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PC/GEOS Beilage zur GEOS - USER - POST 17

Autoren: Thomas Haberland, Carsten Clasohm, Wolfgang Amian; Autoreninfo anzeigen

Buchbesprechungen

      [ Quickstart, Sybex Verlag ]

Angesichts der ausgezeichneten Ausstattung der Ensemble-Software mit einem über 500 Seiten starken Handbuch und kleineren Heften für schnelle Installation und sofortigen Beginn erscheinen 150seitige Kompendien eigentlich vom Ansatz her überflüssig.
Das Druckerzeugnis des DATA-BECKER-Verlages, welches in der letzten GUP einer ausführlichen Rezension unterzogen wurde, bestätigt diese Ansicht voll und ganz.

Das vorliegende Buch ließ mich meine Meinung jedoch neu überdenken.
Es informiert ebenso umfassend wie gut verständlich. Sein Aufbau in 20 Lernschritten entspricht gutem Lehrbuchstil. Natürlich muß ein Buch, welches den Anspruch erhebt, als Nachschlagewerk für den Einsteiger dienlich zu sein, auch Erklärungen zur Installation und Allgemeines zu grafischen Benutzeroberflächen zum Inhalt haben. Es ist dem Autoren jedoch gelungen, alles Wesentliche kompakter und damit übersichtlicher darzustellen, als das umfangreiche Handbuch dies tut.

Den breitesten Raum nehmen die Anwendungen ein. Schließlich ist dies für den Anwender ja auch das Wichtigste. Das Buch berührt alle Applikationen von PC/GEOS.
Allein GeoWrite sind drei Kapitel gewidmet : Schreiben, Gestalten, Drucken.
Methodisch geschickt folgt das Kapitel über GeoDraw unmittelbar danach. So werden, da etliche Funktionen aus GeoWrite her schon bekannt sind, Wiederholungen vermieden.

Daß bei allen Applikationsbeschreibungen nicht bloß aus dem Handbuch abgeschrieben wurde, merkt man sehr schnell. An einigen Hinweisen wird deutlich, wie intensiv sich Autor Rainer Bartel mit PC/GEOS beschäftigt hat.

Beispielsweise ist sein Tip zur individuellen Gestaltung des Bildschirmhintergrundes eine Funktion, die ich erst nachträglich im Handbuch fand. Natürlich steht sie drin, aber sie geht in der Fülle der Beschreibungen dort einfach unter.

Einige Informationen deuten auf reine Fleißarbeit hin : Wieviele Zeichen im Bannerdruck oder in der Anwender-Notiz der Infobox jeweils möglich sind, muß er ausprobiert haben - darüber finden sich in der Bedienungsanleitung keine Angaben.

Erfreulich sind kleine Abschnitte über Import und Export sowie über Schriften, die dem Einsteiger ein paar Zusammenhänge der Problematik von Grafikformaten und Geos-Fonts erklären, die er in dieser Form im Handbuch nicht findet.

Natürlich enthält das Buch auch Ungereimtheiten.
So wird trotz ausführlicher Beschreibung der automatischen Speicherfunktion im Kapitel "Voreinstellungen" einige Seiten später dazu geraten, bei der Eingabe von Text "gelegentlich zu speichern". Fehlerhaft auch die Behauptung, beim Berechnen von Seitenrändern kleiner Formate oder beim Setzen von Tabulatoren träten "massive Rechenfehler" auf, so daß der Anwender keine hohen "Ansprüche an typografische Präzision" stellen dürfe. Die Beschreibungen des Lineals und der Vorbereitung zum Ausdruck von GeoWrite-Dokumenten enthalten ein paar Flüchtigkeitsfehler.

Und - zumindest für den Kenner von Geos 64/128 - geradezu befremdlich ist die eindeutige Aussage, daß ein Vierfach- oder Fünffachklick der "Kern des Problems" sei und "nur geübte Anwender .......... diese Möglichkeit beherrschen" werden.

Dennoch halte ich das Buch für gelungen. PC/GEOS verfügt über derart viele Funktionen, daß kaum ein Anwender sie anfangs alle im Kopf behalten kann. Quickstart stellt eine praktikable Kurzanleitung dar, die auch auf einem überfüllten Schreibtisch immer noch einen Platz neben der Tastatur findet.
Sie enthält alle notwendigen Informationen, um schnell zu verwertbaren Arbeitsergebnissen zu kommen und ist mit einem Preis von 19,80 DM auch für jedermann erschwinglich.

 

Wolfgang Amian


      [ Geoworks Ensemble -Verlag Markt&Technik- ]

Der Verlag Markt und Technik wirbt für seine Reihe "Workshop" mit der selbst gestellten Aufgabe, die Möglichkeiten moderner Computerprogramme mittels aktueller didaktischer Methoden, also "nach völlig neuem Konzept" zu vermitteln.
Glaubt man der Werbung, wachsen die Bücher mit; bei steigender Erfahrung im Programm bleiben die Kapitel Know how und Referenz nützliche Nachschlagewerke.

Schon im Vorwort kamen mir erste Zweifel, ob das vorliegende Buch "Geoworks Ensemble" diesem hohen Anspruch gerecht werden würde. Die Kompetenz des Autoren, Axel Seibert, Informatikstudent, wird dadurch unterstrichen, daß er einerseits vor dem Verkauf des Programms Beta-Tester gewesen sei, andererseits schon seit 1987 einen AMIGA besitze. Von seinen Kenntnissen hinsichtlich aktueller Didaktik kein Wort, schon gar keins davon, daß die Programmierer von PC-Geos die Erfahrungen, die diesem Programm zugrundeliegen, mit dem Programmieren von Geos 64/128 gemacht haben.

Meine Zweifel verstärkten sich beim Lesen des Einstiegskapitels, welches mit den saloppen Worten "Hacken wir los" endet.
Was dann in den Kapiteln Tutorium, Know How und Referenz folgt, ist fein säuberlich dasselbe, was bereits im Handbuch steht oder sich dem Benutzer ohnehin aus der grafischen Benutzeroberfläche erschließt.

Einzelne Hinweise bleiben sogar deutlich hinter den Angaben des Handbuches zurück.
Der Autor stellt zum Beispiel fest, daß sich durch Ziehen mit dem Mauspfeil Dateien, die auf demselben Datenträger sind, nur verschieben lassen. Daß man das Kopieren durch Drücken der STRG-Taste erzwingen kann, verschweigt er.

Wer gar auf Informationen hofft, die über die Inhalte des Handbuchs hinausgehen, wird arg enttäuscht. Über den geheimnisvollen Punkt PC/GEOS bei den "Voreinstellungen", von dessen Änderung das Handbuch ohne jede Erklärung abrät, hatte ich Näheres erwartet. Aber auch A.Seibert hebt da nur mahnend den Zeigefinger und macht klar: "Finger weg!"

Kein Hinweis über Dateiformate, keine Tips und Tricks zu GeoDraw. Gerade in diesem Bereich ließe sich das Handbuch um Vieles ergänzen. Ich denke da zum Beispiel an die Schwierigkeit, die Markierung in der Mitte eines Objektes mit dem Mauspfeil sicher zu treffen, wenn man Objekte verschieben will. Das Handbuch verwendet auf den hilfreichen Hinweis nur ein paar Sätze, daß sich Objekte auch verschieben lassen, wenn man ein unmarkiertes Objekt einfach irgendwo mit der rechten Maustaste anklickt und dann mit niedergedrückter Taste "führt".
In einen Workshop gehören solche Tips meines Erachtens unbedingt ausführlich hinein, A. Seibert erwähnt ihn jedoch nicht einmal.

Die auf dem Bucheinband angekündigte Ausklapptafel mit der kompletten Menüstruktur sucht man im Buch vergeblich. Stattdessen findet sich im Referenzteil eine überflüssige alphabetische Auflistung sämtlicher Menüeinträge in Ensemble.
Die Menüeinträge erklären sich am Bildschirm ja nun wirklich selbst am besten!

Die meisten der Erklärungen im Workshop wirken auf den Leser völlig unangebracht, Beispiel: "45 Grad nach links drehen", Erklärung: "Mit diesem Befehl können Sie ein markiertes Objekt genau um 45 Grad drehen".

Ausklappbar hätte man wenigstens das dem Buch beiliegende Kärtchen mit den GEOS-Sonderzeichen anfertigen sollen, dann konnte der Ungeübte es sich über den Schreibtisch hängen. Dank des beidseitigen Drucks muß man sich dafür erst eine Fotokopie anfertigen.

Ein Unterkapitel zählt die möglichen Fehlermeldungen alpabetisch auf. Sie sind zum Teil so selten, daß der Autor zugibt, einige nie gesehen zu haben. Das anwenderfreundliche GEOS erklärt aber immer sehr schön selbst, was passiert und was zu tun ist. Für solche Fälle ist dem Programmpaket ja auch ein besonderes Heft beigefügt, in welchem die (zum Teil englischen) Fehlermeldungen erläutert werden.

Das alles ist ein bißchen wenig für ein Buch von 39 DM, das sich der Anwender zusätzlich kaufen soll. Da kann eigentlich nur vom Kauf abgeraten werden.
Nach gründlichstem Studium des Buches sei mir die Spekulation erlaubt, ob hier nicht jene PC-GEOS-User als Zielgruppe anvisiert werden, die mit einer "dezentralisierten Sicherheitskopie" arbeiten.

Wer nach Hilfe sucht, weil er mit der Bedienung des Programms nicht zurechtkommt, dem kann nur empfohlen werden, das Geld für den Kauf zu sparen und sich dafür nochmal in Ruhe das Handbuch vorzunehmen. Das enthält alles, was auch der Workshop enthält und darüber hinaus noch eine ganze Menge mehr!

 

Wolfgang Amian

 

Neuigkeiten

Es hat sich viel getan seit der letzten GUP. Einen klaren Vorteil haben hier die BTX Nutzer, dort werden immer wieder die aktuellen Informationen gebracht. Hier einige Kurz-Infos:

   - Update V1.2
In den USA bereits ausgeliefert ist das "kleine" Update V1.2 hier nach Fertigstellung der Übersetzung im Oktober zu erwarten. Genaue Konditionen dazu sind noch nicht bekannt (Preis, Termin).
Verbesserungen und neu in V1.2: mehr (neue) Druckertreiber, auch für PostScript und Farb-PostScript, Drucken im Netz möglich, Font-Konverter (Fonts "Nimbus-Q" und "Z-Soft" nach PC/Geos konvertieren), Rechtschreibhilfe in GeoWrite (Spellchecker). Weiterhin viele kleine Details in den Applikationen; über diese werden wir bei Erscheinen der V1.2 mit Tips & Tricks berichten.

   - zusätzliche Fonts
In Arbeit sind weitere Pakete mit Schriften. Das erste mit 16 Fonts soll ebenfalls ungefähr im Oktober - kurz nach V1.2 - erscheinen. Auch hier ist noch nicht mehr bekannt.

   - Tip: Registrierungskarte
In Erwartung der V1.2 und der Font-Pakete bleibt zu hoffen, daß Heureka "irgendetwas" für die registrierten Kunden tut. Meine Empfehlung: wer es noch nicht getan hat, sollte seine Registrierungskarte ausfüllen und absenden!

   - Programmier-Toolkit
Nach Informationen aus den USA wird fleißig daran gearbeitet. Im Oktober soll der Beta-Test beginnen und das SDK einige Monate später (O-Ton Geoworks) in den Handel gehen. Für das SDK wurden einige neue Tools geschrieben, deswegen dauert es so lange. Derzeit arbeitet man an der Dokumentation, die bereits einen Umfang von mehr als 3.000 Seiten (!) hat. Der Verkaufspreis soll aber in akzeptabler Höhe liegen.

   - weitere Anwendungen
Viele Firmen arbeiten an zusätzlichen Anwendungen zu PC/Geos. Bekannt sind hier derzeit nur 2: Dimensions Research mit einer 3-D-Tabellenkalkulation und eine andere, bekannte Firma mit "Tools". Weitere Firmen wollen (dürfen?) nicht genannt werden.
Die Gründe für dieses Stillschweigen dürften vielfältig sein und vermutlich auch etwas mit der stark brodelnden Gerüchteküche rund um WINDOWS zu tun haben.
Termine für das Erscheinen von weiteren Anwendungen sind nicht bekannt. Da diese aber wohl kaum im stillen Kämmerlein der Öffentlichkeit präsentiert werden, bleibt zu hoffen, daß auf der großen Fachmesse Comdex in den USA Ende Oktober zumindest Vorversionen vorgestellt werden. Der GUC wird aktuell über die weitere Entwicklung berichten.

   - neue PD Software
Durch Zufall erfuhr ich, daß in dem amerikanischen, kommerziellen Netz GEnie ein Konferenzbereich GEOWORKS existiert.
Nach Erhalt einer Zugangsberechtigung zu diesem Internationalen DFÜ-System konnte ich feststellen, daß uns auch hier die USA wieder weit voraus sind. Ein großer, eigener Diskussionsbereich mit vielen Themenbereichen, Briefen und, besonders interessant, viele PD Files zum "runterladen".
Eine Auswahl der Interessantesten Files bieten wir ab sofort auf unseren neuen GeoThek Disketten für PC/Geos an. Hier eine Kurzübersicht:

Disk #1 (siehe GUP 16)
Meßhilfen für GeoDraw, Demo-Anwendungen, gepachter Druckertreiber (für 24-Nadler), Tetris, CUA

Disk #2
Box, Coke_Can, Optic (Hintergrund-Files), The_Face_Constructions_Set, Tritool, Inches, Typeset, Dropcaps (GeoDraw Dokumente), Features 1.2 (Infos zur Version 1.2), Import (verbessertes Importieren in GeoDraw!) und GDir (neuer DIR Befehl für MS-DOS, zeigt die Geos-Filenamen mit an)

Disk #3
Screen Dump V1.0 (SUPER! erzeugt Bildschirm-Ausschnitte als Graphik-Files),
ROMMATE (organisieren und verwalten der DOS Buttons),
GeoStart (Auswahl der Anzeige Motif oder CUA)

Die meisten Files liegen als selbstentpackende Dateien vor. Außer bei den sich selbst erklärenden Dateien (wie z. B. Hintergrund-Bilder) Ist in der Regel ein deutsches Info dabei, soweit vorhanden auch immer die originale englischsprachige Anleitung.
Sehr Interessant und vielseitig ist der Screen Dump!
Weitere Files werden folgen. Ein Teil der Files ist bzw. wird in BTX als TSW eingespielt werden; bereits vorhanden ist Screen Dump.

Die oben genannten 3 PD-Disketten können zum Stückpreis von 6 DM / Disk bestellt werden bei:

Frank Böhm
(siehe Autoreninfo)

Bitte die PD Disketten nur bei ihm bestellen.

 

Thomas Haberland

 

[ PC/Geos im FIDO - Netz ]

Als DFÜ-Freak habe ich bereits vor längerer Zeit über meine FIDO Stammbox (nach Absprache mit dem Sysop) eine spezielle Area zu PC/Geos einrichten lassen. Diese Area nennt sich

 

PC_GEOS.GER

und wird mittlerweile in zahlreichen FIDO-Boxen geführt. Falls nicht, erkundigt Euch bei Eurem Sysop.
Die Resonanz wächst, das Briefaufkommen steigt. Ich habe bereits viele PD-Files hochgeladen, die nun auch in vielen weiteren Boxen vorhanden sein dürften; so u.a. für die DFÜ-Freaks Informationen zum Einbinden des ZModem Protokolls in GeoComm.
Wie in BTX sind auch hier immer die aktuellsten Informationen enthalten. Die GUP kann da trotz ihres recht kurzen, 2monatlichen Erscheinens kaum mithalten.

Weitere Informationen auf Anfrage bei mir; ich habe auch eine Liste der FIDO-Boxen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (Übrigens, ein Brief via FIDO von Zürich nach Aachen braucht im Normalfall kaum länger als 12 Stunden!)
Bei Problemen mit GeoComm oder anderer DFÜ-Software (Telemate) helfe ich gerne weiter. Und wer Interesse hat, kann bei mir ein hervorragendes Point-Programm (YUPPIE, Shareware) für FIDO bekommen. Meine FIDO Adresse:

 

2:242/2.15

Thomas Haberland

= = = = = = = = = = = = =

In eigener Sache:

GUC-Mitglieder, die auf PC/Geos "aufsteigen", bitten wir um eine kurze Mitteilung (an J. Heinisch). Art und Umfang unserer Aktivitäten hierzu richten sich ja nach der Zahl der daran Interessierten ...
Geplant ist derzeit vorerst, auch in Zukunft wie hier eine 4seitige PC-Beilage in die GUP aufzunehmen. Weiteres wird sich ergeben.

 

-th-

 

[ Grafik-Recycling: Vom C64 zum PC ]

Nachdem Geoworks alias Berkeley Softworks mit PC/GEOS einen würdigen Nachfolger für GEOS64/ 128 geschaffen hat, wird sich so mancher Umsteiger trotz Vektorgrafik und auf dem PC existierender Bitmap - Grafiksammlungen sicherlich darüber geärgert haben, daß die Fotoalben und GeoPaint-Bilder nutzlos auf dem C64 zurückbleiben mußten.
So wäre es wohl auch mir mit meiner umfangreichen Bilder-Sammlung gegangen, wenn es nicht zwei Lösungen für das Problem gäbe:
MacAttack von Joe Buckley (USA) und Geos64Convert von mir.

Zunächst zu MacAttack: Mit diesem PD-Programm (enthalten in der GeoThek) kann man unter GEOS 64/128 GeoPaint-Bilder ins MacPaint-Format und umgekehrt konvertieren. Zwar kann PC/GEOS das MacPaint-Format nicht lesen, aber es ist im Gegensatz zum GeoPaint-Format ein auch auf dem PC bekannter Standard.
Noch aber befindet sich die Datei gar nicht auf dem PC. Um sie dorthin zu befördern, benutzt man entweder die Übertragung per RS232 (Nullmodemkabel), den Weg über einen Amiga oder das direkte Schreiben von MS-DOS-Disketten mit einer 1571 oder 1581.

Für den ersten Weg benötigt man zunächst einen Adapter, der am Userport des C64 eine RS232-Schnittstelle zur Verfügung stellt. Eine Bauanleitung dafür findet sich z. B. in der 64'er 11/87. Um die beiden Schnittstellen von C64 und PC zu verbinden, muß man sich außerdem ein Nullmodem-Kabel besorgen. Nullmodem wird das Kabel genannt, weil man an die serielle Schnittstelle (RS232) eigentlich ein Modem anschließt und nicht direkt die Schnittstelle eines anderen Computers. Der Schaltptan für ein solches Kabel ist ebenfalls in der oben genannten 64'er abgedruckt.
Nun fehlt auf beiden Seiten noch ein Terminalprogramm, mit dem die MacPaint-Datei übertragen werden kann. Auf 64er-Seite eignet sich dazu am besten GeoTerm, das allerdings nicht mehr von Markt&Technik verkauft wird (siehe Seite 12 in dieser GUP!). Als Alternative bietet sich das PD-Programm Proterm oder jedes andere Terminal-Programm, das zumindest das X-Modem-Protokoll beherrscht, an. PC-seitig hat man die Qual der Wahl, ich persönlich bevorzuge Telemate.

Wie man eine Datei per XModem überträgt, ist den Anleitungen der Programme zu entnehmen, da ich hier nicht auf jedes einzelne eingehen kann.

Der zweite Weg ist der direkte Anschluß eines 64er-Laufwerks an den Amiga, wie er in der 64'er 8/88 beschrieben wurde oder wie man ihn beim C64-Emulator "Go 64" von Readysoft findet. Damit kann man zunächst die Datei mit dem Amiga einlesen und dann entweder per serieller Schnittstelle und Nullmodem oder direkt per Turnschuh-Netzwerk (=Diskette) auf den PC übertragen. Mit Hilfe von Programmen wie DOS2DOS, CrossDOS oder dem PD-Programm Messy-DOS (MSH) kann der Amiga nämlich Disketten im MS-DOS-Format lesen und schreiben.

Ähnlich funktioniert der dritte Weg, über den ich selbst aber nicht viel mehr weiß, als daß es ihn gibt. In der 64'er 6/89 wurde ein Programm vorgestellt, das auf dem 64er PC-Disketten schreiben kann, was wohl die einfachste Methode ist.
(BigBlueReader, BDOS, Janus, siehe hierzu GUP 12, Seite 10)

Nachdem man die Datei auf dem PC hat, muß man sie noch ins TIFF- oder PCX-Format bringen, damit PC/GEOS sie importieren kann. Hierzu eignen sich PD-Programme wie Graphics Workshop (GWS) oder VPic. Die Konvertierung ist sehr einfach und wird in der Anleitung der Programme erklärt.

Das Einlesen in PC/GEOS erfolgt schließlich mit GeoDraw und nun kann man seine 64er-Grafiken in Sammel- statt Fotoalben aufbewahren. Am ehesten lohnt sich das bei größeren Grafiken, da man diese soweit verkleinern kann, daß sie inmitten von hochauflösenden Vektorgrafiken nicht aus dem Rahmen fallen. Printshop-Bildchen sollte man also lieber auf dem 64er lassen.

Am Anfang hatte ich neben MacAttack ein zweites Programm erwähnt: Geos64Convert.
Dabei handelt es sich um ein PC-Programm, das GEOS64-Dateien einlesen und konvertieren kann. Neben GeoPaint-Bildern wie bei MacAttack kann man damit auch komplette Foto- und Textalben, Foto- und Textscraps, GeoWrite-Texte sowie Notizbuch-, GeoDex-und Kalender-Dateien konvertieren. Die Grafiken werden außerdem gleich im PCX-Format geschrieben, so daß man sie direkt mit PC/GEOS verwenden kann. Bei den anderen Dateien werden ASCII Textdateien erzeugt, ein direktes Konvertieren ins Format der entsprechenden PC-GEOS-Programme ist leider (noch) nicht möglich. MacAttack und GWS & VPic werden damit überflüssig.

Allerdings stellt sich wieder das Problem der Dateiübertragung vom 64'er zum PC. Da die zu konvertierenden Dateien im Gegensatz zu MacPaint-Bildern keine CBM- sondern GEOS-Files sind, muß man sie zunächst zu CBM-Files machen, d. h. den Infoblock, der u.a. das Piktogramm enthält, 'transportsicher verpacken'. Das kann mit GeoTerm ab Version 2.01 oder mit dem PD-Programm Convert erledigt werden. Danach kann das File auf eine der oben beschriebenen drei Arten zum PC übertragen werden.

Da das ganze Verfahren für den Normalanwender doch recht kompliziert ist, bin ich bereit, das Konvertieren bei Problemen für einen kleinen Unkostenbeitrag zu übernehmen. Schickt die zu konvertierenden Dateien (nur GeoWrite/ GeoPaint-Dokumente, Foto-/Text-Alben oder -Scraps, Notepad-, GeoDex, Calendar-Dateien) auf einer Diskette im 1541-Format zusammen mit einem an Euch selbst adressierten und frankierten Rückumschlag und 5 Mark pro benutzter Diskettenseite (bitte KEINE Briefmarken) an:

Carsten Clasohm
(siehe Autoreninfo)

Ich schicke Euch die Diskette dann im PC-Format mit den konvertierten Dateien zurück. Falls Ihr auf dem PC nur ein 3-1/2-Zoll-Laufwerk habt, schickt noch eine auf dem PC formatierte 3-1/2-Zoll-Diskette mit. Sollte Euch der Preis zu hoch vorkommen: Für eine volle Diskettenseite brauche ich ungefähr 30 Minuten, in denen ich nichts anderes am Computer machen kann.

Das oben genannte Programm GEOS64CONVERT kann gegen eine Gebühr von 20 DM direkt beim GUC bezogen werden.
Bestellungen richtet bitte nur an Frank Böhm, Adresse siehe links.

 

Carsten Clasohm

= = = = = = = = = = = = =

Gesucht:
Zwecks Aufnahme in die GeoThek werden schöne Graphiken und Bilder gesucht - Vektorgraphiken bevorzugt. Auch alles andere, was mit PC/Geos zu tun hat, nehmen wir gerne auf, um es anderen Anwendern weitergeben zu können.

 

-th-

 

[ Tips & Tricks ]

   - Importieren von Graphiken
Soll eine PCX- oder TIF-Datei in GeoDraw importiert werden, meldet das System oftmals "nicht möglich, falsches Format".
Zwar sind PCX und TIF sog. Standardformate, es gibt aber dennoch verschiedene Varianten. Mit Hilfe einer neuen "Bibliothek" sind nun mehr Varianten importierbar, ohne das diese Fehlermeldung erscheint.

Die Datei IMPORT.GEO ist auf der PD Disk 2 enthalten. Sie muß in das Verzeichnis \SYSTEM kopiert werden und ersetzt die dort vorhandene; sicherheitshalber sollte man die originale Datei auf einer Diskette speichern.

   - Hintergrundgraphiken
Auf der PD Disk 2 sind einige Hintergrundbilder enthalten. Mir gefällt vor allem die Graphik "Coke_Can" sehr gut; es sieht sehr echt aus (auf VGA).
Wie kann man eigene Graphiken als Hintergrund verwenden ? Die gewünschte Graphik wird in GeoDraw markiert und über das Menü "Editieren" kopiert. Nun startet man "Voreinstellungen". Darin klickt man das Icon Hintergrund an. Im unteren Teil der erscheinenden Dialogbox ist die Zeile "Hintergrund aus Zwischenablage holen" zu sehen. Mit anklicken dieses Knopfes wird die Graphik eingelesen und im korrekten Dateiformat im Verzeichnis \SYSTEM\BACKGRND gespeichert.

   - Multitasking oder nicht ?
Ein weiterer Hinweis auf die Multi-Tasking-Fähigkeiten von PC/Geos:
Während eine Diskette formatiert wird, kann man beliebig weiterarbeiten! So geht's:
Das Fenster GeoManager wird nur in einer Breite von 2/3 des Bildschirms angezeigt. Daneben wird das Fenster einer beliebigen anderen Anwendung plaziert. Dieses muß so geschehen, daß das Fenster etwas unter der Dialogbox "formatiere .. % fertig" liegt. Wird nun diese Box angezeigt, kann der Mauszeiger von der Box in das immer noch sichtbare Fenster daneben bewegt werden. Mit einmal klicken wird das Fenster aktiviert und man kann darin arbeiten!

 

-th-

 

Nachtrag zur GUP


Zum Aufbau einer Regio-Gruppe im Bereich PLZ 51** bitte melden bei:

Willy Kutsch
(siehe Autoreninfo)

 


 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 17

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Letzte Änderung am 01.11.2019