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PC/GEOS TEIL ZUR GEOS - USER - POST 20

Autor: Thomas Haberland

Verwirrungen um die Updates ]

Bei schreiben dieser Zeilen Anfang Februar 92 werden die Update Versionen immer noch nicht ausgeliefert.
Ist alleine dies schon Grund genug zur Verärgerung vieler Anwender, steigert sich dieses Gefühl bei vielen um so mehr, da unser exklusiver deutscher Distributor das schon lange versprochene Rundschreiben erst in diesen Tagen verschickt. So durften zuvor die registrierten Kunden in den Februar Ausgaben der gängigen deutschen PC Fachzeitungen der neuen Reklame von Heureka entnehmen, daß es Updates gibt, wieviel sie kosten und wie man sie bekommen kann ...
Ein etwas unglückliches Timing, was sicherlich auch Heureka bewußt ist. Wir können nur hoffen, daß in Zukunft ähnliches nicht mehr passiert.

Nach den letzten Informationen wird das Rundschreiben derzeit verschickt. Alle Update Versionen sollen ab der 7. Woche verfügbar sein. Es wird aber schon einschränkend darauf hingewiesen, daß bereits eine große Zahl von Update Anforderungen vorliegt, deren Auslieferung ein paar Tage in Anspruch nehmen wird.

 

Geoworks Pro ]

Inzwischen wurde uns eine amerikanische Version von Geoworks Pro zur Verfügung gestellt, die deutsche Übersetzung ist noch in Arbeit bzw. Produktion.
Nebenbei bemerkt, der Grund für die Verzögerungen bei der Auslieferung von Rundschreiben und Updates dürfte auch eine Ursache in der Übernahme von Ashton Tate durch die Firma Borland haben. Ich habe durchaus Verständnis, daß man bei Heureka die Anwender erst dann über alle Update-Möglichkeiten informieren wollte, nachdem mit Borland die Modalitäten rund um das deutsche Paket Geoworks Pro geklärt wurden.
Denn wie würden Sie reagieren, wenn man Ihnen zuerst das Update V1.2 für 50 DM und ca. 4-6 Wochen später ein weiteres für 150 DM anbieten würde ...? So kann man allen die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen und jeder Anwender hat nun die Qual der Wahl.

Ein ganz anderer Punkt hierbei ist natürlich die Tatsache, daß in den USA die Update Version 1.2 bereits seit August '91 ausgeliefert wird - wir können nur hoffen, daß die Übersetzung zukünftiger Versionen etwas zügiger erfolgt.

Dennoch muß ganz klar gesagt werden, daß die bisherige Informationspolitik des Distributors nicht immer auf Verständnis stößt. Wir können nur hoffen, daß sich dies in Zukunft bessern wird. Der Geos User Club wird sich bemühen, hier weiterzuhelfen, alleine schon unsere Kontakte in die USA sorgen für einen hervorragenden und ganz aktuellen Informationsstand.

Was enthält nun das Paket Geoworks Pro und lohnt sich dieses ?

Bestandteil dieses Pakets ist das bekannte DOS (!) Programm Quattro Pro in der Version Light.
Dies ist eine anerkannt gute Tabellenkalkulation der Firma Borland mit einer graphischen Oberfläche, die entfernt ein bißchen an PC/Geos erinnert. Dennoch: Quattro Pro ist und bleibt eine DOS Anwendung!

In dieser GUP möchte ich mehr auf die neuen PC/Geos Versionen eingehen, über Quattro Pro werden wir in der folgenden Ausgabe etwas berichten.

Über die Update Version 1.2 haben wir bereits in der letzten GUP berichtet. Auch das Update Geoworks Pro wird mit einem Ergänzungshandbuch ausgeliefert. Das Update kann ohne Probleme über eine vorhandene PC/Geos Version installiert werden. Kein selbst erstelltes Dokument oder Verzeichnis wird verändert bzw. gelöscht.

Alle Änderungen und Neuheiten zur V1.2 gelten auch für Geoworks Pro ! Hier nochmals eins kurze Übersicht der wichtigsten:

  • läuft ohne Probleme unter DR DOS 6.0, die Bugfix Treiber sind nicht mehr erforderlich,
  • PC/Geos kann als Task in TaskMAX von DR DOS 6.0 installiert werden,
  • erweitertes Setup Programm (V1.2),
  • Rechtschreibprüfung in GeoWrite, selbstverständlich mit deutschem Wörterbuch (ca. 100.000 Wörter), eigenes Benutzterwörterbuch möglich,
  • im System integriert sind nun die Anwendungen Tetris, Perf, Screen Dumper, Schriften-Konverter (nur für Nimbus-Q nach PC/Geos!)
  • neue Funktionen im Sammelalbum importieren und direktes einstellen der Ansicht (in %) sowie kopieren in dieser angezeigten Größe,
  • neue Druckertreiber
  • zahlreiche Tastaturtreiber für verschiedene Länder,
  • DOS Programm GEOHELP.EXE zur Fehlersuche und mehr.

Das Paket Geoworks Pro enthält die Version 1.2 8.3, in der auch alle o. g. Punkte enthalten sind. Darüber hinaus ist nun eine spezielle Unterstützung von DR DOS 6.0 implementiert:
Ist TaskMAX installiert, werden alle normalen DOS Programme, die ebenfalls als Task installiert sind, im Express Menü von PC/Geos angezeigt. Durch einfaches anklicken kann in ein DOS Programm umgeschaltet werden, wobei PC/Geos nicht mehr >>heruntergefahren<< wird, sondern über TaskMAX ausgelagert wird, was schneller geht!
Dies gilt bei jedem Start eines DOS Programms, also auch im DOS Bereich und bei Start per Doppelklick im Manager.

Weiterhin enthält GW Pro ein neues sog. User-Interface. Im Willkommen Bildschirm ist ein neuer Bereich hinzugekommen: "Intermediate". Darin sind viele bunte Icons enthalten, alle Funktionen im GeoManager werden alleine durch anklicken dieser ausgeführt. Dieser Bereich ist zwischen "Anfänger" und "Studio" plaziert.

GW Pro verfügt über eine neue PC/Geos Anwendung einen spezielles "Betrachter" für die mit Quattro Pro erstellten Datenfiles und -Charts. Damit können alle Daten und Charts direkt in PC/Geos importiert werden, einfach mit der Maus markieren und über das auch hier vorhandene Menü Editieren ? kopieren in den Zwischenspeicher einlesen. Weiterhin können Schriftgröße und -art geändert werden.

Wer bereits Quattro Pro und PC/Geos in einer beliebigen älteren Version hat, kann das Update auf die PC/Geos Version Geoworks Pro zum Preis von 80,- DM bei Heureka anfordern.

Natürlich kann PC/Geos auch unter MS DOS 5.0 und allen älteren Versionen von DR + MS DOS (ab 3.3) installiert werden! Es wird auch die DOSSHELL von MS DOS 5.0 unterstützt, d. h. PC/Geos kann dann installiert werden, da ich dieses DOS aber nicht habe, kann ich kaum etwas dazu sagen.

 

Was lohnt sich ?

Ich arbeite seit mehreren Wochen mit der Version 1.2, insgesamt gefällt sie mir sehr gut. Das System läuft absolut problemlos unter DR DOS 6.0, auf das ich schon alleine wegen das darin enthaltenen Festplattenkomprimierers SSTOR nicht mehr verzichten möchte.
PC/Geos läuft wunderbar auf der mit SSTOR komprimierten Festplatte.

Für den Preis von 50,- DM halte ich die Version 1.2 mit allen enthaltenen Änderungen für empfehlenswert.

Anders sieht es schon mit Geoworks Pro aus. Nicht jeder hat Verwendung für eine Tabellenkalkulation, viele möchten lieber auf die entsprechende PC/Geos Anwendung warten ...
Wer jedoch etwas mit dem guten Programm Quattro Pro etwas anfangen kann, ist mit dem Paket Geoworks Pro gut bedient. Bedenkt man schon alleine den normalen Marktpreis für QP Light (125 DM), ist der Update Preis von 150 DM durchaus akzeptabel.
Kritiker werden sagen, daß man auch ohne den Viewer die Daten aus Quattro Pro in PC/Geos importieren kann. Das stimmt sicherlich, aber der spezielle "Betrachter" ist viel komfortabler und warum auf die Änderungen der neuen Version verzichten ?

 

Die Rechtschreibprüfung ]

Zwar ist sie nicht eine der schnellsten, aber wenn man die Option "automatisch Vorschläge machen" ausschaltet, kann man damit leben ...

Ein Problem tritt jedoch auf: schreibt man die Umlaute aus, also "ae" anstelle von "ä", wird dies nicht als Fehler erkannt! Lediglich bei "ss" anstelle von "ß" tritt dies nicht auf.
Laut Heureka ist dies korrekt, da man ja auch die Schweizer Schreibweise berücksichtigen müsse, bei der die Umlaute immer ausgeschrieben werden ...

 

Tips & Tricks zu GEOS.INI ]

Die Datei GEOS INI im Verzeichnis GEOWORKS enthält sehr viele Parameter, die beim Start von PC/Geos das System beeinflussen.
Diese ASCII Datei kann leicht editiert werden, jedoch nicht unter PC/Geos selbst, da die Datei hier den Status "geöffnetes File" hat. Man muß hier also auf einen DOS Texteditor zurückgreifen.

Achtung: Vor dem Editieren dieser Datei sollte man das Original unbedingt sicherheitshalber in ein anderes Verzeichnis oder auf Diskette kopieren !!
Sollte eine Änderung nicht korrekt und genau nach Anleitung durchgeführt werden, kopiert man die Sicherheitskopie zurück und PC/Geos kann wieder gestartet werden.

Ab der Version 1.2 sind viele sinnvolle und auch hilfreiche Eingriffe in die Parameterdatei möglich. Aus Platzgründen werde ich alle bekannten im folgenden nur kurz nennen und soweit wie es notwendig ist erklären.
Zuerst jedoch einige grundsätzliche Informationen zum Aufbau von GEOS.INI:

Die Datei enthält zahlreiche "Gruppen", die durch Gruppenbezeichnungen in eckigen Klammern in Abschnitte aufgeteilt werden, z. B. [system].
Mit einem Semikolon beginnende Zeilen und Leerzeilen werden überlesen. Jede Zeile, die nicht ins Format paßt, verhindert den Start von PC/Geos, also bitte sorgfältig editieren.

Jeder Abschnitt enthält eine oder mehrere Zeilen mit je einer Definition im Format: Parameter = Wert
Dabei kann "Wert" einen Text enthalten, dessen Interpretation vom Parameter abhängig ist. Oder es werden die Begriffe "true" (wahr) und "false" (unwahr) verwendet.
Gehören zu einem Parameter mehrere Werte, eine Liste, werden diese durch geschweifte Klammern eingegrenzt. Die Reihenfolge der einzelnen Gruppen ist nicht von Bedeutung. Ist ein Parameter nicht vorhanden, nimmt PC/Geos einen Standardwert an!

GEOS.INI enthält alle wichtigen Systemparameter, z. B. welche Treiber für Speicher, Videokarte, Maus, Tastatur und Drucker verwendet werden. Erfolgt hier eine Änderung in der Anwendung Voreinstellungen, wird das System nach Eintragen des neuen Wertes heruntergefahren und neu gestartet. Nun zu den Änderungsvorschlägen :

 

Persönliche Note ]

Anfangen wollen wir mit einem sehr leichten Eingriff. Im Willkommen Bildschirm wird die Versionsnummer angezeigt. Diesen Text kann man beliebig ändern und z. B. einen individuellen Text einsetzen :

   [welcome]
   versiontext = Version 1.2

 

Abfrage verhindern ]

Ab der V1.2 kann im GeoManager, Menü Optionen, die Abfrage vor der Rückkehr nach PC/Geos ein- und ausgeschaltet werden (nach Start eines DOS Programms und beenden dieses). Störend ist jedoch noch die zusätzliche Nachfrage, wenn man das System zum DOS verlassen möchte. Dies kann man durch folgenden Eintrag in der Gruppe [welcome] verhindern :

 

   confirmShutDown = false

 

Zeichensatz ändern ]

PC/Geos verwendet intern als sog. System-Zeichensatz den Font Berkeley, der nicht in der Font-Auswahlbox angezeigt wird.
Grundsätzlich ist es möglich, einen anderen Font als System-Zeichensatz zu definieren. In der Praxis klappt dies jedoch nicht mit jedem einwandfrei, unter Umständen kann es zu Problemen kommen. So ist zum Beispiel der Font URW Mono kaum lesbar.

Der System-ZS wird in 2 Gruppen definiert [system] und [motif].
Die Änderungen müssen identisch (!) in beiden Gruppen durchgeführt werden !!

   fontid = berkeley
   fontsize = 10

Der erste Parameter "fontid" enthält den Namen des Zeichensatzes. Hier ist zu beachten, daß unbedingt der PC/Geos Name der Font-Datei verwendet werden muß ! Der normale DOS Dateiname kann nicht verwendet werden !

Der zweite Parameter "fontsize" bestimmt die Größe des Fonts in Punkten.
In der Anwendung Voreinstellungen sind die Größen "klein", "mittel" und "groß" einstellbar. Dies entspricht jeweils den Werten 10, 12 und 14!
Darüber hinaus sind noch die Werte 8 und 16 Punkte für den System-ZS möglich.

Anscheinend problemlos können die Zeichensätze Bison, University, URW Roman, URW Mono und Postscrypt (ein PD Font von unseren PD Disketten 6/7) verwendet werden. Probieren Sie es einmal aus ... !

In der Gruppe [system] ist auch noch der Parameter "font" enthalten. Hier wird das PC/Geos Modul zum erzeugen der scalierbaren Schriften definiert! Der hier enthaltene Wert "nimbus.geo" darf nicht verändert werden, da zur Zeit keine anderen Module verfügbar sind.

 

Anführungszeichen ]

Tragen Sie in der Gruppe [text] folgende Zeile ein :

 

   Smart Quotes = true

Sollte diese Gruppe in GEOS.INI nicht zu finden sein, tragen Sie auch die Gruppenbezeichnung vor dem Wert ein! Der Wert "true" beeinflußt die Form der Anführungszeichen. Hier ein Beispiel:

Anführungszeichen

In beiden Fällen wurde der gleiche Zeichensatz verwendet, wobei das Beispiel links mit dem Parameter "false" und das rechts mit "true" geschrieben wurde. Jeder Zeichensatz weist unterschiedliche Formen der Anführungszeichen auf - probieren Sie es einmal aus!

 

Rollgeschwindigkeit ]

Beim "blättern" in den Auswahlboxen ist die Rollgeschwindigkeit recht langsam. Mit dem folgenden Parameter kann diese Geschwindigkeit beeinflußt werden :

   [motif]
   gadgetRepeatDelay = 18

Der Wert 18 ist der vorgegebene Standardwert. Ich habe hier den Wert 6 eingetragen, damit fliegt man geradezu durch die Auswahlboxen ...
Probieren Sie es einmal aus und verwenden einen Ihnen angenehmen Wert. Ein Hochsetzen auf mehr als 18 halte ich jedoch für wenig sinnvoll. Und kleiner als 6 ist nur etwas für sehr flinke Finger ...

 

Notizbuch automatisch laden ]

Nun wird es etwas komplizierter, dafür aber auch interessanter.
Bei diesem Punkt gibt es eine kleine Besonderheit ! Installiert man die Update Version 1.2 oder GW Pro komplett neu (!), werden die nun folgend genannten Parameter bereits als Standardwerte eingetragen!

Installiert man das Update aber über eine bereits vorhandene PC/Geos Version 1.0 oder 1.1, wird die bestehende Datei GEOS.INI ohne Änderung übernommen, d.h. man muß folgende Parameter selbst von Hand eintragen !
Einen anderen Unterschied zwischen der Neuinstallation und dem Überschreiben einer bereits installierten Version habe ich nicht feststellen können.

Bisher war es nicht möglich, eine reine ASCII Textdatei per Doppelklick zu öffnen und dabei automatisch das Notizbuch zu laden, wie dies ja analog bei allen anderen PC/Geos Dokumenten geschieht.

In der Gruppe [fileManager] werden im Abschnitt filenameTokens in einer Liste die ausführbaren Dateiarten definiert. Folgendes steht dort normalerweise :

   [fileManager]
   filenameTokens = {
        *.EXE ="gDOS",0
        *.COM ="gDOS",0
        *.BAT ="gDOS",0
   }

Mit der Zuweisung des speziellen Icons "gDOS" sind diese Dateiarten unter PC/Geos direkt zu starten. Ansonsten würde beim Versuch, diese Datei per Doppelklick zu starten, die Fehlermeldung "... keine ausführbare Datei" angezeigt werden.

 DOS ICONS: links- starbare Datei, rechts- normale DOS Datei

Damit nun ASCII Textdateien per Doppelklick mit automatischem Laden des Notizbuches geöffnet werden können, müssen die gewünschten Dateiendungen in die o. g. Liste eingetragen werden.

Wichtig ist aber, daß diese Einträge an das Ende (!) der bereits vorhandenen Liste VOR der abschließenden geschweiften Klammer erfolgen, beachten Sie auch die genaue Schreibweise:

        *.TXT = "FILE",0,"NPAD",0
        *.DOC = "FILE",0,"NPAD",0
        *.ME  = "FILE",0,"NPAD",0
   }

Es können noch beliebige andere 'Extensions' verwendet werden. Die dazugehörenden Dateien sollten aber auch wirklich nur ASCII Text enthalten, sonst kann es zu Problemen kommen.

Mit dem o. g. Beispiel wird den Dateien mit der Endung TXT, BAK und ME das Icon FILE zugewiesen (normale DOS Datei). Der Eintrag NPAD dahinter definiert jedoch die Anwendung Notepad (Notizbuch) als die dazugehörende, die beim öffnen einer solchen Datei automatisch mitgeladen wird!

Bitte beachten Sie, daß die Anwendung Notizbuch ein kleines Manko hat: es können nur ASCII Dateien bis zu einer Große von ca. 14 kB eingelesen werden. Bei größeren wird nachgefragt, ob ein Teil "abgeschnitten" werden kann, was allerdings erst bei speichern dieser Datei dauerhaft auf Disk/Festplatte geändert wird !

 

Icons zuweisen ]

Eine logische Schlußfolgerung aus dem oben genannten Trick ist die Erkenntnis, daß bestimmten Dateien ein bestimmtes Icon zugewiesen werden kann. Dies kann ganz pauschal durch die alleinige Angabe der Dateiendung oder auch gezielt durch Angabe des kompletten Dateinamens geschehen. Ein Beispiel:

   TM.EXE = "TERM",0

Damit wird dem Programm TM (Telemate) das Icon von GeoComm zugewiesen. Egal, wo sich diese Datei befindet, wird sie angezeigt, sieht man das Icon von GeoComm - eine rein optische Hilfestellung, mehr nicht.

Wichtig ist die Plazierung dieses Eintrages ! Derartige Definitionen müssen am Anfang der Liste filenameTokens stehen, da sie sonst nicht erkannt werden! Mehrere solcher Zuweisungen müssen nacheinander an den Anfang der Liste eingetragen werden.

Hier nun eine Liste der internen Abkürzungen der PC/Geos Icons. Beachten Sie bitte, daß auch dieser Trick nur ab der Version 1.2 funktioniert und in der Version Geoworks Pro viele zusätzliche, neue Icons enthalten sind, die ich jetzt hier nicht nenne :

   gDOS - generic DOS program Icon
   FILE - generic DOS file Icon
   gAPP - generic GEOS application Icon
   gDAT - generic GEOS data Icon
   3DFt - 3D Font Demo Icon
   AMOL - America Online Icon
   BANR - Banner icon
   BONC - Bounce icon
   CALc - Calculator Icon
   CCOM - Complete Communicator
   TERM - GeoComm Icon
   adbk - GeoDex data file Icon
   ADBK - GeoDex Icon
   DDAT - GeoDraw data file Icon
   DP00 - GeoDraw Icon
   DESK - GeoManager Icon
   plnr - GeoPlanner data file Icon
   PLNR - GeoPlanner Icon
   WDAT - GeoWrite data file Icon
   WP00 - GeoWrite Icon
   NFCT - Nimbus font converter Icon
   NPAD - Notizblock Icon
   PERF - Perferences Icon
   PMGR - Icon Voreinstellungen
   scbk - Sammelalbum Icon
   Scrp - Sammelalbum data file Icon
   DUMP - Bildschirm Dumper Icon
   SOLI - Solitare Icon
   FLDR - Subdirectory (folder) Icon
   TETR - Tetris Icon

America Online ist ein amerikanisches DFÜ-System, ungefähr vergleichbar mit dem deutschen BTX. Diese PC/Geos Anwendung ist in der deutschen Version nicht enthalten.
Complete Communicator ist eine spezielle Anwendung zum empfangen und versenden von Fax; neben der Anwendung CCOM ist aus Kompatibilitätsgründen die FAX Karte eines speziellen amerikanischen Herstellers erforderlich.

 

DOS Programme starten ]

Dient o. g. nur der Optik, kann mit dem folgenden Zusatz schon viel mehr angefangen werden. Mit diesem speziellen Parameter kann jedes beliebige DOS Programm automatisch bei Doppelklicken einer bestimmten Datei bzw. Dateiart gestartet werden !

Tragen Sie in der Gruppe [fileManager] unter (!) die Liste des Abschnitts filenameTokens folgende Liste ein :

   dosAssociations = {
    *.DOC = EDITOR.COM
    *.PCX = C:\\TOOLS\\GWS.EXE
    *.ZIP = C:\\PACKER\\PKUNZIP.EXE
    *.LZH = C:\\PACKER\\LHA.EXE
   }

Dies sind nur Beispiele, die jeder seinen eigenen Bedürfnissen anpassen kann.
Im ersten Beispiel wird bei Öffnen einer DOC Datei automatisch die angegebene DOS Anwendung EDITOR.COM mitgeladen. Da hier kein Pfad angegeben ist, muß diese Datei im normalen DOS Path zu finden sein.
Natürlich muß man bei Verwendung dieses Beispiels die allgemeine Zuweisung von *.DOC Dateien an den PC/Geos Notizblock wieder entfernen !

Bei den anderen Beispielen wird automatisch die jeweils genannte Anwendung zusammen mit der angeklickten Datei geladen.
Auch diese Liste läßt sich beliebig verändern und erweitern. Jedes beliebige DOS Programm kann hier angegeben werden.
In der Version Geoworks Pro werden hier bereits die Quattro Pro Datenfiles als Vorgabewerte eingetragen !

In der letzten Zeile wird ein Pack-Utility aufgerufen, der bekannte LHA. Dieses Programm erfordert aber bestimmte Parameter ohne kann es nicht gestartet werden !
Auch dies kann direkt in PC/Geos erledigt werden. Mit folgendem Eintrag unter dem zuletzt genannten wird eine Dialogbox angezeigt, in der die benötigten Werte eingegeben werden können :

   dosParameters = {
      LHA.EXE = ?
   }

Natürlich kann auch diese Liste beliebig ergänzt werden.
Im o. g. Beispiel ist es jedoch sinnvoller, direkt einen bestimmten Wert vorzugeben, der meist benötigt wird; hier verwenden wir ein "e" für das Kommando "extract" (entpacken). Dazu wird einfach das FRAGEZEICHEN mit dem oder den entsprechenden Werten ersetzt, so wie das jeweilige Programm sie benötigt. Ein Filename braucht nicht angegeben zu werden, es wird automatisch der Name des angeklickten Files in PC/Geos übergeben :

   dosParameters = {
      LHA.EXE = e
   }

Wichtig bei dieser Sache ist die korrekte Reihenfolge der Abschnitte ! Zuerst muß in dosAssociations die Zuweisung der Programme erfolgen, bevor in dosParameters die Parameter definiert werden ! Und als allererstes müssen die filenameTokens definiert werden.

Die letzten beiden Tips können vielfältig variiert und eingesetzt werden, wobei sie sehr hilfreich sein können. Probieren Sie es einmal aus ...

 

Druckertreiber in GEOS.INI ]

Wurde ein solcher über Voreinstellungen gelöscht, bleibt der dazugehörende Eintrag dennoch in GEOS.INI stehen. Einträge nicht mehr konfigurierter Treiber können aber ruhig der besseren Übersichtlichkeit gelöscht werden. Aber Vorsicht, wirklich nur die nicht mehr aktiven !

 

Suchen & Ersetzen ]

Nicht möglich - oder vielleicht doch ? Ab der Version 1.2 enthält GeoWrite eine Rechtschreibprüfung. Zwar ist das Suchen und Ersetzen von Wörtern ein wesentlicher Bestandteil dieser, leider aber hat Geoworks es aus unbekannten Gründen versäumt, diese Funktionen einzeln und direkt zur Verfügung zu stellen.
In der Dialogbox der Rechtschreibprüfung kann in dem mittleren von drei Rechtecken ein Ersatztext eingetragen werden.
Starten Sie mit F5 die Rechtschreibprüfung. Wird das entsprechende Wort angezeigt, trägt man den Ersatztext ein. Dieser kann maximal 66 Zeichen lang sein und darf Leerzeichen, Punkt und Komma enthalten. Mit anklicken von ersetzen oder alles ersetzen wird das angezeigte unbekannte Wort entsprechend ersetzt.

Die Einschränkung:
- das "gesuchte" Wort darf weder im Haupt- noch im Benutzerwörterbuch enthalten sein, allerdings kann es notfalls kurzfristig im Benutzerwörterbuch gelöscht werden.

Um die Suche zu beschleunigen, sollte man den Cursor kurz vor das "gesuchte" Wort plazieren.
Sinnvoll ist dieser Tip nur bei benutzen beider Funktionen suchen & ersetzen. Nur das suchen nach einem bestimmten Wort wird meist aufgrund zu vieler anderer unbekannter Wörter während der Suche zu einem zeitaufwendigem Unternehmen; leider ist derzeit noch kein gezieltes Suchen möglich.

Denkbare Verwendungsmöglichkeit ist z. B. ein mehrfach falsch geschriebenes Wort oder das Ändern eines Namens in einem "Serienbrief".

 

Thomas Haberland

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 20

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Letzte Änderung am 01.11.2019