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Nokia 9000 CommunicatorSeit dem 15. August ist das Gerät bereits in 19 Ländern mit GSM Funknetzen erhältlich. Seit Ende Oktober wird der Communicator nun auch in Deutschland ausgeliefert. Bei uns dauerte es etwas länger, weil die Anwendungen & Texte erst noch fertig übersetzt werden mußten; die englische Version des Nokia 9000 war auch hier schon länger lieferbar. Es ist da! Kein RS-232 Kabel ... im ersten Augenblick kam da echt Frust auf! Ich hatte erwartet, daß bei dem Preis das Verbindungskabel Communicator -> PC mitgeliefert wird. Übrigens sind die Web Seiten des "Club Nokia" sehr gut gemacht und interessant. Sollte man mal reinschauen, mit und auch ohne den Communicator. (http://www.club.nokia.com) Im Handbuch ist weiterhin eine 3,5" Diskette mit dem Programm "NSERVER.EXE" enthalten. Dabei handelt es sich um eine Windows Anwendung, über die mittels Infrarot (IRDA) oder das serielle RS-232 Kabel Daten mit dem Communicator ausgetauscht werden können, und mehr (Backup, Restore, zusätzliche Software installieren). Aller Anfang ist schwer ... Anfangs ist die Vielzahl der Daten schier unüberschaubar. Welchen Provider (= Firma, die den Zugang zum Mobilfunknetz ermöglicht) soll und kann man nehmen, welchen Tarif, welche Dienste braucht man, um die Funktionen des Communicator ausnutzen zu können ? Da das Nokia 9000 ganz neu im Markt ist, konnte auch kein Provider konkret weiterhelfen, auch wenn einige wenige schon mal etwas von diesem Gerät gehört hatten. Doch so schwer ist das gar nicht. Einige wenige Dinge müssen beachtet werden, übrig bleibt dann nicht mehr allzuviel. Im folgenden die wichtigen Fakten. Bei meinen Recherchen habe ich mich auf die beiden Netzbetreiber als Provider beschränkt, ein "Unteranbieter" kam für mich nicht in Betracht. Anforderungen an den Provider Laut Aussage der Kundendienst-Hotlines der Betreiber von D1 (TeleMobil, eine Telekom Tochter) und D2 (Mannesmann Mobilfunk) sind die Datendienste nur in den teureren Tarifklassen möglich, nicht bei den Billig-Tarifen! Mit anderen Worten: die gerade eingeführten Billigtarife "Eco" (D1, 29 DM Grundgebühr) und "Fun" (D2, 25 DM Grundgebühr plus 15 DM Mindestumsatz) sind für das Nokia kaum sinnvoll.
D1: ProTel & ProTel Eco
D2: Classic & Classic24
Bei allen kommt noch der jeweilige Datendienst hinzu! Aber Vorsicht: je nach Anforderungen braucht man nicht alles! Ich habe mich zum Schluß für eine D2 Karte nach dem Classic24 Tarif entschieden. Mit ausschlaggebend war hier der relativ günstige Tarif für eine Minute telefonieren (oder faxen, oder surfen, ? ). Zur sog. Hauptzeit, also tagsüber, kostet dabei 1 Minute "nur" 99 Pfennig, zur Nebenzeit (ab 20 Uhr) "nur" 39 Pfennig bzw. bei Gesprächen in das Festnetz (Leitungsnetz der Telekom) "nur" 69 Pfennig. Nach Erhalt der Karte muß einmal der Provider angerufen werden. Innerhalb sehr kurzer Zeit danach ist die Karte dann freigeschaltet und man kann loslegen, sprich telefonieren. Die Reaktion anderer Handy-Nutzer Das Handy im Detail Zum Telefonieren muß man das Handy umdrehen, d. h. das Tastenfeld liegt dann in der Hand, die Rückseite am Ohr. Denn auf der Rückseite sind einige kleine Öffnungen für Lautsprecher und Mikrofon. Die Sprachqualität ist überraschend gut und sehr laut, die Lautstärke natürlich einstellbar. Im Display des Handy sind zahlreiche Informationen zu sehen und abrufbar. Links ein Balken für die Feldstärke des GSM Netzes, rechts ein Balken für den Ladezustand der Batterie. Weitere Symbole zeigen verschiedene Informationen an. Über ein Menü kann man zahlreiche Sachen einstellen bzw. abfragen, aber auch das Tastenfeld sperren - nützlich z. B. beim Transport in einer Tasche. Angezeigt wird ferner die Telefonliste, so wie sie im Communicator eingegeben wurde. Über Pfeiltasten kann man darin blättern und auf Knopfdruck wird der angezeigte Teilnehmer angewählt. Wurde ein Teilnehmer mit Festnetz- und zusätzlich GSM Rufnummer eingetragen, wird dieser zweimal angezeigt, einmal mit dem Zusatz "GSM". Diese Nummern sind aus Kostengründen vorzuziehen, deswegen die extra Anzeige - sinnvoll! Auf der Oberseite des Nokia 9000 ist eine "IRDA" Schnittstelle zu sehen. Das ist ein genormter Standard zum Datentransfer über "infrarot". Leider habe ich bisher keine geeignete Gegenstelle für den PC finden können, kaum jemand kannte überhaupt den Begriff "IRDA". Wenn jemand weiß, wo man eine PC IRDA Schnittstelle beziehen kann, bitte kurzes Info an mich. Batterie und GSM-Karte Im Communicator ist eine weitere Batterie enthalten, welche bei Ausfall bzw. Entnahme der Hauptbatterie die Daten im Gerät erhält. Über diese Backup-Batterie wird im Handbuch kaum etwas gesagt. Es wird einmal erwähnt, daß es sie gibt - und das sie nur durch autorisiertes Fachpersonal gewechselt werden kann. Ich vermute, daß die Reservebatterie ebenfalls über das Netzteil aufgeladen wird. Ein häufiges Wechseln wird wohl kaum erforderlich sein, aber dazu fehlen die Langzeit-Erfahrungen. Die Batterie hält, wenn sie voll aufgeladen ist, ca. 25 - 30 Stunden (bei eingeschaltetem Telefon), bis sie aufgeladen werden muß. Reines Telefonieren (oder Nutzen der Datendienste) ist maximal 2 Stunden lang möglich. Ist die Batterie komplett leer, wird sie in ca. 2 Stunden voll aufgeladen. Danach wird der Ladevorgang abgeschaltet. Das Laden wird durch ein "pulsieren" des Batterie-Balkens angezeigt. Als Zubehör ist ein u. a. auch eine Ladestation erhältlich. Der Communicator Bildschirm Der Bildschirm zeigt ein überraschend klares, sehr gutes Bild. Zwar fehlt auch hier wie beim HP OmniGo eine Hintergrundbeleuchtung, die Schrift ist aber etwas "kräftiger" und somit auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen noch recht gut lesbar. Im Bildschirm sind linksseitig ständig zu sehen: ein Symbol für die gerade aktive Anwendung, darunter Datum und Uhrzeit, darunter zeigen 2 Balken den Status der Batterie und die Feldstärke des GSM Dienstes an. Tastatur Über die Hilfe-Taste kann man einen Hilfstext anzeigen lassen, bezogen auf das gerade angezeigte bzw. aktive Menü. Der erste Kontakt Und das war's auch schon, jetzt ist man im System drin und kann richtig loslegen ... Das erste Problem Insgesamt muß man sich in die Logik der Tastenbenutzung einmal reindenken, dann kommt man damit klar. Teilweise finde ich es aber heute noch verwirrend. Wo ist der Nokia-Manager? Tel. Weiterhin kann man sich in Untermenüs anzeigen lassen: Gewählte Rufnummern, Angenommene Anrufe, Anrufe in Abwesenheit. Die letzte Zeile des Bildschirms zeigt ein Eingabefeld. Nach Eingabe eines Zeichens werden nur noch die Einträge im Verzeichnis angezeigt, welche mit dem eingegebenen Zeichen beginnen. Sind keine vorhanden, erscheint das Info "kein passender Eintrag". Fax Sinnvoll ist m. E. die Einstellung, daß ein Fax nicht sofort sondern erst auf Verlangen gesendet wird. Komfortabel sind die Möglichkeiten der verschiedenen Einstellungen unter "Faxsperre" und "Faxumleitung". Z. B., das Faxe in bestimmten Situationen automatisch umgeleitet werden oder Faxe in oder vom Ausland nicht angenommen werden. Die Qualität der Faxe ist exzellent. Sowohl die vom Nokia verschicken als auch die damit empfangenen und am Nokia-Bildschirm angezeigten. SMS Internet Mit WWW ist ein Web Browser gemeint. Dieser beherrscht jedoch "nur" HTML 2.0 und versteht Netscape spezifische Befehle nicht. Somit kann der Browser nicht alles anzeigen, was heute im World Wide Web zu finden ist, z. B. keine Tabellen, kein JavaScript. Zwar sind noch viele Seiten anzeigbar, die HTML Befehle neuerer Art enthalten, diese sehen dann aber oft "merkwürdig" und unlesbar aus (gilt auch für den PC, wenn man keinen aktuellen Browser nutzt, wie er z. B. noch in der AOL Software Version 2.5 enthalten ist). Via Telnet kann man sich auf ferne Rechner einloggen, so als ob man direkt vor dem Rechner an der Tastatur sitzt. Wer diesen Internet Dienst kennt, wird ihn gerne und oft nutzen, z. B. zum Administrieren von (Unix, NT-) Servern. Der normale Anwender wird dafür kaum Verwendung haben. Mit dem Terminal kann man sich in normale Mailboxen einwählen. Unterstützt wird nur die VT100 Emulation, aber das reicht hier aus. Es kann eigentlich jede Mailbox angewählt werden, analog aber auch digital (ISDN), so auch T-Online im VT100 Modus! ISDN oder analog ? 0 = none (ISDN Verbindung, V.110 bei 9.600 Baud) 1 = V.21 2 = V.22 3 = V.22bis 4 = V.23 5 = V.26ter 6 = V.32 (max. 9.600 Baud) 7 = autobauding (mobile switching centre selects a compatible modem) Das heißt, wenn das Register 35 den Wert 0 enthält, wird eine ISDN Verbindung nach V.110 aufgebaut. Um einen Connect zu erhalten, muß die Gegenstelle diesen Modus also unterstützen! Wenn das Register den Wert 6 enthält, wird eine normale analoge Verbindung mit 9.600 Baud aufgebaut. Vorgabe ist der Wert 7! Bei Connect-Problemen sollte man den passenden Wert über die Einstellung "Modem-Initialisierung" eintragen. Dort müßte dann folgendes stehen, um z.B. eine analoge Verbindung zu erzwingen:
at&fs35=6
Kontakte In Untermenüs kann man die "Protokolle" einsehen. Im Gesamtprotokoll wird alles aufgezeichnet, was über die Telefonschnittstelle reinkommt bzw. rausgeht: Anrufe, Faxe, Daten, ankommend, abgehend, Telefonnummer (von/an), Datum und Uhrzeit, Dauer. Notizen In den Notizen kann man das Format ändern: aus 3 Fonts auswählen (URW Roman, Sans, Mono), Schriftgröße und -stil verändern, die Ränder definieren. Eine Notiz kann wahlweise als Fax, SMS Mitteilung oder E-Mail verschickt werden. Oder über die IRDA Schnittstelle zu einem passenden Drucker (mit IRDA Empfang) gesendet werden. Kalender System Ferner kann man im System-Menü diverse Grundeinstellungen vornehmen und interne Funktionen abrufen: Sicherheit Dateitransfer Software Sichern / Wiederherstellen Kontakt-Import/Export Kalender-Import/Export Daten-Gesamtlöschen Speicher Info Zubehör Taschenrechner Uhr Ruftoneditor Laut Handbuch werden zusätzlich installierte Anwendungen im Zubehör Menü eingebunden. Bisher ist jedoch außer den beiden o. g. Update-Treibern von Nokia noch nichts erhältlich, so daß ich das nicht testen konnte. Fehlt der Manager? Da die Funktion eines Datei-Managers im Nokia wenig sinnvoll erscheint, dürfte die Tastenlösung eine gute Wahl sein. Das Arbeiten mit dem Communicator Nach anfänglichen kleinen Tasten-Problemen (siehe oben: das erste Problem) wurden keine Schwierigkeiten mehr festgestellt. Die Anwendungen arbeiten gut und stabil. Seitdem ich die GSM Karte habe, nehme ich den Communicator eigentlich immer mit, wenn ich aus dem Haus gehe. Eine passende Tragetasche sollte man auf die Dauer aber schon haben, für die Hemd- oder Jackentasche ist das Gerät doch nicht geeignet; Taschen sind als Zubehör erhältlich. Internet mit dem Communicator INX bietet einen speziellen Service an: die Konfiguration des Internet Zugangs erfolgt voll automatisch über eine SMS Mitteilung! Allerdings mit dem verständlichen Hintergedanken, daß der Anwender das Passwort zum Einloggen nicht bekommt, damit er den sehr preiswerten Pauschal-Zugang nicht zum Dauersurfen über seinen PC benutzen kann - was ich akzeptiere. Bei Problemen kann man Konfigurations-SMS Mitteilung nach Anruf erneut zugeschickt werden. Weiterhin teilt INX dem Kunden über eine SMS mit, daß eine E-Mail für ihn angekommen ist. So loggt man sich nicht unnötig ein und spart auf Dauer Kosten. Übrigens wird auf die vorliegende E-Mail im Display des Handy durch ein Symbol "Briefumschlag" hingewiesen. Pech gehabt ... Nach Auskunft von D2, INX und unseres Lieferanten ist dies nicht normal. Normal hat man auch über das Nokia 9000 einwandfrei, fehlerfreie Datenverbindungen. Derzeit warte ich auf eine Antwort von Nokia Finnland, wie es weitergehen soll. In einer späteren GUP werde ich berichten, wie es weitergegangen ist und wie der Internet Zugang klappt. Ich gehe jedenfalls davon aus, daß das Modemproblem irgendwie gelöst wird. Bilder SDK für den Communicator Mit der Entwicklerumgebung für den Communicator aus dem SDK dürften wohl auch Bildschirm-Fotos möglich sein. Solange müssen wir dann wohl doch noch warten. Experimente mit dem Communicator Beim Versuch, eine kleine GW Ensemble 2.01 Applikation im Nokia zu starten, stürzte das Gerät ab. Nichts ging mehr, ein Hardware Reset (über Tastenkombination) war notwendig. So durfte ich dann auch die Erfahrung machen, daß beim Backup halt nur Dokumente gesichert werden, sonst nichts ... In die andere Richtung, vom Nokia zum PC, konnte man ausschließlich die Texte aus dem Notiz Verzeichnis kopieren bzw. die automatischen Funktionen aus dem System-Menü ausführen. Mehr nicht, keine Chance. Fazit Nach Aussage von Nokia sollen bereits 100.000 (einhunderttausend) Communicator Handys in den 20 Ländern verkauft sein - man könne nicht so schnell produzieren wie verkaufen. Da erst kurz in Deutschland verfügbar, dürften hier erst relativ wenige Geräte in Umlauf sein; als Anhaltspunkt habe ich derzeit nur die Aussage von INX über "einige hundert Nokia Kunden". In jedem Fall ist man bei Nokia intensiv um den Communicator bemüht. Es gäbe noch vieles zu berichten, da aber diese Einführung und ersten Erfahrungen sehr umfangreich geworden sind, verschieben wir es auf einen späteren Artikel. Bei Fragen helfe ich gerne weiter. An einem Erfahrungsaustausch mit anderen Communicator Nutzern bin ich sehr interessiert. Eine spezielle Web Seite für den Nokia 9000 werde ich sobald wie möglich einrichten. Abschließend noch ein Auszug aus der beeindruckenden Liste der Copyrights am Anfang des Handbuchs - fast eine ganze Seite kurz:
(c) ROM-DOS by Datalight (? wofür denn das bei GEOS 3.0)
(c) General Software (Embedded BIOS(tm) Software)
(c) M-Systems Flash Disk Pioneers Ltd.
(TrueFFS Flash File System Software)
(c) Global Village Communications (Class 1 fax driver)
(c) HP Company (HP database engine v1.0)
(c) Morning Star Technologies und weitere ... (PPP software)
(c) Leland Stanford Junior University und weitere ...
(C-client Internet Mail routines)
(c) independent JPEG group (JPEG library)
und: This product includes software developed by the University of California, Berkeley, ...
Thomas Haberland
Produkt Info
Name: Nokia 9000 Communicator
Voraussetzung: GSM Karte mit freigeschaltetem Datendienst
Preise: 2.700 DM mit D2 Classic 3.100 DM ohne Karte
Bestelladresse: GUC Dorsten
Zubehör für den Communicator
KFZ Freisprecheinrichtung 600 DM
mit: KFZ Halterung aktiv, Anschlußbox,
HF-Mikrofon, ext. Lautsprecher,
Stromversorgungskabel, Montagegelenk,
Montageplatte, Montageplatten-Kit
Passivhörer inkl. Hörerauflage 150 DM
Standard-Akku 330 DM
... 900 mAh Lithium-Ion
Akku-Ladestation 100 DM
Ledergürteltasche schwarz 120 DM
* Netzadapter (Schnellladegerät) 50 DM
* Adapter 40 DM
* RS 232 Adapterkabel 40 DM
* Bedienungsanleitung 60 DM
* Ladegerät, Adapter und Kabel gehören zum Lieferumfang des Nokia,
sind aber auch nachbestellbar!
Auch hier gilt bei allen Produkten für GUC Mitglieder: 10% Preisnachlaß!
Kurzlink hierhin: http://geos-printarchiv.de/2520 |
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Letzte Änderung am 01.11.2019 |
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