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GIG-Süd-Treffen in Unna von 8. - 10.11.2002

Autor: Andreas Neef

Es war am Freitag, schon so gegen 17:30 Uhr, als René Schwarte und Mathias Keil jeweils mit Frau, Werner Weicht und ich in Leipzig aufbrachen, um zum GIG-Süd-Treffen nach Unna zu fahren. Im Gepäck hatten wir den C128-Tower von Mathias und meinen SX64 als Partyrechner und natürlich unseren 4-Spieler-Adapter.
Die Fahrt verlief recht glatt und ohne Zwischenfälle, naja fast. In den vergangenen Jahren waren wir immer über die A4 und die A44 gefahren, da es die Direktverbindung über Magdeburg und Hannover (A14 und A2) noch nicht gab und waren dann am Autobahnkreuz Unna immer abgefahren. Dieses Jahr konnten wir dir kürzere Route nehmen, kamen natürlich über die A2 und warteten vergebens auf das Kreuz Unna. Das bemerkten wir erst, als wir schon fast in Dortmund waren, also hieß es dort kehrt und über´s Kamener Kreuz nach Unna... war aber auch blöd, auf der gesamten A2 stand nirgends Unna ausgeschrieben (Bemerkung an Bodo Faros, den Organisator des Treffens: Bitte beim nächsten mal spätestens am Kamener Kreuz Hinweisschilder zum GIG-Süd-Treffen aufstellen). Nach einer halben Stunde Umweg kamen wir dann endlich in Unna an, die Irrfahrt zum Ringhotel Katharinenhof (direkt am Bahnhof übrigens, der Bodo lotste uns dann per Telefon dahin) erspare ich mir hier mal, sonst halten uns die geneigten Leser für völlig blöde...
Als wir ankamen verabschiedeten sich gerade die meisten anderen Gäste, um ins Bett zu gehen, wir tauschten noch mit Bodo die aktuellen News aus Ost und West aus, aßen und tranken noch eine Kleinigkeit und zogen uns dann auch langsam zurück.
Die Zimmer waren ziemlich groß und wirklich gut und ich konnte es natürlich nicht lassen, baute meinen SX64 noch auf und bereitete rasch noch ein-zwei Dinge für den nächsten Tag vor.

Am nächsten Morgen brachten wir nach reichhaltigem Frühstück unsere Rechner in die vierte Etage, die komplett für unser Treffen reserviert war. Es waren schon eine ganze Reihe Leute da, aber auch für uns gab es noch genügend Platz. Nach und nach füllte es sich und bis zum Mittag erschienen noch eine ganze Reihe Tagesgäste. Schätzungsweise 25 - 30 Leute waren es bestimmt, so genau kann ich es allerdings nicht sagen. Ich suchte mir gleich einen Platz neben Donald Zerbe, um mit Ihm Erfahrungen in Sachen HTML-Programmierung mit The Wave auszutauschen. Donald hatte in den vergangenen Monaten eine Menge neuer Zeichensätze mit Kleingrafiken erstellt. Diese können als Alternativtext zu Bildern in HTML-Seiten eingebunden werden, so daß auch The Wave an entsprechender Stelle ein Bild darstellt. Wir beschäftigten uns eine ganze Weile mit der Optimierung von Webseiten, so daß diese auf dem 40-Zeichen-Schirm des C64 und dem 80-Zeichen-Schirm des C128 ähnlich dargestellt werden.

So ein Treffen lebt ja immer vom Erfahrungsaustausch untereinander und so schauten wir uns natürlich auch ein wenig unter den anderen Gästen um: Niko Malecki beispielsweise war mit seinem C64-Laptop mit TFT-Display angereist und Thorsten Baade hatte seinen Commodore-Tower (mit rechtwinklig geteiltem Mainboard) dabei, und konnte Tipps zur Pufferung der Ports geben. Dirk Klettke berichtete begeistert über seine C64-CD, auf die er alle Möglichen CMD-Partitions gebrannt hatte und von der sogar GEOS gebootet werden kann. Seine Idee ist es, alle verfügbare GEOS-Software, also Applikationen und deren Zubehör, Zeichensätze, Grafiken , Tools und PD-Software so auf eine CD zu brennen und so ohne viel Aufwand jederzeit alles verfügbar zu haben. Ich persönlich hätte großes Interesse an dem Programm Email64 gehabt, aber ein anschaulicher Test scheiterte leider daran, daß weder Dirk noch Arndt Oevermann die betreffende CD dabei hatten. Schade, vielleicht das nächste mal.
Ansonsten gab es nicht sehr viel Neues. Werner Weicht hatte die Aktuelle Version des für MegaPatch angepaßten Programms Finder mit und Donald Zerbe wußte von einer aktuellen Testversion eines Patchs für Wheels zu berichten. Weitere Neuigkeiten von Maurice Randall gab es leider nicht, offensichtlich hat er mit den vielen Softwareprojekten (Wheels, Wave, HD-Dos etc.) und der Übernahme der CMD-Hardware momentan derart viel auf einmal zu tun, daß es an keiner Stelle nennenswert vorangeht.
Am Nachmittag gab es dann den offiziellen Teil des Treffens, d.h. Aktuelles aus der GEOS Interessengemeinschaft Süd. Da Michael Nausch leider aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Unna kommen konnte, übernahmen Michael Scholich und Bodo Faros diesen Teil. Nach dem aktuellen Kassenbericht, dem Stand des Rundschreibens und einigen anderen organisatorischen Dingen wurde der Ort des nächsten Herbsttreffens gewählt. Zur Auswahl standen erneut Unna, Suhl, wo stets das Frühjahrstreffen stattfindet, Mannheim und Leipzig. Die Mehrheit der Anwesenden entschied sich für Leipzig, also kommt uns nächstes Jahr die Ausrichtung des Treffens zu. Na, mal sehen...

Nach dem offiziellen Teil war wieder Zeit für persönliche Gespräche und ich nutze dies, um mit Ralf Knabe, Niko Malecki, Thorsten Baade und anderen Leuten über Commodore, GEOS, Gott und die Welt zu plaudern. Man sieht sich ja meist nur bei diesen Treffen und nicht immer ist jeder dabei. Dieses Jahr fehlten beispielsweise Roy und Ronny Bachmann ganz und auch Wolfgang Grimm, der sich eigentlich angekündigt hatte, kam letztlich doch nicht. Genauso habe ich Sven Döring und Robert Dörfler (alias Basitsch und Lord Nikon), die ebenfalls kommen wollten nicht gesehen und Groepatz und Count Zero waren gerade mal für eine gute Stunde da.
Zum Abendessen hatte Bodo im Hotel einen großen Tisch reserviert, aber wir sechs zogen es vor, wie jedes Jahr zu unserem Stamm-Griechen zu gehen. Als wir wieder ins Hotel kamen, war der Partyraum bereit erschreckend leer und viele derer, die noch da waren, packten auch schon zusammen. Nichts desto Trotz setzten wir uns noch zu der bereits legendären Runde Bombmania zusammen, aber da sich der Raum mehr und mehr leerte, war auch die Stimmung um uns herum nicht mehr so toll und wir spielten nicht, wie gewohnt bis tief in die Nacht hinein. Statt dessen trafen wir uns noch einmal im Restaurant, um den Abend ein wenig feuchtfröhlich ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen beim Frühstück sahen wir, warum der letzte Abend so zeitig vorbei war. Nur sehr wenige Leute hatten tatsächlich im Hotel übernachtet, viele waren noch am Abend wieder Heim gefahren oder hatten bei Bekannten übernachtet. Wir brachen auch nach dem Frühstück auf, obwohl es uns schon ein wenig merkwürdig vorkam. Sonst saßen viele noch am Sonntag bis zum Mittag an Ihren Rechnern und programmierten, kopierten oder tauschten Erfahrungen aus. Aber diese Jahr lief alles halt ein wenig anders.
Nichts desto Trotz war es wieder ein sehr interessantes Treffen, bei dem es wieder einiges Interessantes rund um GEOS und den Commodore zu sehen und zu hören gab. Und ich hoffe, wir sehen uns alle vom 24. bis 26.10.2003 in Leipzig.


 




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Letzte Änderung am 01.11.2019