßwortes,
- Auflistung der möglichen Zugangsarten und Frage nach meiner Wahl,
- Host erkennt meine Terminalemulation nicht und fragt danach.

Ein Script, welches diese Prozedur automatisiert, könnte so aussehen:

check 1 "login:"
check 2 "password:"
check 3 "choyce:"
check4 "another:"
label wait
if check 1 then output "name^m"
if check 2 then macro 1
if check 3 then output "l^m"
if check 4 then output "vt102^m"
end
jump label

Auf die Frage nach dem login wird der angegebene Login-Name sowie ein CR gesendet, das Paßwort wird automatisch von der Taste F1 ausgelesen (es muß dann allerdings im Autodial-Menü bei Paßwort eingetragen sein, um bei der Anwahl auf der F1-Taste zu liegen; natürlich ist auch die Angabe jeder anderen F-Taste möglich, die dann aber über ein F-Tasten-File definiert sein muß). Die Frage nach der Zugangsart wird mit l (für login-Zugang) und einem CR beantwortet und als Terminalemulation wird vt102 angegeben. Danach wird das Script beendet und ich befinde mich im Wurzelverzeichnis des Hosts meines Providers.

Hilfsprogramme:

Novaterm ist modular aufgebaut und bietet eine Reihe von Hilfsprogrammen, die bei Bedarf über diesen Menüpunkt ausgewählt und nachgeladen werden können. Im einzelnen stehen zur Verfügung:

Texteditor:
Mit Novatext kann man Textfiles (in Form von sequentiellen Dateien) erstellen und bearbeiten. Das Programm beherrscht einige wichtige Funktionen, die eine gute Textverarbeitung kennzeichnen: Man kann Ränder einstellen, der Text wird automatisch formatiert, es ist ein Wortumbruch einstellbar, per F-Tasten kann man sich schnell im Text bewegen (Seite vor, Seite zurück, Zeilenende, Tabulator etc.), es gibt Blockoperationen zum Text Kopieren oder Bewegen sowie eine Suchen-und-Ersetzen Funktion. Eine Statuszeile am oberen Rand zeigt folgende Informationen an: Zeilen- und Spaltennummer des Cursors, Einfüge- oder Überschreibmodus, aktuelle Geräteadresse und Laufwerksnummer sowie der Name der aktuellen Datei. Steht neben letzterem ein Sternchen, so ist die Datei modifiziert worden.
Die Steuer-Kommandos sind durch Tastenkombinationen mit der Control-Taste einzugeben. Da man mit CTRL+H einen Hilfebildschirm aufrufen kann, der eine Liste aller verfügbaren Tastenkürzel anzeigt, spare ich mir hier eine nähere Erläuterung.
 

Novaterm Texteditor 

Ansi-Editor:
Das Programm Nova-Pic ANSI Editor gestattet das Erstellen und Bearbeiten von ANSI-Grafiken. Es können IBM- und Commodore ASCII-Pictures geladen und abgespeichert werden. Auch hier ist mit CTRL+H eine Hilfeseite aufrufbar, die Auskunft über alle verfügbaren Tastenkürzel gibt.

Ansi-Farben:
Hier kann man die Farbeinstellungen für die ANSI-Emulation ändern, mit A) für den 80-Zeichen-Modus, mit B) für den 40-Zeichen-Modus. Wenn man aus irgendwelchen Gründen mit den Farbeinstellungen mancher Mailboxen o.ä. nicht zurecht kommt (z.B. weil bestimmte Farbkombinationen auf dem C64 schwer lesbar sind oder weil man keinen Monitor zur Verfügung hat und manche Textfarben auf einem Fernsehgerät unscharf erscheinen oder verschwimmen), kann man ANSI- bzw. Randfarben andere Farbtöne zuweisen.
Zwischen den einzelnen Farboptionen kann man sich mit den Cursortasten bewegen, mit ENTER ändert man die jeweilige Farbe.

BBS-Modus:
Dieser Modus stellt so etwas wie ein kleines Mailbox-Programm dar. Es können sich andere User einlogen, das Verzeichnis aufrufen, Dateien up- und downloaden, Nachrichten hinterlassen etc. Dabei wird auch ein Protokoll über die entsprechenden Logins geführt; es wird ein Statistikfile angelegt, welches über die letzten Anrufer, die Anzahl der Mitteilungen, Up- und Downloads sowie die Anzahl der Anrufer informiert.
Nach dem Aufruf des BBS-Modus muß dieser zunächst anhand der folgenden Punkte konfiguriert werden:
Sysop-Name: Hier gibt man seinen Namen als Systembetreiber ein. In dieser Funktion hat man die Möglichkeit, Mitteilungen zu lesen, Disk-Befehle auszuführen und die Statistik einzusehen. Bei Eingabe des Sysop-Namens beim Login wird man nach dem Sysop-Paßwort (siehe unten) gefragt.
BBS-Name: Hier kann man seiner Mini-Mailbox einen Namen geben, der dann über dem Anwender-Menü angezeigt wird.
System-Passwort: Wenn man hier ein Paßwort eingibt, werden alle User beim Login danach gefragt. Trägt man hier nichts ein, fällt diese Abfrage beim Login weg. Damit ist es möglich, den Personenkreis, der Zugang zu dieser Malibox hat, einzuschränken.
Sysop-Passwort: Nach diesem Paßwort wird gefragt, wenn man sich mit dem Sysop-Namen einlogt. Damit erhält man dann die oben beschriebenen erweiterten Zugriffsrechte.
Init: Hier kann der Initialisierungsstring für das Modem angegeben werden (vgl. auch Abschnitt Terminalparameter).
Login-Nachricht: Hier wird der Dateiname des Textfiles angegeben, das angezeigt wird, wenn sich jemand eingelogt hat. Trägt man hier nichts ein, wird nach dem Login auch nichts angezeigt.
Menü-Nachricht: Hier gibt man den Namen des Textfiles an, welches das Hauptmenü für die Mailbox beinhaltet. Wird hier nichts eingetragen, so wird ein Standardmenü verwendet.
Logoff-Nachricht: Hier ist der Name des Textfiles anzugeben, welches beim Auslogen eines Users angezeigt wird. Wenn man hier nichts einträgt, wird beim Logout auch nichts angezeigt.
System-Gerät: Hier wird die Geräteadresse des Laufwerks angegeben, das für den Aufruf der Textfiles, der Protokollauswahl sowie die Speicherung der Statistikfiles und User-Nachrichten benutzt wird.
Vorhandene Geräte: Hier kann man angeben, welche Laufwerke die User mit dem Wechseln-Befehl erreichen können.
Konfig speichern: Damit werden die aktuellen Einstellungen dieses Menüs gespeichert.
Konfig laden: Damit können die zuletzt gespeicherten Einstellungen geladen werden.
Starte BBS: über diesen Menüpunkt wird die Mailbox gestartet und wartet auf eingehende Anrufe. Beim Login fragt der BBS-Modus nach einem Namen, der in der Statistik-Datei eingetragen wird und zum Kennzeichnen von Nachrichten verwendet wird; wurde in der Konfig ein System-Paßwort eingetragen, so wird auch nach diesem gefragt. Beim Login mit dem Sysop-Namen wird außerdem nach dem Sysop-Paßwort gefragt.

Mit F1 kann diese Warteschleife wieder verlassen werden, dabei wird man gefragt, ob die Statistik in einem entsprechenden File abgespeichert werden soll. Mit F7 gelangt man zum Konfigurationsmenü und mit F3 kommt man in den Lokalmodus, wo man sich selbst einlogen kann (die Leitung ist dann belegt, so daß externe Anrufer ein Besetztzeichen bekommen).

 

[ wird in Ausgabe 70 fortgesetzt ]

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 69

! - - - - - M I C R O F I L M - - - - - ! | Editorial | HobbyTronic 2000 | Bericht zur HobbyTronic | Jahreshaupttreffen 2000 in Leipzig-Wiederitzsch | Programmiererförderpreis des Geos User Club 2000 | Betr.: GUP 65, Abenteuer JAZ-Drive | Doppelklick Maustreiber für NewDeal | Modem für GWE & NDO | Maustreiber mit Doppelklick | Neues Adress-Programm | NewDeal Office 3.2A | Neue Adresse | Meeting 2000 | Novaterm 9.5 - (Teil 2) | Font Viewer 2.6 | Power Monitor | Magnify | V-Convert V 0.2 | PS2 Mouse | WAP für den 9110 | PC-Maus hakelig? | Wie ist dein Passwort? | Kopieren und Einfügen unter Win'95 oder Win'98


Kurzlink hierhin: http://geos-printarchiv.de/81


letzte Änderung am 01.01.1970