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GeoWorks ESCAPE - Deutsche Anleitung

Autor: Burkhard Oerttel

GeoWorks-Escape

ist ein Paket mit Zusatz-Applikationen zu GeoWorks, das bereits kurz nach der Einführung der GeoWorks-Version 1.2 an alle registrierten User in den USA versandt wurde, aber leider niemals offiziell auf dem Deutschen Markt erschien. Auf ominösen Wegen gelangten aber dennoch einige Kopien über den Ozean, natürlich nur in englischer Sprache und ohne ausreichende Dokumentation. Für alle, die es gern genauer wissen möchten, sei diese Anleitung gedacht.
Diese Anleitung darf als Public Domain betrachtet werden, das heißt, es ist ohne Einschränkungen erlaubt, diesen Text für nicht gewerbliche Zwecke zu vervielfältigen.
ESCAPE enthält überwiegend Spiele auf GeoWorks-Basis. Die zwei ernsthafteren Anwendungen Clock und Lights Out werden am Schluß dieser Anleitung beschrieben, zunächst soll der homo ludens seine Befriedigung finden.

Die Spiele
Allen Spielen ist gemeinsam, daß sie über ein Game- und ein Options-Menü verfügen. Im Game-Menü finden Sie fast immer die Befehle zum Starten und zum Verlassen des Spiels, in Einzelfällen auch zum Unterbrechen und wieder starten.
In den Options-Menüs gibt es zwei Befehle, die immer wiederkehren: Sound und Save Options. Mit der Option Sound haben Sie die Auswahl, sich das Spielgeschehen mit Geräuschen untermalen zu lassen oder (besonders im Büro zu empfehlen) leise zu spielen. Diese Option hat jeweils drei Auswahlmöglichkeiten. Zu On und Off muß wohl nicht viel gesagt werden, die Alternative Use System Preference orientiert sich an der Option, die Sie in den Voreinstellungen gewählt haben.
Save Options speichert die letzte von Ihnen eingestellte Spielvariante und baut das Spiel in dieser Form wieder auf, wenn Sie es neu starten.
Einige Spiele erlauben es, das Spielergebnis in einer Bestenliste, der "Hall of Fame" festzuhalten; die Ergebnislisten speichen GeoWorks im Verzeichnis SYSTEM\TETRIS unter folgenden Datei-/Dokumentennamen:

   AMATEUR_.000   Amateur Night High Scores
   KLONDIKE.000   Klondike Countdown High Scores
   KLONDIKE.001   Klondike Vegas High Scores
   KLONDIKE.002   Klondike Standard High Scores
   POKER_BI.000   Poker Big Shots
   POKER_HI.000   Poker Hit List
   PYRAMID_.000   Pyramid Winner List

UKI
Viele Computer-Programme bringen Reversi als entspannendes Beiwerk mit, diesem Trend konnte sich wohl auch die GeoWorks-Entwickler-Crew nicht verschließen und reicht mit ESCAPE nun eine Reversi-Variante Namens Uki nach.
Bei Uki kommt es darauf an, durch geschicktes Plazieren eines eigenen Spielsteins die gegnerischen Steine in einer Reihe, Spalte oder Diagonalen einzuschließen und damit zu eigenen zu machen. Sieger ist, wer am Schluß die meisten Steine auf dem Spielfeld hat.
Zu Beginn des Spiels sind vier Steine in zwei unterschiedlichen Farben als Quadrat in der Bildmitte vorhanden. Der erste Spieler (grüne bzw. im monochromen Modus weiße Seine) setzt nun den Mauszeiger, der hier eine besonders eigenwillige Form hat, auf ein freies Feld und klickt. Es sind nur Felder zugelassen, die über einen oder eine aufeinanderfolgende Reihe gegnerischer Steine in gerader Linie zu einem Stein der eigenen Farbe führt. Anschließend werden sofort die eingeschlossenen gegnerischen Steine umgefärbt und der zweite Spieler ist am Zug. Achten Sie auf die "Pupillen" des Mauszeigers: Sie zeigen an, welcher Spieler am Zug ist. Am oberen Fensterrand wird die Anzahl der Steine pro Spieler registriert.
Wenn Sie allein gegen den Computer spielen möchten, wählen Sie Play First oder Play Second im Options-Menü. Je nach gewählter Option startet der Computer das Spiel oder wartet zunächst auf Ihren Zug, nachdem Sie auf Start New Game im Game-Menü geklickt haben. Es ist leichter, zu gewinnen, wenn man zuerst zieht. Mit der Option Computer vs. Computer lassen Sie den Computer einen Schaukampf gegen sich selbst vorführen.
Uki wäre keine GeoWorks-Variante dieses Spiels, wenn es nicht noch über einige zusätzliche Extras verfügen würde. Mit Change Board Size im Options-Menü lassen sich die Abmessungen des Spielfeldes im Bereich zwischen 6x6 und 18x18 frei wählen; mit Obstacles veranlassen Sie das Programm, einige Hindernisse ins Spielfeld einzubauen, die die Übersicht und damit Ihre Gewinnchancen erheblich schmälern.
Wenn Sie gar nicht mehr weiterwissen, betätigen Sie doch mal Computer Hint im Game-Menü. Sie erhalten dann einen Tip vom Computer, wo er an Ihrer Stelle den nächsten Stein setzen würde. Aber Vorsicht: Dieses Programm ist heimtückisch und verrät nicht unbedingt die bestmöglichen Züge!

PUZZLE
Dieses Spiel ist wohl jedem bekannt, früher war es in Wundertüten, in Cornflakes-Packungen und als Schlüsselanhänger häufig anzutreffen. In einem Quadrat von 4 mal 4 Feldern müssen 15 kleine Quadrate in die richtige Reihenfolge geschoben werden. Da als Ausweichstelle immer nur eine Position zur Verfügung steht, kann das bei entsprechend gut vertauschten Spielsteinen einigermaßen kompliziert werden.
Am Bildschirm bietet ein solches Spiel natürlich mehr Abwechselung, weil die virtuellen Spielsteine unterschiedliches Aussehen annehmen können. In der Grundeinstellung meldet sich Puzzle mit numerierten Spielsteinen - für Puristen durchaus brauchbar, zumal man die Farben der Spielsteine und der Zahlen noch verändern kann, wenn man im Options-Menü Background oder Text Color aufruft. Die Background-Optionen haben aber noch mehr zu bieten, denn Sie dürfen aus einigen mitgelieferten Motiven eines für die Spielfeldgestaltung aussuchen.
Sie starten das Spiel mit Shuffling im Game-Menü, das Programm verwirbelt nun die 15 Spielsteine. Je nach Wahl der Schwierigkeitsstufe im Shuffle Level des Options-Menüs werden die Steine mehr oder weniger heftig gemischt.
Verschieben können Sie Spielsteine, indem Sie den zu verschiebenden mit der Maus anklicken, er rutscht dann in das freie Feld hinein. Auch mehrere können gleichzeitig verschoben werden, wenn geradlinig das freie Feld erreichbar ist.
Wenn Sie sich zu sehr verrannt haben, erreichen Sie die Ausgangs-Situation mit Reset im Game-Menü. Sie können dann versuchen, auf einem anderen Weg zur Lösung zu kommen.
Bei der Wahl der Bildmotive sind Sie nicht auf die vorgegebenen angewiesen. Es lassen sich beliebige Bilder aus der Zwischenablage einlesen, wenn Sie in der Background-Option den Knopf Get Background from Clipboard anklicken. Zuvor müssen Sie natürlich ein geeignetes Bild mit GeoDraw oder dem Sammelalbum in die Zwischenablage gebracht haben.
Ist das Bild aus der Zwischenablage zu groß, wird es "passend zurechtgestutzt": Alles was rechts oder unten übersteht, wird nicht zur Gestaltung des Spielfeldes herangezogen. Sie können aber auch gleich ein Bild in passender Größe vorbereiten. Das Setup-Programm von ESCAPE hat Ihnen dazu ein GeoDraw-Dokument mit dem Namen Puzzle Background Template ins Verzeichnis DOCUMENT kopiert. Diese Vorlage enthält einen Rahmen, der der Spielfeldgröße von Puzzle entspricht. Bringen Sie Ihr Bild (nachdem Sie alle Objekte verbunden haben) auf passende Größe und kopieren es dann in die Zwischenablage, rufen anschließend Puzzle auf und holen es dort als Motiv wieder aus der Zwischenablage heraus.
Ähnlich wie bei der Eigenkonstruktion von Bildschirm-Hintergrundmotiven, vergeben Sie einen Namen für Ihr Bild, unter dem es im Verzeichnis SYSTEM\TETRIS\PUZZLE abgelegt und jederzeit von der Puzzle-Applikation genutzt werden kann. Die Ähnlichkeit der Bedienungsweise von Puzzle- und Bildschirmhintergründen ist nicht von ungefähr. Beide besitzen das gleiche Dateiformat. Deshalb können Sie Puzzle-Motive durch Kopieren nach SYSTEM\BACKGRND auch als Hintergrundmotive für Ihren Bildschirm einsetzen und umgekehrt. Auch das PCX-Konvertierungsprogramm BKGD2PCX von Marcus Gröber (auch enthalten in den GeoTools) ist zur direkten Konstruktion von Puzzle-Motiven aus PCX-Grafiken verwendbar.
Wenn Sie auf dem schönen bunten Puzzle-Bild die Zahlen stören, können Sie die mit der Numbers-Option auch ausblenden. Bei abstrakten Motiven kann es aber sein, daß Sie dann die Übersicht verlieren.

AMATEUR NIGHT
Dieses Spiel ist eine wirklich gelungene, einigermaßen pazifistische Adaption eines "Baller-Spiels".
Auf der Kleinkunstbühne ist heute Amateur-Abend, ein besonderes Ereignis für das Publikum, das zu solchen Abenden immer mit weitwurfgeeignetem Gemüse antritt. Aber Sie als der für diese Veranstaltung verantwortliche Manager haben sich darauf vorbereitet und werden heute abend Ihre Möchtegern-Artisten schützen, denn Sie haben zwei Gemüse-Abwehr-Geschütze des Typs VeggieBlaster XT-1200 am Bühnenrand installieren lassen. Die Bedienung dieser Geräte ist denkbar einfach: Mit der Maus plazieren Sie ein Fadenkreuz und feuern mit der linken oder rechten Maustaste ein Abwehrgeschoß; die linke Maustaste löst das linke Geschütz aus, und - ja, richtig geraten - die rechte Maustaste das rechte Geschütz. An der Stelle, an der sich das Fadenkreuz zum Zeitpunkt der Auslösung befand, explodiert das Geschoß und löst alles von oben herabregnende Gemüse in unschädlichen Staub auf, wenn es in den Explosionskreis gerät. Mehr noch: Auch die Staubwolken, die die aufgelösten Gemüse erzeugen, führen zu einer Kettenreaktion bei den nachfolgenden Wurfgeschossen des Publikums.
Sie starten ein neues Spiel mit Start new game im Game-Menü. Zunächst wird ein Witz in einer Dialogbox eingeblendet, sozusagen als Ersatz für eine Conference. Manche dieser Witze (die Sie übrigens in der Datei JOKES.TXT im Verzeichnis SYSTEM\TETRIS finden und dort gern "nacharbeiten" dürfen) sind so blöd, daß man es dem Publikum nicht verdenken kann, wenn es mit Eßbarem nach der Bühne wirft.
Diese Witz-Box erscheint auch zwischen den einzelnen Akten der Vorführung und verschafft Ihnen Verschnaufpausen, denn es geht erst weiter, wenn Sie über den Witz gelacht haben, sprich: den "Ha-Ha"-Knopf angeklickt haben. Sie können aber auch diese Conference abschalten, indem Sie im Options-Menü den Schalter Show Jokes neutralisieren. Dann aber haben Sie nur sehr kurze Pausen zwischen den einzelnen Akten. Nach einer kurzen Verzögerung beginnt das Publikum mit dem Gemüse-Bombardement - kleine grüne Punkte erscheinen am oberen Bildrand und regnen auf Ihre Künstler herab. Nun ist es an Ihnen, die Abwehrkanonen zu justieren (mit der Maus das Fadenkreuz auszurichten) und jeweils von rechts oder von links zu feuern. Bedenken Sie beim Zielen, daß Ihre Abwehrgeschosse ein wenig Zeit benötigen, um an das Ziel zu gelangen: Sie müssen also immer ein wenig tiefer halten, um die Explosionen wirkungsvoll zu setzen.
Sie müssen nicht warten, bis ein Geschoß explodiert ist, um erneut zu feuern. Die Abwehrgeschütze sind leistungsfähig genug, um kurz nacheinander mehrfach zu feuern. Anfangs haben Sie 40 Schuß pro Auftritt zur Verfügung, Ihr Potential an Geschossen wird rechts unten angezeigt.
Auch wenn Sie nicht alle Wurfgeschosse abfangen können, ist das nicht unbedingt tragisch zu nehmen, denn auf den Boden fallende Gemüse richten keinerlei Schaden an. Nur wenn sie einen Ihrer sechs Artisten treffen, also den Scheinwerferkegel berühren, hat das fatale Folgen, denn dann geht der Künstler unweigerlich zu Boden und seine Darbietung bleibt dem Publikum vorerst erspart.
Von Akt zu Akt, gleichzusetzen mit den bei Computerspielen üblichen Levels (35 sind es insgesamt), steigert sich die Wurffreude Ihrer Zuschauer, die Gemüse fliegen schneller und irgendwann kommen auch die faulen Tomaten zum Einsatz, erkennbar als dicke rote Flugobjekte. Die sind übrigens nicht so leicht aus dem Verkehr zu ziehen wie das einfache (grüne) Gemüse. Tomaten müssen exakt getroffen werden, wenn Sie pulverisiert werden sollen. Geraten sie nur in die Ausläufer einer Explosion, prallen sie lediglich ab und setzen dann ihren Flug fort.
Die Anzahl der verfügbaren Abwehrgeschosse nimmt von Akt zu Akt ab. In den oberen Levels müssen Sie schon einigermaßen ökonomisch damit umgehen, um Ihre Artisten zu schützen.
Für Ihre Mühen werden Sie aber auch belohnt: jedes abgeschossene Gemüse bringt 100 Punkte, pro zerstörter Tomate gibt es sogar 200 Punkte. Haben Sie am Ende eines Aktes noch Geschosse übrigbehalten, erhalten Sie auch noch 10 Bonuspunkte pro Geschoß, und wenn Sie einen oder mehrere Ihrer Künstler über einen Akt hinübergerettet haben, gibt es weitere Bonuspunkte: 100 für den ersten, 200 für den zweiten 300 für den dritten etc.
Damit es sich auch wirklich lohnt, lassen jeweils 20.000 Punkte einen "abgeschossenen" Künstler wieder aufstehen und sein Programm fortsetzen, allerdings können immer nur maximal 6 zugleich auf der Bühne stehen. Sollte die Bühne bereits voll sein und Sie einen siebten Bonus-Artisten erringen, wartet der hinter der Bühne, bis ein Kollege getroffen wird und springt dann für ihn ein. Aber nur ein solcher Reserve-Künstler ist möglich, Sie können sich keinesfalls ein "Reservoir" hinter der Bühne anlegen.
Das Spiel ist beendet, wenn am Ende eines Aktes kein Künstler mehr aktionsfähig ist. Wird Ihnen das Spiel zu hektisch, können Sie es mit Pause game im Game-Menü aussetzen und später mit Continue game wieder fortsetzen. Ein Spiel vorzeitig zu beenden ermöglicht der Befehl Abort Current Game im Game-Menü oder ein Doppelklick auf den Steuerknopf des Fensters.
Wenn Sie fortgeschrittener Spieler sind, wird es Ihnen nur noch wenig Freude bereiten, mit den ersten Levels zu spielen, weil sie einfach zu einfach werden. Im Options-Menü finden Sie einen Befehl Set Starting Act, dort können Sie einstellen, daß Sie mit einer höheren Spielstufe beginnen möchten.
In den höheren Spielstufen empfiehlt es sich übrigens, gleich zu Beginn, noch bevor das erste Gemüse auftaucht, den oberen Bühnenrand mit "Sperrfeuer" zu belegen. Die daraus resultierende Kettenreaktion ist aufgrund der dichten Wurffolge sehr wirkungsvoll und läßt nur noch wenige Geschosse durch, die Sie dann einigermaßen ungestreßt mit gezielten Schüssen abfangen können. Wenn es in den oberen Spielstufen zu hektisch wird, sollten Sie sich besser auf den Schutz eines Akteurs konzentrieren, statt alle durchzubringen zu versuchen, denn zum Gewinnen reicht es, am Schluß des 36. Akts wenigstens einen Künstler noch aufrecht auf der Bühne zu haben.

Die Kartenspiele
Zu den Spielen gehören drei Kartenspiele, auch bei ihnen finden sich einige gleiche Optionen: Change Card Backs läßt Ihnen die Auswahl zwischen unterschiedlichen Kartenrücken. Diese Option ist schon vom Solitair aus dem Standard-Lieferumfang bekannt, besitzt bei ESCAPE aber einige weitere Motive. Fade Cards blendet die Karten "soft" ein; ist diese Option abgeschaltet, erscheinen die Karten schneller, aber ohne Effekt auf dem Bildschirm, auch diese Option kennen Sie vermutlich schon von Solitair, das zum Standard-Lieferumfang von GeoWorks gehört. Solitaire ist auch Bestandteil von ESCAPE, aber mit einigen neuen Optionen versehen. Da es wenig Sinn macht, nur die Ergänzungen zu beschreiben, hier die komplette Anleitung für diese Patience:

SOLITAIRE
Bei Solitaire handelt es sich um eine Variante der Klondyke-Patience, einer der bekanntesten Patiencen - zumindest jenseits des Großen Teiches. Sobald Sie doppelt auf das Symbol von Solitaire klicken, richtet diese Applikation den Bildschirm als Spieltisch her und gibt die Karten. Ausgegeben werden sieben unterschiedlich hohe Stapel verdeckter Karten, die oberste liegt jeweils offen. Der Reststapel (Talon) liegt verdeckt links oben, daneben vier freie Ablagepositionen. Ihre Aufgabe besteht darin, auf diesen vier Ablagepositionen die Karten zu sortieren. Jeweils zuunterst liegt ein As, darauf in aufsteigender Reihenfolge die anderen Karten der gleichen Reihe, also Kreuz As, Kreuz 2, Kreuz 3 etc. bis zum Kreuz König. Da Sie das kaum sofort erreichen können, lassen sich die Karten unten auf den Stapeln vorsortieren, hier gelten aber ganz andere Bedingungen: Die Karten müssen absteigend sortiert liegen, also kleinere Werte auf größeren, außerdem muß die Farbe von Karte zu Karte wechseln, das heißt Sie können z.B. eine Kreuz 8 auf eine Karo 9 oder Herz 9 legen, nicht aber auf eine Pik 9. Auf den blanken Tisch kann nur ein König gelegt werden, alle anderen Werte müssen eine Karte unter sich haben.
Beim Kartenumlegen ist wieder die Maus behilflich: Gehen Sie mit dem Mauszeiger auf eine Karte Ihrer Wahl, klicken Sie links und halten Sie die Maustaste fest, so können Sie die Karte an ihren neuen Platz legen und loslassen. Paßt sie nach den Spielregeln dort nicht hin, legt GeoWorks die Karte wieder an ihren alten Platz zurück, Schummeln ist unmöglich. Verdeckte Karten drehen Sie um, indem Sie sie anklicken. Eigentlich ganz einfach. Auch ganze Kartenstapel können Sie so transportieren: Bewegen Sie den Mauszeiger auf den sichtbaren Rand einer aufgedeckten Karte, auf der bereits andere Karten liegen, dann können Sie mit gedrückter Maustaste den ganzen daraufliegenden Stapel an eine andere Position ziehen. Solitaire läßt sich in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden spielen, die sich mit Level und Scoring im Options-Menü einstellen lassen. Anfangs sollten Sie aus dem Levels-Untermenü den Beginner-Modus wählen, denn dort wird Ihnen beim Anklicken einer Karte gezeigt, wo sie abgelegt werden kann; in den anderen Modi sind Sie dann auf sich allein gestellt. Ebenfalls für den Neuling ist zu empfehlen, die Option No Scoring im Options-Menü zu wählen, weil damit der Streß, gute Punktzahlen zu erreichen, entfällt.
Haben Sie eine offene Karte von einem der Stapel weggenommen, so können Sie die oberste verdeckte Karte durch Anklicken umdrehen. Es ist auch möglich, komplette offenliegende Stapel der unteren Reihe oder Teilstapel umzulegen, wenn eine passende Position für sie gefunden ist. Wenn Sie sich geirrt haben, können Sie den jeweils letzten Kartenzug zurücknehmen, indem Sie Undo im Game-Menü klicken. Geht mit den offenen Karten nichts mehr, können Sie sich vom Reststapel weitere Karten geben lassen. Dabei werden immer eine, zwei oder drei Karten umgedreht (abhängig von der Option, die Sie gewählt haben), die in der aufliegenden Reihenfolge untergebracht werden müssen, entweder direkt auf den endgültigen Stapeln oben oder zwischengelagert unten.
Ist auch der Talon aufgebraucht, können Sie ihn (unter Punktabzug) durch einen Klick auf das abgeräumte Feld wieder umdrehen und erneut aufdecken, bis die Patience aufgeht oder gar nichts mehr anzulegen ist.
Es ist schwer, alle Karten unterzubringen. Wenn also nichts mehr geht, seien Sie nicht verbittert, wählen Sie einfach ein neues Spiel, vielleicht klappt's beim nächsten Mal. Haben Sie es aber geschafft, belohnt Sie das Programm mit einem Kartenreigen und einer "angemessenen" Kartenrückseite in der nächsten Spielrunde.
Die Beginner-Spielstufe erlaubt Ihnen einige Hilfsgriffe, die in den höheren Spielstufen nicht mehr erlaubt sind: So lassen sich Karten von den vier oberen Stapeln wieder auf die unteren Stapel zurückholen, falls Sie sie dort hilfsweise benötigen. Auch haben Sie nur in den beiden einfacheren Stufen die Möglichkeit, die unteren Stapel zu teilen und - selbstverständlich nur an passender Stelle - auf andere Stapel zu plazieren.
Wählen Sie die Spielstufe Intermediate, so müssen Sie mit der abzulegenden Karte schon mindestens den Stapel, auf den diese Karte paßt, berühren, bevor Ihnen durch Invertieren des Stapels angezeigt wird, daß die Karte hier abgelegt werden kann. Das Rückholen von Karten von den Schlußstapeln geht nicht mehr, aber Sie dürfen auch in dieser Stufe noch die unteren Stapel teilen.
In der Spielstufe Advanced schließlich erhalten Sie überhaupt keine Unterstützung mehr, sie erkennen die Zulässigkeit eines Zuges erst dann, wenn die Karte an ihrer neuen Position liegenbleibt. Die zusätzlichen Möglichkeiten von Beginner und Intemediate fehlen in dieser Spielstufe natürlich ebenfalls.
Auch mit der Einstellung How many cards to draw haben Sie die Auswahl zwischen unterschiedlichen Spielstärke-Stufen, vom Talon werden entweder drei, zwei oder nur eine Karte gezogen. Letztere Variante ist am einfachsten zu spielen.
Für die Punktezählung haben Sie in der mit Scoring im Options-Menü zu öffnenden Dialogbox insgesamt fünf Auswahlmöglichkeiten. Mit No Scoring verzichten Sie auf eine Punktezählung, können sich dann aber auch nicht in die Hall of Fame eintragen lassen, wenn Sie eine Patience gelöst haben.
Die Standard-Spielweise ist Standard (Timed). Hierbei gibt es nicht nur Punkte beim Plazieren der Karten, sondern auch Punktabzug, wenn Sie sich zuviel Zeit zum Überlegen lassen. Die Zeit beginnt zu laufen, wenn Sie die erste Karte anklicken.
Hier die komplette Zählweise:

pro 10 Sekunden Untätigkeit -1
eine Karte auf einen oberen Stapel gebracht +10
eine Karte auf einen unteren Stapel gebracht + 5
eine Karte auf einem unteren Stapel umgedreht + 5

Wenn Sie den Talon umdrehen, gibt es ebenfalls Punktabzug, in welcher Höhe, ist abhängig vom Spielmodus: Bei drei aufgedeckten Karten ist es am "billigsten", da werden Ihnen bei den ersten vier Wendungen jeweils zehn Punkte abgezogen, bei weiteren Wendungen dann immer noch mal 10 Minuspunkte drauf, also 20 beim fünften Mal, 30 beim sechsten etc.
Im Zwei-Karten-Modus verdoppeln sich die Minuspunkte des Drei-Karten-Modus, außerdem setzen die Aufschläge (jeweils 20) schon nach dem dritten Wenden ein, die Reihe lautet also 20, 20, 20, 40, 60, ... Lassen Sie immer nur eine Karte ziehen, wird das Wenden echt teuer: 30 Punkte Abzug bei den ersten beiden Malen und dann weiter mit 60,90 und so fort. Wählen Sie die Zählweise Standard (Untimed), unterscheidet sich die Punktezählung nur dadurch, daß Ihre Bedenkzeit nicht mit Strafpunkten belegt wird.
Als verschärfte Spielform gibt es noch die besondere Punktezählung nach dem Vegas-System. Dort beginnen Sie mit 52 Minus-Punkten Ihr Spiel. Das Ablegen auf den oberen vier Stapeln bringt Ihnen nur 5 Punkte ein, andere Chancen, Punkte zu machen, haben Sie nicht. So wird es recht schwierig, eine positive Punktzahl zu erreichen.
Ein neues Spiel übernimmt die Punktzahl von der letzten Runde, egal ob positiv oder negativ, zieht aber auf jeden Fall den 52er Startwert ab.
Das Wenden des Talons kostet hier zwar keine Punkte, ist aber begrenzt, abhängig von der Zahl der gezogenen Karten: Soviele Karten auf einmal gezogen werden, sooft läßt sich der Talon wenden.
Die letzte Spielvariante ist der Countdown. Hierbei gibt es keine Punkte, stattdessen spielen Sie ausschließlich gegen die Zeit. Voreingestellt ist eine Spieldauer von 7 Minuten. Sie können Sie aber mit Set Countdown Time im Options-Menü verkürzen oder verlängern.
Das Ziel dieser Spielform ist es, innerhalb des Zeitlimits die Patience aufzulösen. Schaffen Sie dieses Ziel nicht, erscheint eine Dialogbox, die Ihnen entweder erlaubt, nach einem Klick auf Continue das Spiel wie ein Standard (Untimed) zu beenden oder mit Re-Deal neu zu beginnen.
In den Spielen auf Zeit lassen sich noch einige Punkte erzielen, wenn Sie kurz vor Schluß, also wenn alle Karten sortiert auf den unteren Stapeln liegen und nur noch auf die oberen Stapel verschoben werden müssen, den Knopf Autofinish in der unteren rechten Bildschirmecke anklicken. Das Programm räumt dann für Sie den Spieltisch ab, das geht schneller und bewahrt Sie vor Punktverlusten. Relativ unscheinbar ist die Option Outline dragging/Full Card dragging. Bei Aktivierung dieser Option, bleibt eine Karte beim Bewegen zunächst an ihrem Ausgangspunkt liegen, über den Bildschirm bewegt sich nur ein Rechteck in Größe der Karte. Mit dem Umschalten auf Full Card dragging erreichen Sie den optisch schöneren Effekt, daß das komplette Kartenbild beim Bewegen erhalten bleibt.
Wegen der sehr unterschiedlichen Zählweisen der einzelnen Spiel-Varianten verfügt Solitaire über mehrere Bestenlisten, je eine für die Standard-Zählung, für die Vegas-Zählung und für das Countdown-Spiel. Sie erkennen die drei Dateien im Verzeichnis SYSTEM\TETRIS am Namen KLONDIKE. Da bei der Standard-Variante noch unterschieden werden muß zwischen der mit Strafpunkten für zu langes Überlegen und der zeitlich unbegrenzten Version, speichert die Liste nicht nur die erreichten Punkte, sondern auch die benötigte Zeit.

PYRAMID
Wem Solitair als Patience selbst in der schwersten Stufe noch zu leicht ist, kann sich gern an der Pyramiden-Patience versuchen, denn bei diesem Spiel kommt man nur selten ans Ziel.
Auf dem Spieltisch werden pyramidenförmig 28 Karten ausgelegt, am unteren Rand befindet sich der verdeckte Talon mit zwei Ablagefeldern daneben. Ziel des Spiels ist es, den Tisch freizubekommen, indem jeweils zwei Karten markiert werden, deren Werte addiert 13 ergeben. Die Zahlenkarten haben den Wert, den sie zeigen, Bube 11, Dame 12, König 13, As 1. Markiert werden können per Mausklick immer nur Karten, die frei liegen, also nicht von anderen Karten teilweise verdeckt werden. Könige besitzen schon den Wert 13, benötigen also keine Partnerkarte und verschwinden vom Tisch, wenn man sie allein anklickt.
Sind in der Pyramide keine geeigneten Paare erreichbar, decken Sie den Talon kartenweise auf, die erste Karte wird im mittleren Ablagefeld aufgedeckt. Auch aufgedeckt neben dem Talon liegende Karten dürfen zur Paarbildung herangezogen werden. Weiteres Klicken auf den Talon fördert weitere Karten für das Mittelfeld zutage, die Karte vom Mittelfeld wandert aufgedeckt auf den Stapel im rechten Ablagefeld.
Also recht simple Spielregeln für ein sehr schwierig zu gewinnendes Spiel. Irgendwelche Punkte oder so gibt es nicht zu erzielen, man kann schon froh sein, wenn man eine Pyramide überhaupt auflöst. Dann wird in der Hall of Fame lediglich Ihr Name und das Datum eingetragen.
Wenn Sie sich das Spiel zusätzlich noch erschweren möchten, lassen sich mit Hide Covered Cards im Options-Menü die aktuell nicht greifbaren Karten auch noch umdrehen; Sie geben sich damit der Möglichkeit, vorausschauend zu spielen.
Und wenn es Ihnen zu langweilig wird, immer auf 13 zu spielen, benutzen Sie doch mal die Option Sum Cards to 14. In dieser Variante ist die Zielsumme 14, die Könige lassen sich also nicht einfach so weglegen, sondern benötigen ein As zur Ergänzung, außerdem sind Siebenen nur paarweise auszusondern, also auch ein wenig schwieriger.

GEOPOKER
Ein dunkles Hinterzimmer: Über einem kleinen, runden Tisch scheint eine grelle Schirmleuchte auf einen Haufen Dollarnoten, Männer mit verbissenen Gesichtern halten Spielkarten in verkrampften Fingern und fixieren mit den Augen ihre Mitspieler durch die rauchverhangene Luft.
Diese typische Pokerszene aus alten amerikanischen Filmen bekommen Sie nicht zu sehen, wenn Sie das GeoPoker-Symbol doppelklicken. Auch dieses Kartenspiel findet auf dem dezenten, grünen Tuch der GeoWorks-Spieltische statt, Sie haben auch keine Gegenspieler, sondern spielen für sich allein gegen die Bank (=Ihren Computer). Aber auch hier geht es um Geld, zum Glück nicht um Bares. Ihr virtueller Kontostand (zu Beginn 100 $ als Leihgabe der Bank) wird links unten angezeigt. Vor jeder Ausspielung müssen Sie einen Betrag setzen, dazu benutzen Sie das numerische Eingabefeld in der Mitte. Hier wird die Mixtur aus deutscher GeoWorks-Oberfläche und amerikanischer Applikation deutlich, denn Ihr Kontostand wird in der von Ihnen mit den Voreinstellungen International gewählten Währung angezeigt, während das Setzfeld die (von der Applikation mitgebrachte) feste $-Kennung besitzt.
Haben Sie den zu setzenden Betrag eingegeben oder gewählt, lassen Sie sich von der Bank Karten geben; dazu betätigen Sie den Knopf neben dem gesetzten Betrag oder klicken auf den Talon.
Ihnen werden nun 5 Karten präsentiert, Ihre Aufgabe ist es, eine der Kombinationen zu erhalten, die oben neben dem Talon angezeigt werden:
Five of a Kind (fünf Karten gleichen Wertes, nur möglich, wenn Sie mit Jokern/Wildcards spielen - siehe weiter unten), z.B. vier Damen + ein Joker oder drei Neunen + zwei Joker;
Straight Flush (fünf Karten einer Farbe in ununterbrochener Reihenfolge), z.B. 7, 8, 9, 10, Bube, alle Herz;
Four of a Kind (vier Karten gleichen Wertes), z.B. vier Damen oder vier Neunen;
Full House (drei Karten eines Wertes + 2 Karten eines anderen Wertes), z.B. drei Buben und zwei Achten;
Flush (alle fünf Karten in der gleichen Farbe), z.B. alle Pik;
Straight (fünf Karten in ununterbrochener Reihenfolge, aber unterschiedlicher Farbe), z.B. Kreuz 7, Herz 8, Pik 9, Kreuz 10, Karo Bube;
Two Pair (zwei Paare), z.B. zwei Damen und zwei Fünfen, die fünfte Karte wird nicht berücksichtigt;
Three of a Kind (drei Karten gleichen Wertes), z.B. drei Könige, die anderen beiden Karten werden nicht berücksichtigt;
Jacks or Better (mindestens zwei Buben oder zwei gleiche Karten eines höheren Wertes), gilt nicht beim Spiel mit Jokern.
Nun werden Sie wohl in den seltensten Fällen gleich beim ersten Geben eine solche Kombination erhalten, deshalb wird Ihnen eine zweite Chance eingeräumt: Sie können beliebige Ihrer fünf Karten abgeben und dafür neue von der Bank erhalten. Jene Karten, die Sie zurückgeben möchten, markieren Sie, indem Sie einmal mit der Maus daraufklicken, die Karte wird daraufhin gewendet. Haben Sie alle zu tauschenden Karten umgedreht, klicken Sie auf den Talon, dann werden Ihnen die umgedrehten Karten in neue umgetauscht. Jetzt muß aber eine der genannten Kombinationen erzielt sein, anderenfalls haben Sie Ihren Einsatz verloren. Ist bereits in den zuerst gegebenen Karten eine für Sie günstige Kombination enthalten und Sie glauben auch nicht, sie verbessern zu können, klicken Sie auf den Talon, ohne eine Karte umgedreht zu haben. Die Schrift über dem Talon zeigt Ihnen immer an, welche Wirkung ein Klick auf den Talon haben wird: Deal für Karten geben, Draw für Karten austauschen und Keep these für abschließen ohne Austausch.
Die Bank (das Programm) zeigt Ihnen die höchste erreichte Kombination in der Tabelle neben dem Talon an, der Gewinn wird Ihnen sofort im Feld rechts unten und auf Ihrem Konto gutgeschrieben. Je nach Wert der Karten-Kombination fällt Ihr Gewinn mehr oder weniger reichlich aus.
Mit einem Klick auf den Knopf neben dem Gewinnfeld setzen Sie Ihren letzten Gewinn komplett für die nächste Runde, Sie können aber auch ganz normal im Setz-Feld Ihren nächsten Einsatz eintragen oder wählen.
Eine Erleichterung beim Erzielen gewinnträchtiger Kombination bringt das Spielen mit Jokern (Wildcards). Joker ersetzen eine beliebige Karte, so können Sie z.B. Two Pairs zum Full House aufwerten, wenn die fünfte Karte ein Joker ist.
Im Options-Menü finden Sie drei Einstellungen zu den Wildcards: eine ohne Joker, das ist die Vorgabe-Einstellung, eine mit zwei "echten" Jokern und eine mit den Zweien (Deuces) als Joker, damit haben Sie also vier Joker statt nur deren zwei zur Verfügung.
So schön es ist, mit Jokern zu spielen, einen Pferdefuß haben diese beiden Optionen aber auch, denn die Gewinne liegen beim Spiel mit Jokern niedriger, bei der Benutzung von Zweien als Joker sinkt der Multiplikator noch tiefer. Außerdem gilt Jacks or Better nicht mehr, wenn Sie mit Jokern jedweder Art spielen.
Die Gewinnchancen:

Blatt Einsatz mal ...
  ohne Joker mit Joker mit Zweier-Jokern
Five of a Kind - 100 50
Straight Flush 100 50 20
Four of a Kind 50 20 10
Full House 20 10 8
Flush 8 6 4
Straight 5 4 2
Three of a Kind 3 2 1
Two Pairs 2 1 1
Jacks or Better 1 - -

Kommen wir noch mal zurück zum Anfangs-Szenario: Zum echten Pokertisch gehören selbstverständlich mehr oder weniger hohe Schuldscheine; auch GeoPoker kennt diese Einrichtung, nur daß Ihnen hier der Kredit nicht von dubiosen Zockern gewährt wird, sondern von der Bank. Sobald Ihr Guthaben "abgeräumt" ist, bietet Ihnen die Bank einen Kredit über weitere 100 $ an, mit denen Sie Ihr Spiel fortsetzen können. Bejahen Sie das Angebot und wählen Sie im Game-Menü den Befehl Borrow 100 $. Natürlich müssen Sie den Schuldschein auch zeichnen, indem Sie Ihren Namen in die Dialogbox eintragen. GeoPoker merkt sich seine Pappenheimer! In der Hall of Shame, dem Gegenteil der Hall of Fame, werden Sie als säumiger Zahler registriert!
Meinen Sie, genug gewonnen zu haben, wählen Sie Cash Out im Game-Menü. Ausgezahlt wird aber nur, wenn Ihr Kontostand mehr als $ 100 beträgt, denn Ihre ersten $ 100 hatten Sie ja von der Bank geliehen bekommen. Zwar wird Ihnen an diesem virtuellen Spieltisch nichts ausgezahlt, aber Sie dürfen sich mit Ihrem Gewinn in die Siegerliste eintragen. Die "Nützlinge".
Auch wenn nicht vorrangig auf das Spielerische ausgrichtet, verzichten die beiden nützlichen Programme von GeoWorks ESCAPE nicht auf "neckische Extras".

CLOCK
Zwar gehört von jeher zum Standard-Lieferumfang von GeoWorks schon das Kalenderprogramm GeoPlanner, das auch Wecker-Funktionen übernehmen kann, aber vielen Nutzern ist das nicht genug, man möchte doch eine "richtige" Uhr oder sonst irgendwie eine Zeitanzeige am Bildschirm vorfinden. Mit Clock wurde ein solches Programm nun nachgeschoben und - wie es sich für GeoWorks gehört - mit interessanten Optionen ausgestattet.
Clock enthält drei Uhrenvarianten: eine analoge, also die übliche runde Uhr mit Zeigern, eine digitale und Herman. Herman ist die wohl interessanteste Version, eine Verwandschaft zur "Mengenlehre-Uhr" auf dem Berliner Kurfürstendamm ist nicht zu verleugnen.
Wenn Sie Clock per Doppelklick aus dem GeoManager heraus gestartet haben, erscheint in der Grundeinstellung die digitale Uhr in der rechten unteren Bildschirmecke. Außerdem meldet sich diese Applikation mit einem Einstell-Fenster mitten auf dem Bildschirm, in dem Sie Ihre persönlich angenehmste Uhren-Version konfigurieren können. Die Uhren-Varianten finden Sie in der Auswahlliste in der Mitte des Fensters, dort sind vier Fassungen aufgeführt; zusätzlich zu den schon genannten noch Skeleton. Dabei handelt es sich um eine Abart der Digital-Uhr ohne Hintergrund, die Zahlen dieser Zeitanzeige "schweben" ohne Rahmen frei auf dem Bildschirm.
Jenachdem welche Uhr Sie ausgewählt haben, unterscheiden sich die angebotenen Einstelloptionen. So können Sie bei den beiden Digital-Versionen wählen, ob Sie die 12- oder 24-Stunden-Anzeige wünschen. Dennoch wird ein Betätigen des zugehörigen Radio-Buttons vermutlich keine Auswirkungen zeigen, denn diese Auswahlmöglichkeit besteht nur, wenn Sie in den Voreinstellungen (Bereich International) das Zeitformat auf 12-Stunden-Anzeige gestellt haben. Eine 24-Stunden-Anzeige in den Voreinstellungen (im deutsch-sprachigen Raum wohl die Norm) majorisiert das Zeitanzeigeformat, so daß die Auswahl im Clock-Fenster unwirksam bleibt.
In allen Uhren-Varianten dürfen Sie mit dem Schalter Show Seconds Yes/No entscheiden, ob Sie die Sekunden angezeigt haben wollen oder nicht. Bei Aktivierung dieser Option erhält die Analog-Uhr zusätzlich einen Sekundenzeiger, die Digitaluhren werden um die Sekundenanzeige erweitert und Herman läuft die Nase an, denn die ist bei dieser Uhrenform der Sekunden-Indikator.
An dieser Stelle sollten ein paar Worte über diese abstruse Uhr verloren werden: Herman ist gewöhnungsbedüftig, genauso wie die schon erwähnte Mengenlehreuhr, obwohl er, was Stunden und Minuten betrifft, durchaus noch Ähnlichkeit mit traditionellen Analog-Uhren besitzt. Die Stunden und Minuten ergeben sich nämlich aus der Stellung der Pupille in Hermans Augen, linkes Auge Stunden, rechtes Auge Minuten. Damit Sie wissen, ob es Vormittag oder Nachmittag ist (ein Blick aus dem Fenster könnte zu sehr anstrengen), achten Sie bitte auf Hermans Augenbrauen: Es ist immer eine Braue farblich hervorgehoben, die linke vormittags, die rechte nachmittags. Insoweit hat Herman eine Information mehr zu bieten als eine Analoguhr.
Bei der Sekundenanzeige wird's dann schon komplizierter, hier wartet Herman mit zwei verschiedenen Anzeigesystemen auf: Die Feinanzeige ist die Nase, sie wird im Sekundenrhythmus von unten nach oben farbig aufgefüllt. Zehn Stufen ergeben eine gefüllte Nase, danach fängt es wieder von unten an. Damit aber die eine Nasenfüllung registriert ist, wachsen Herman im gleichen Moment zwei Barthaare seines Schnauzbartes, jedes Haar ist also 5 Sekunden wert. Ist ein voller Bart vorhanden und auch die Nase gefüllt, erlöschen beim nächsten Takt Nase und Schnauzer gemeinsam und die rechte Pupille rückt um eine Minute weiter.
Ein Beispiel: Herman schielt total nach innen, beide Pupillen stehen sich unmittelbar gegenüber, die rechte Augenbraue ist farbig hervorgehoben, der Bart hat 10 Haare und die Nase ist halb voll ... das ergibt 15 Uhr 45 und 55 Sekunden.
Gerade bei der Skeleton-Uhr und bei Herman ist es wichtig, daß die Farben gut vor dem jeweiligen Hintergrund erkennbar sind. Deshalb sind die Farben jeder Uhren-Variante frei einstellbar, bei Herman und der Analog-Uhr auch die Farben der Einzelbestandteile. In einer Liste rollen Sie durch alle Elemente der jeweiligen Uhr und ordnen durch einen Klick auf den Farbbalken eine Farbe zu, bei der dieses Element gut sichtbar ist. Auch die Größe der Uhren (außer Herman) ist einstellbar, bei den Digitaluhren durch Wahl der Schriftgröße, bei der Analoguhr als Durchmesser. Diese Einstellung erfolgt mit dem Zahlenfeld unter dem Farbbalken. Die Analoguhr läßt sich damit nahezu bildschirmfüllend vergrößern, die digitalen Varianten bringen es auf eine maximale Größe von 1" (72 pt) und füllen damit in der Höhe den Freiraum unter dem GeoManager voll aus.
Von der Grundeinstellung her erscheint jede Uhr in der rechten unteren Bildschirmecke. Sie können sie aber beliebig auf Ihrem Bildschirm plazieren, entweder mit dem Positions-Kreuz im Clock-Fenster oder indem Sie die Zeitanzeige selbst greifen und auf dem Bildschirm beliebig umherschieben. Vorsicht bei der Skeleton-Uhr und bei Herman! Hier können Sie nur "greifen", wenn der Mauszeiger einen Bestandteil der Anzeige berührt, also eines der Gesichtsteile von Herman oder die Ziffern der Skeleton-Uhr. Ein Klick ins Leere zwischen den Anzeigen führt nicht zum Erfolg, schlimmstenfalls lösen Sie damit eine ungewollte Aktion aus, weil gerade an dieser Stelle in Funktionsknopf durchschimmert.
Egal, wo Sie Ihre Zeitanzeige positioniert haben, sie bleibt ständig sichtbar. Das Zeitanzeige-Fenster (Es ist wirklich ein Fenster!) hat immer oberste Bildschirmpriorität, bleibt also immer als "vorderste" Anwendung stehen. Das aktuell von Ihnen bearbeitete Fenster dagegen ist bei aktivierter Clock-Applikation immer in zweiter Ebene.
Wenn Sie Ihre Lieblings-Uhreneinstellung gefunden haben, betätigen Sie im Options-Menü den Befehl Save Options, damit sich die Uhr bei jedem neuen Aufruf in gleicher Form, Farbe und an gleicher Position meldet. Wenn Sie das Uhren-Einstellfenster schließen (durch Doppelklick auf den Steuer-Knopf), verschwindet auch die Anzeige wieder. Das Einstellfenster ist die eigentliche Applikation, die Anzeige nur ein ausgelagertes Sekundärfenster, das allein nicht weiterexistieren kann. Deshalb muß das Einstellfenster aktiv bleiben. Sie können es entweder als Symbol an den unteren Bildschirmrand stellen oder - und das ist die elegantere Form - einfach durch Betätigen der Funktion Hide This Window ausblenden. Dann ist es zwar aktiv, wird aber nicht angezeigt, ähnlich wie Sie es vom Bildschirm-Dumper her kennen. Reaktivieren läßt es sich jederzeit über das Expreß-Menü oder per Doppelklick auf die Zeitanzeige.

LIGHTS OUT
Zweite "ernsthafte" Anwendung unter den ESCAPE-Programmen ist eine Erweiterung des Bildschirmschoners. In der Grundausstattung ist er nüchtern - das Bild wird nach Ablauf der eingestellten Frist einfach abgeschaltet, wenn Maus und Tastatur unbenutzt bleiben. Spätestens seit "Afterdark" für Windows weiß man aber, daß Bildschirmschoner durchaus auch Unterhaltungswert besitzen können; so auch die Applikation Lights Out.
Lights Out bringt eine umfängliche Kollektion an verschiedenen Schoner-Varianten mit. Das fängt an bei einfachen Ausblendeffekten bis hin zu frei edierbaren, über den Bildschirm hüpfenden Meldungen oder Grafiken. Wahlweise zeigt Ihnen Lights Out auch Ihre komplette Kollektion an Hintergrundmotiven in ständigem Wechsel oder füllt den Bildschirm mit Tropfen oder Buchstabensalat.
Wenn Sie Lights Out zum erstenmal starten, fragt das Programm nach dem gewünschten Schoner aus der reichhaltigen Auswahl. Dabei lassen sich zwei grundsätzlich verschiedene Gruppen unterscheiden: Die eine Art von Bildschirmschonern hinterläßt nach einem mehr oder weniger effektvollen Auftakt einen leeren, schwarzen Bildschirm. Bei der anderen Gruppe tut sich ständig etwas, Sie finden also niemals einen völlig leeren Bildschirm vor. Eines gilt aber für alle: Sie lassen sich in vielfältigster Weise mit jeweils eigenen Einstellfenstern variieren. Sobald Sie einen Bildschirmschoner aus der Liste gewählt haben, indem Sie den Namen doppelgeklickt oder markiert und auf Use geklickt haben, erscheint das zugehörige Einstellfenster - mit einer Ausnahme: Der Bildschirmschoner mit Namen Blank ist identisch mit dem aus den Voreinstellungen, hier gibt es logischerweise nichts einzustellen. Kein Einstellfenster gleicht dem anderen, es wäre aber müßig, hier bei jedem Bildschirmschoner auf jede einzelne Möglichkeit ausführlich einzugehen, denn sie wiederholen sich. Einige Schoner enthalten zusätzliche Hilfe-Informationen. Sie finden dann im Help-Menü einen weiteren Menüpunkt vor. Außerdem lassen sich alle Bildschirmschoner unmittelbar ausprobieren, wenn Sie den Knopf Save Screen betätigen.

Die statischen Bildschirmschoner
Zu den statischen Bildschirmschonern zählt, wie schon erwähnt, Blank. Daß diese Variante hier überhaupt aufgenommen wurde, wo es doch den absolut schmucklosen Bildschirmschoner bereits in den Voreinstellungen gibt, hängt mit der Password-Option von Lights Out zusammen, die beim systemeigenen Bildschirmschoner nicht funktioniert. Da es hier keinerlei Optionen gibt, bleibt die Einstellbox auch leer.
Mit Fades & Wipes wird es schon ein wenig lebhafter, in dieser Box finden Sie mehrere Varianten, den Bildschirm zu löschen. Fade Out läßt das Bild stufenweise immer dunkler werden, bis es erloschen ist, die Wiper rollen das Bild in jeweils eine Richtung weg.
Bei Melt beginnt Ihr Bild zu schmelzen, als wäre es aus Wachs. Einzige Wahlmöglichkeit ist hier die Geschwindigkeit, mit der das Bild in sich zusammensinkt. Dieser Bildschirmschoner sollte nicht eingesetzt werden, wenn Sie mit Password-Schutz arbeiten, denn auch die Password-Maske schmilzt.
Die netteste Form der statischen Bildschirmschoner ist Bobbin: Ein fleißiges Männchen am unteren Bildschirmrand räufelt das Bild auf wie einen Pullover. Beachtenswert ist die Animation dabei, sie zeugt wieder mal von der Detailverliebtheit der GeoWorks-Entwickler. Der aufgeräufelte Faden wechselt seine Farbe entsprechend dem gerade bearbeiteten Bildschirmteil und tanzt vorbildgetreu auch auf der Aufwickelspule hin und her. Würde die Spule auch noch dicker, wäre der Effekt hundertprozentig. Ist Bobbin mit seiner Arbeit fertig, schiebt er seine Karre zum linken Bildschirmrand hinaus und hinterläßt einen sauberen, schwarzen Bildschirm.

Die dynamischen Bildschirmschoner
Bei den dynamischen Bildschirmschonern bleibt das Geschehen ständig aktiv. Zwar erreichen Sie mit Ihnen ebenfalls einen Schoneffekt, weil sich kein statisches Bild in die Leuchtschicht einbrennen kann, aber die totale Schonung sind doch die statischen Versionen. Dennoch: Der Unterhaltungswert der dynamischen Schoner ist einfach größer.
Haben Sie reichlich Hintergrundmotive im Verzeichnis SYSTEM\BACKGRND gespeichert? Dann ist die Schoner-Variante Album etwas für Sie, denn dieser Schoner greift auf die Hintergrundmotive zu und bringt sie in stetigem Wechsel auf den Bildschirm. Bei diesem Schoner sind einige Einstellungen zu treffen. So können Sie z.B. die Position der Hintergrundmotive genauso wählen wie in den Voreinstellungen: Draw Upper Left orientiert das Bild an der oberen linken Bildschirmecke, Draw Centered stellt es in die Mitte und Draw Tiled dupliziert es bildschirmfüllend. Eine vierte Option kennen Sie noch nicht: Draw As Appropriate. Hier überlassen Sie es dem Programm, festzustellen, welche Orientierung die richtige ist. So wird jedes Hintergrundmotiv in der bestmöglichen Form projiziert.
Die für transparente Hintergrundmotive wichtige Hintergrundfarbe wählen Sie in der Palette aus oder überlassen es durch Aktivieren des Random-Knopfes dem Programm, für jedes Bild eine andere, zufällige Hintergrundfarbe zu setzen. Mit Duration bestimmen Sie die Zeit, die ein Bild auf dem Monitor stehen bleibt, und mit Pause die Zeit der Dunkelphase zwischen den Bildern.
Bei Circles geht es auf dem Bildschirm schon etwas lebhafter zu. Abhängig von der mit Number of Circles gewählten Zahl erscheinen farbige Kleckse in unterschiedlicher Größe auf Ihrem Bildschirm. Auch hier dürfen Sie die Farbe der Kreise entweder festlegen oder vom Zufallsgenerator mit Random beständig wechseln lassen. Very Random sorgt dafür, daß die Kreise nicht einfarbig bleiben, sondern schon bei der Entstehung ihre Farbe mehrfach wechseln, der fertige Kreis besteht dann aus konzentrischen Ringen unterschiedlicher Farben.
Interval bestimmt, nach wievielen Kreisen Ihr Bildschirm gelöscht wird, allerdings geht dann das Gekleckse weiter. Mit der Einstellung Clear Screen First wählen Sie, ob die Kreise gleich auf schwarzem Hintergrund entstehen oder im ersten Durchgang Ihren letzten Arbeitsbildschirm nach und nach überdecken.
Einige Zusatzoptionen bei Circles sind nicht so offensichtlich: Normal bringt undurchsichtige Kreise. Transparent läßt den Hintergrund durchschimmern und Invert kehrt die Farben des Hintergrundes um; diese beiden Einstellungen sind also nur dann wirkungsvoll, wenn Clear Screen First verneint wird.
Die unterschiedliche Einstellung von Inside Color und Outside Color führt - besonders in der Kombination mit Transparent oder Invers - zu interessanten Mustern auf Ihrem Bildschirm.
Typographer's Nightmare hat von den Einstellungen her große Ähnlichkeit mit Circles, hier erscheinen Buchstaben auf dem Bildschirm, die sich mit Rotate By auch noch in ihrer Lage beeinflussen lassen. Die Einstellbox von Typographer's Nightmare besitzt auch ein Font-Menü; so lassen sich alle Schriften, die Sie im FONT-Verzeichnis gespeichert haben, benutzen, allerdings immer nur eine zur gleichen Zeit. Recht nette Effekte ergeben sich, wenn Sie einen Symbol-Zeichensatz verwenden oder - speziell für Tierfreunde - den PD-Font "Animals". Nicht so gelungen ist die Option Dribble Letter, bei der die Buchstaben auch noch - ähnlich dem Melt-Schoner - über den Bildschirm schmieren.
Der Schoner Ticker Tape ist speziell für den Jahreswechsel und die Fastnachtszeit geeignet, denn er läßt es - abhängig von der Längeneinstellung - Konfetti oder Luftschlangen regnen. Bei der Einstellung von Clear Screen First - No wird deutlich, daß es sich um äußerst aggressives Papier handelt, denn der Bildschirm wird an den Stellen, die das Konfetti passiert, ausgelöscht.
Eine andere Art des dynamischen Bildschirmschoners stellt Tiles dar. In der Art eines Schiebepuzzles wird der Bildschirm in mehrere Quadrate geteilt, die sich automatisch verschieben. Sowohl die Größe der Quadrate (Size) als auch die Tiefenwirkung (Bevel) läßt sich frei wählen, ebenso die Geschwindigkeit des Schiebens.
Waren bei den bisher vorgestellten Bildschirmschonern die wichtigsten Bestandteile bereits fix vorgegeben, so fordert Last Words Ihre eigene Kreativität, denn dieser Schoner läßt eine Meldung über den (vorher grundsätzlich gelöschten) Bildschirm wandern. Am einfachsten lassen sich noch Datum oder Uhrzeit durch Anklicken der jeweiligen Radio-Buttons wählen. Sie können aber auch Text anklicken und in das Eingabefeld daneben eine Nachricht setzen.
Besonders interessant aber wird eine über den Bildschirm hüpfende Grafik, die Sie mit Paste aus der Zwischenablage holen können. Die Paste-Funktion ist nur benutzbar, wenn sich ein Grafik-Objekt, also eine GeoDraw-Grafik oder ein importiertes Pixel-Bild in der Zwischenablage befindet. Benutzen Sie möglichst eine Grafik mit transparentem Hintergrund, weil ein farbiger Rahmen störend wirken würde. Bei importierten Bitmaps ist die GeoWorks-eigene Import-Funktion auch nicht unbedingt das Wahre, denn sie erzeugt gelegentlich weiße Ränder, die sich für diesen Zweck störend auswirken. Besser geeignet ist die Import-Funktion von Marcus Gröbers BKGD2PCX (auch in den GeoTools enthalten), denn sie arbeitet kantengenau und erzeugt auf Wunsch auch Importe-Bilder mit transparentem Hintergrund.
Sie können Ihren Text oder Ihre Grafik auch in einer speziellen Schoner-Datei speichern, die Sie bei Bedarf wieder laden. Das Datei-Menü dieses Programmteils besitzt sämtliche Speicher- und öffnen-Funktionen, wie Sie es von "richtigen" Anwendungen her gewohnt sind. Dateien für Last Words werden ausschließlich im Verzeichnis SYSTEM\SAVERS abgelegt. In diesen Dateien werden nicht nur der Text oder das Bild gespeichert, auch alle anderen Einstellungen von Last Words merkt sich Lights Out auf diese Weise und hat sie beim erneuten Laden der Datei wieder parat.
An weiteren Optionen hat Last Words allerhand zu bieten: So kann die Meldung oder Grafik entweder zufällig auf dem Bildschirm umherhüpfen (Random) oder nach Art einer Billardkugel von Bande zu Bande rollen (Bounce), wobei die Geschwindigkeit in vier Stufen einstellbar ist. Mit Angle läßt sich die Orientierung von Schritt zu Schritt wechseln. Die drei Varianten der Textausgaben lassen unterschiedliche Schriften und Schriftgrößen zu, dazu verfügt Last Words über ein Font- und ein Size-Menü. Allerdings müssen Sie sich von der Wirkung überraschen lassen, denn die Textfunktionen von Last Words besitzen keine Schriften-Vorschau.
Einfarbige Bitmap-Grafiken lassen sich mit Hilfe der Farb-Palette auch einfärben, wie Sie es von den Hintergrundbitmaps gewohnt sind. Vorsicht, wenn Sie ein Schoner-Motiv geladen haben und danach Änderungen vornehmen! Es könnte sein, daß Sie durch ein unbedachtes Klicken auf Ok in der Abfragebox beim Beenden von Lights Out die alte Datei ungewollt überschreiben.

Die Bildschirmschoner-Mechanismen
Die grundlegenden Einstellungen für die verschiedenen Bildschirmschoner sind alle gleich und werden in den General Options im Options-Menü vorgenommen. Hier finden Sie zuvorderst die wichtigsten Einstellungen, nämlich ob Lights Out auch wirklich arbeiten soll und (im Feld Time) nach welcher Zeit der Untätigkeit der Bildschirmschoner einsetzen soll. Die Frage On/Off mag Ihnen überflüssig vorkommen, warum sonst sollten Sie Lights Out überhaupt aufgerufen haben, aber im Zusammenhang mit der Password-Funktion gewinnt diese Einstellung doch an Bedeutung, denn Sie können den Password-Schutz auch nutzen, ohne den zeitabhängigen Bildschirmschoner zu aktivieren. Egal wie, solange Lights Out aktiv ist, bleibt der Bildschirmschoner der Voreinstellungen passiv!
Sehr komfortabel ist das mittlere Schalterfeld Wakeup Options. Während der Bildschirmschoner der Voreinstellungen durch jede Aktivität an Tastatur oder Maus veranlaßt wird, den Monitor wieder hochzufahren, ist Lights Out anpassungsfähig. Häufig reicht ja schon ein Luftzug aus, um einen Mausimpuls zum Rechner zu schicken, und schon geht der Bildschirm wieder an, obwohl das gar nicht beabsichtigt war. In den Wakeup Options können Sie wählen, welche Aktivitäten registriert werden, indem Sie z.B. durch Deaktivieren des mittleren Knopfes (Wake on mouse movement) verhindern, daß Mausbewegungen von Light Out bemerkt werden.
Unmöglich ist es, alle drei Möglichkeiten des Bildchirmerweckens abzuschalten, denn wie sollte man dann den Bildschirm jemals wieder aktivieren. Deshalb funktioniert zumindest die Tasten-Abfrage, wenn alle drei Optionen-Knöpfe deaktiviert sein sollten. Bei manchen Rechnern läßt sich diese Option auch dann nicht abschalten, wenn eine der beiden Mausoptionen aktiv ist ... da müssen Sie selbst ausprobieren, wie das auf Ihrem Rechner läuft.
Stellen Sie sich mal folgende Situation vor: Sie arbeiten gerade mit GeoWrite, haben eine komplette Seite markiert, um den Text zu formatieren, da klingelt das Telefon. Der Anrufende verwickelt Sie in ein längeres Gespräch, während dessen Lights Out aktiv wird und den Bildschirm abschaltet. Sie kommen nach dem Telefonat zurück an Ihren PC, aktivieren den Bildschirm durch Drücken einer Taste ... und Ihre ganze markierte Textseite ist futsch, denn bekanntlich ersetzt GeoWorks markierten Text durch den nächsten Tastendruck. Damit Ihnen so etwas nicht passieren kann, sollten Sie auf jeden Fall den untersten Schalter in den General Options aktivieren, denn er sorgt dafür, daß bei abgeschaltetem Bildschirm der erste Tastendruck nicht an die laufende Applikation weitergegeben, sondern nur von Lights Out als Erkennungszeichen benutzt wird.
Ein anderes Bildschirmschoner-Problem besteht, wenn man eine sehr kurze Wartezeit eingestellt hat (Lights Out geht bis zu 2 Minuten runter), während man einen Bildschirm betrachtet, der nur sehr wenig Aktivitäten verlangt, z.B. einen ausführlichen GeoDraw-Comic von einigen Megabyte Größe. Dann schaltet sich plötzlich der Schoner sehr störend ein. Um in solchen Fällen nicht jedesmal Lights Out abschalten zu müssen, gibt es im unteren Teil der General Options einen Schalter Disable blanking when mouse is in lower right corner. Ist dieser Schalter "eingedrückt", bleibt Lights Out inaktiv, solange der Mauszeiger in der Ecke rechts unten steht - eine sehr praktische Option.
Schließlich ist zur Verwendung eines Bildschirmschoners noch anzumerken, daß auch er Systemressourcen in Anspruch nimmt. Haben Sie gerade einen aufwendigen Grafik-Druck zu laufen, verlangsamt sich der Ausdruck bei laufendem Bildschirmschoner, denn der fragt ja ständig die Tasten und die Maus ab. Auch dabei ist Abhilfe möglich mit Reduce priority when saving screen in der General Options-Box. Dieser Schalter sorgt dafür, daß Lights Out eine geringere Priorität in der Task-Liste erhält als der Druckspooler und deshalb den Ausdruck nur unwesentlich verlangsamt.
Da Lights Out nur funktioniert, wenn es aktiv oder zumindest im Standby ist, läßt es sich nur nach einer Sicherheitsabfrage abschalten. Klicken Sie auf Protect, wenn Sie versehentlich den Schließer doppelgeklickt haben, dann stellt sich Lights Out als Symbol an den unteren Bildschirmrand. Sie können sich den Umweg aber auch sparen und gleich auf den Mindestgröße-Knopf klicken. Nur wenn Sie wirklich Lights Out abschalten wollen, klicken Sie in der Kontrollabfrage auf Exit.
Lights Out nimmt beim Start von GeoWorks seine Arbeit erst auf, nachdem der GeoManager gestartet wurde. Falls Sie über den Willkommen-Bildschirm nach GeoWorks gelangen und von dort direkt in einen anderen Bereich als das "Studio" gehen, ist der Bildschirmschoner nicht in Betrieb.

Die Password-Funktion
Außer der eigentlichen Funktion als Bildschirmschoner beherrscht Lights Out noch den Schutz Ihres gesamten Systems, denn es läßt sich auch als Zugangssperre mittels Password einsetzen. Zu diesem Zweck finden Sie im Options-Menü die Password Options. Sie öffnen eine Dialogbox mit zwei Eingabefeldern und zwei Radio-Buttons. Wenn Sie den Password-Schutz aktivieren wollen, müssen Sie zunächst Ihr Password eingeben, es sei denn, Sie arbeiten mit GeoWorks im Netz. In diesem Fall wird von GeoWorks automatisch Ihr Netz-Kennwort als Password für Lights Out übernommen. In allen anderen Fällen geben Sie Ihr gewünschtes Password in das erste Eingabefeld ein. Laut Beschreibung soll es nur durch Sternchen dargestellt werden, damit Ihnen bei der Eingabe niemand über die Schulter schauen kann, was aber nicht in allen Fällen zutrifft. Auf manchen Systemen wird die Eingabe sauber lesbar quittiert. Also achten Sie in solchen Fällen darauf, daß Ihnen bei dieser Arbeit gerade niemand zuschaut.
Sowohl bei der Sternchen- als auch bei der Klartext-Eingabe verlangt Lights Out die Wiederholung des Passwords im zweiten Eingabefeld, was bei den Sternchen durchaus sinnvoll ist, denn wenn Sie sich bei der ersten Eingabe vertippt haben, kommen Sie womöglich nie mehr ins System zurück. Erste und zweite Eingabe müssen übereinstimmen, sonst aktiviert Lights Out den Password-Schutz nicht! Aktiven Schutz erkennen Sie an der nicht mehr grauen Darstellung der beiden Radio-Buttons unter den Eingabefeldern.
Die Auswahl der beiden Optionen unter den Eingabefeldern entscheidet darüber, ob Sie den Password-Schutz jeweils von Hand aktivieren müssen (Manual) oder bei jedem Wirksam-werden des Bildschirmschoners wegen Zeitablaufs auch gleich der Schutz eingeschaltet wird (Automatic). Die zweite Variante ist sicherer, weil sie ohne Ihr Zutun den Rechner absichert, wenn Sie zum Beispiel Ihren Arbeitsplatz verlassen. Haben Sie sich nicht für die Automatik entschieden, wird GeoWorks nur gesichert, nachdem Sie im Lights Out-Fenster den Knopf Lock Screen betätigt haben.
Ein aktiver Password-Schutz ist erst dann zu erkennen, wenn Sie einen abgeschalteten Bildschirm wieder zum Leben erwecken wollen. Dann wird nämlich nicht der letzte Bildschirm wieder aufgebaut, sondern ein grauer "Vorhang" verhindert unbefugte Blicke, solange nicht das Password eingegeben und mit <Enter> quittiert wurde. In einem Fenster über der Password-Abfrage läuft übrigens verkleinert der Bildschirmschoner weiter, sofern Sie einen der dynamischen in Betrieb hatten.
Um zu verhindern, daß "pfiffige" Leute Ihr Password herausfinden, wird es nicht in der GEOS.INI gespeichert.

 

Deutsche Übersetzung von
Burkhard Oerttel

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 06

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letzte Änderung am 01.01.1970