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Internetzugang konfigurieren

Autor: Jürgen Heinisch

Das Einstellen der Parameter für den Zugang zum Internet ist mit NewDeal Release 3 und der WebSuite eine Übung von wenigen Minuten. Dennoch sind je nach Anbieter unterschiedliche Parameter einzustellen. Im Handbuch wurde zum ermitteln der Parameter extra eine Tabelle aufgenommen, in welcher der Anwender seine Daten gleich eintragen kann. So hat er diese auch später immer wieder schnell griffbereit.

Folgend einige Konfigurationsbeispiele:

Beispiel mit einem Zugang über GINKO:

PPP account name                jheinisch
PPP account password            password
Dial-up telephone number        01088019319
PPP server IP adress            keine Angabe
PPP server IP gateway           keine Angabe
PPP server IP mask              keine Angabe
DNS server IP adress (first)    195.158.160.2
DNS server IP adress (second)   keine Angabe


Beispiel mit einem Zugang über T-Online:

PPP account name                000123456789002866376#0001
PPP account password            password
Dial-up telephone number        0191011
PPP server IP adress            194.25.2.129
PPP server IP gateway           keine Angabe
PPP server IP mask              keine Angabe
DNS server IP adress (first)    194.25.2.129
DNS server IP adress (second)   194.25.2.129

Es kommt in der Regel vor, daß nicht alle Angaben vom Internet Provider gemacht werden. Das liegt dann meist daran, daß diese Angaben auch nicht benötigt werden.

Begriffserklärung #1
Benötigt wird jedoch die Angabe mindestens eines DNS Servers. Ein "Domain Name Server" löst die Web-URL Adressen in IP Adressen auf, und umgekehrt. Ohne DNS ist ein Surfen im Internet nicht möglich. Das Problem hierbei ist, daß die Zuweisung einer IP Adresse für den DNS Server unter Win 95 automatisch vom Provider aus erfolgen kann. Das scheint unter NDO nicht bzw. nicht immer korrekt zu funktionieren, so daß immer ein DNS Server manuell eingetragen werden sollte.
Manche Internet Provider geben die DNS Daten leider nur gut versteckt auf irgendwelchen Supportseiten bekannt. Hier hilft nur, den Support des ISP zu bemühen, notfalls telefonisch.

T-Online PPP account name
Die Benutzerkennung besteht aus mehreren Komponenten, die hintereinandergeschrieben den Benutzernamen ergeben. So nehmen Sie als erstes Ihre 12-stellige Anschlusskennung (z.B. 000123456789), die meistens mit drei Nullen beginnt. An diese Zahlenkolonne fügen Sie direkt Ihre Telefonnummer inklusive Vorwahl (z.B. 02866376) an. Dann fügen Sie noch eine Raute ("#") hinzu. Als letzten Bestandteil des Benutzernamens noch die vierstellige Mitbenutzernummer (meistens "0001").
In unserem Beispiel sieht Ihr Benutzername bei einem Zugang über T-Online in etwas so aus:

00012345678902866376#0001

Preferences
Preferences Rufen Sie die Voreinstellung über das Menü Express - Settings - Preferences auf und wählen Sie den Button Internet.

Tragen Sie die vorhanden Eingaben ein. Ist eine IP Adresse nicht bekannt, dann wählen Sie den Button "Server assigned" aus. Die IP-Adresse ist dann mit der inaktiven grauen Schrift gekennzeichnet. Kennen Sie die IP Adresse, dann wählen Sie den Button "User assigned" und tragen diese Nummer ein.

HINWEIS: Achten Sie darauf, daß Sie keinen der Punkte löschen, denn diese können nicht mehr manuel eingegeben werden. Setzen Sie den Curser immer vor einen Punkt, löschen die NULL und geben die entsprechende Zahl ein usw...

Prüfen Sie nun auch, ob einige Einstellungen in den "Advanced Settings..." vorzunehmen sind. Lassen Sie den Button für Login auf Automatic.
Als letztes stellen Sie die "Modem Settings..." ein. In der Regel reicht hier ein ATZ völlig aus. In dem Beispiel ist die Initalisierung für die ISDN Anwahl mit dem ZyXEL 2864 ID zu sehen.
Nun können Sie Skipper Pro starten und den konfigurierten Zugang testen.

Internet EinstellungenZOOM erweiterte Internet EinstellungenZOOM

Begriffserklärungen #2
Login Name: Der mit dem Internet Provider vereinbarte Zugangsname.

Password: Das vom Internet Provider zugeteilt oder selbst bestimmte Passwort.

Phone Number: Die Telefon-Nummer zum Internet Provider.

IP Address: Hier ist die vom Internet Provider angegebene Nummer einzutragen oder wenn keine Nummer angegeben wurde der Schalter Server assigned zu setzen.

DNS Addresses: Hier sind die vom Internet Provider angegebenen Nummern einzutragen oder, wenn keine Nummern angegeben wurden, der Schalter "Server assigned" zu setzen. Wird nur eine Primary (erste) DNS angegeben. so ist die Secondary (zweite) DNS auf 0.0.0.0 zu setzen. (s. o. Begrifserklärung #1)

Serial Port: Wählen Sie die für das Modem gültige serielle Schnittstelle (Com-Port). In der Regel wurde dies schon in den Modem Einstellungen vorgegeben.

Baud Rate: Wählen Sie die maximal mögliche Datenübertragungsrate zu Ihrem Modem aus. Sehen Sie dazu in Ihrem Modem Handbuch nach. In der Regel kann die Geschwindigkeit hier höher eingestellt werden, als die eigentliche Datenübertragungsgeschwindigkeit des Modems auf der Telefonleitung. So kann z.B. ein Modem, welches mit 14.400 Baud auf der Telefonleitung sendet, mit einer Geschwindigkeit von 57.600 Baud vom Rechner angesprochen werden. In der Regel wurde dies schon in den Modem Einstellungen vorgegeben.

Dial Type: Bestimmen Sie das Wählverfahren. Tonwahl oder Pulswahl. Fast alle Telefone benutzen heute Tonwahl! In der Regel wurde dies schon in den Modem Einstellungen vorgegeben.

Modem Initalisation: Geben Sie hier ggf. eine notwendige Initalisierung für Ihr Modem ein. In der Regel sollte ein ATZ (Modemreset) völlig ausreichen.

Gateway: Geben Sie hier die vom Ihrem Internet Provider angegeben Daten ein. Sind keine Daten bekannt, dann belassen Sie die Einstellung auf 0.0.0.0

Subnet Mask: Geben Sie hier die vom Ihrem Internet Provider angegeben Daten ein. Sind keine Daten bekannt, dann belassen Sie die Einstellung auf 0.0.0.0

Debug Level: Modus für eine Fehlerprotokollierung. Belassen Sie diesen Wert auf 0.

Login: Bei Automatic wird der im System integrierte Dialer (Wählprogramm) benutzt. Über "Use Application" kann mit einer anderen geeigneten Anwendung, z.B. NewComm, gewählt werden. Dies kann bei Problemen zum ausprobieren hilfreich sein.

NewMail konfigurieren
ZOOMNewMail konfigurieren NewMail hat eine eigene zusätzliche Voreinstellung. Diese erreichen Sie über das Menü: Options - Preferences...

Folgend einige Konfigurationsbeispiele:

Beispiel mit einem Zugang über GINKO:

NewMail account            jheinisch
Return email adress        jheinisch@geosuserclub.com
POP3 server for incoming   email www.geosuserclub.com
SMTP server for outgoing   email mail.ginko.de


Beispiel mit einem Zugang über T-Online:

NewMail account                  tonline
Return email adress              02866376-0001@t-online.de
POP3 server for incoming email   pop.btx.dtag.de
SMTP server for outgoing email   mailto.btx.dtag.de


Begrifferklärungen
eMail Account: Ist ein beliebiger Name, der für die Definition des Zugangs gilt. Bei mir nehme ich wegen der einfache Zuordnung immer den eMail Namen.

Return eMail Adress: Ist die eigene eMail Adresse.

Real Name: Ist der echte persönliche Name.

POP3 Server: Ist der Server, über den die eMails empfangen werden.

SMTP Server: Ist der Server, über den die eMails versendet werden.

Hinweise zu POP3 und SMTP
Oft sind die Angaben für POP3 und SMTP Server gleich, aber das hängt vom jeweiligen Internet Provider, dessen Server-Konfiguration und dem einzelnen Anwender ab.
So kann man z.B. durchaus mehrere Mail-Accounts haben, was leider unter NewMail (noch) nicht unterstützt wird, so daß man für jeden einzelnen Mail Account das Programm umkonfigurieren muß. Das gilt übrigens für jeden eingetragenen Benutzer auf dem GUC Webserver! Unter der GUC Login Kennung hat jeder dort einen Mail Account. Gleichzeitig hat man aber immer auch einen Mail Account bei seinem Internet Provider! Manche haben zusätzlich noch einen kostenfreien E-Mail Account bei einem der Freemail-Anbieter (z.B. GMX oder Yahoo). Das ist ein Problem, solange NewMail nicht mehrere Mail-Accounts unterstützt.

Wichtig ist ferner, den Unterschied zwischen POP3 und SMTP zu kennen und zuverstehen. POP3 wird nur zum Abholen der E-Mail benutzt. SMTP ist das Protokoll zum Versenden von E-Mails.
Während man jeden Mail Server im Internet mit POP3 auf neue Mails abfragen kann, sind die allermeisten Mail Server nicht zum Versenden von E-Mails per SMTP verwendbar, aus guten Gründen. Um zu verhindern, daß ein SMTP Server mißbräuchlich benutzt wird, z.B. zum Versenden der unerwünschten Werbe-Mails (den sog. Spams), konfiguriert jeder gewissenhafte Administrator seinen SMTP Server so, daß er nur von bestimmten Usern benutzt werden kann. Üblicherweise sind die Mail Server so konfiguriert, daß sie per SMTP nur dann ansprechbar sind, wenn der "anrufende" User im gleichen IP Adressensegment ist wie der Mail Server. Anders ausgedrückt: der SMTP Server eines Internet Providers ist nur für dessen Kunden zugänglich, wenn sie über die Zugänge dieses Providers eingeloggt sind. Sonst für niemanden.
Für die technisch versierten: damit wird das sog. "Mail relaying" unterbunden.

Diese Einschränkung gilt auch für den SMTP Server des GUC. Dieser kann nur von GINKO Kunden benutzt werden, da wir über den Provider GINKO an das Internet angebunden sind.
Dennoch hat jeder registrierte User unseres Webservers dort auch ein POP3 Konto und kann seine Mails abholen.
Zum Versenden von E-Mails sollte man also immer den vom Internet Provider angebotenen SMTP Server eintragen.
Zudem trägt dann der Provider die anfallenden Gebühren für das Versenden der Mails, nicht der GUC. Denn da unser Server in Deutschland steht, gelten auch für uns die hierzulande üblichen Tarife, was bedeutet, daß wir für jedes Byte, welches über unseren Server läuft (beide Richtungen), bezahlen müssen.
 

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Attachmet Encoding Method: Bestimmt das Codierverfahren zum Versenden von Dateianhängen. Zu empfehlen für reine ND Anwender ist UUencode.

Log Outgoing Message: Kopiert jede versendete eMail in den Ordner "Sent".

Quote When replay: Zitiert eine empfange eMail beim Erstellen einer Antwort.

Save Password: Merkt sich das Passwort, es muß dadurch nicht jedesmal bei auslesen der eMails eingegeben werden.

Leave Messages on Server: Läßt ausgelesene eMail auf dem Server. Diese Funktion sollte ausgeschaltet sein und nur in besonderen Fällen, wie z.B. beim auslesen im Urlaub oder auf fremden Rechnern eingeschaltet werden.

Keeps Tabs in Body: Löscht alle Tabulatoren einer eMail.

Disconnect When Leaving: Trennt die Verbindung nach dem Schließen des Programms.

Empty Trash When Leaving: Löscht den Papierkorb nach dem Schließen des Programms.

Include Signature: Hängt das Signature Script an jede eMail.

Quoted Printable: Für die Benutzung von Sonderzeichen in der eMail.

Attachment Storrage Location: Der Pfad, in dem empfangene Dateien gespeichert und zu versendende gesucht werden.

 

Jürgen Heinisch

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 63

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Letzte Änderung am 01.11.2019