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CD zur GUP 50

Autor: Werner Weicht; Autoreninfo anzeigen

oder wie kann ich eine CD mit dem C64/128 nutzen?

Dieser Artikel wendet sich an alle, die noch keine Erfahrungen im Umgang mit einer CD in Zusammenarbeit mit C64/128 haben. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da ich nicht jede Lösung auf Grund meiner Hard- und Softwareausstattung selbst ausprobieren konnte. Außerdem soll die Reihenfolge meiner Auflistung keinerlei Wertung darstellen.
Bei den einzelnen Beschreibungen werde ich nicht auf Einzelheiten eingehen, dies kann in den jeweiligen Bedienungsanleitungen nachgelesen werden. Ich zeige hier nur einige Möglichkeiten auf, wie man als C64/128 Anwender an die Daten für Geos 64/128 auf der dieser GUP beiliegenden CD herankommen kann.

Auf der CD ist unter anderem die komplette Public Domain und Shareware Sammlung des GUC für Geos 64/128, die "GeoThek", vorhanden. Es sind über 30 MB, die als D64-Files auf der CD gespeichert sind. Auch der Katalog über alle GeoThek-Disketten befindet sich auf der CD (GT000.D64). Er enthält den Inhalt der Disketten in GeoWrite-Dokumenten. Man kann sich vorher also einen Überblick verschaffen und die benötigten D64-Dateien gezielt heraussuchen.

Jede D64-Datei enthält eine Seite einer 1541-Diskette. Dieses Format wird z. B. von den C64-Emulatoren auf PC benutzt. Auch auf C64 und C128 sind Programme verfügbar, die D64-Files entpacken können. Doch vorher müssen die Files von CD auf das C64-Format gebracht werden. Dabei ist zu beachten, daß für die Speicherung der D64-Files auf C64-Diskettenformate mindestens ein Laufwerk 1571 oder größer benötigt wird. Das liegt daran, da das D64-File neben den Programmen auch die Diskettenstruktur (BAM, Directory, ...) enthält und somit größer ist als 165 kB, die normalerweise auf eine 1541-Diskette gespeichert werden können.

Hier nun einige Lösungen, wie man an die Daten der CD herankommt:

CD-ROM-Commander
Wer über eine Festplatte von CMD verfügt, kann an diese direkt ein SCSI-CD-ROM-Laufwerk anschließen. Mit Hilfe des Programms CD-ROM-Commander können nun die D64-Files direkt von der CD auf ein C64-Laufwerk kopiert werden. Nach dem Entpacken mit einem D64-Extraktor stehen die Daten dann zur Verfügung.
Dies ist die einzige mir bekannte Lösung, die ohne einen PC auskommt.

64NET
Dieses Programm erlaubt mit einem C64/128 direkt auf Speichermedien eines PC zuzugreifen. Dies funktioniert auch unter Geos. Die aktuelle Version von 64NET (Shareware) befindet sich auch auf der CD. 64NET ist ein DOS-Programm. PC und C64/128 werden über ein Kabel (Userport des C64/128 -> LPT-Port des PC) verbunden. Der Vorteil dieser Lösung ist, daß die Daten der D64-Files unter Geos direkt zur Verfügung stehen. Jedes D64-File wird unter Geos wie ein 1541-Laufwerk behandelt. Die einzelnen Programme können also direkt von der CD geholt werden. Es ist sogar möglich, Programme auf der CD zu starten.
Für diese Lösung müssen allerdings ein C64/128 und ein PC gleichzeitig verfügbar sein.

StarCommander
Hier handelt es sich um ein Shareware-PC-Programm, daß in Aufbau und Handhabung an den Norton-Commander angelehnt ist. Die Besonderheit ist, daß über ein Kabel eine Floppy 1541/71 angeschlossen werden und D64-Files direkt vom PC auf eine 1541-Diskette entpackt werden können.

Konvertierungsprogramme
Die im folgenden genannten Programme konvertieren Files vom PC-Format in das Commodore-Format. Man kopiert die D64-Files auf einem PC auf Diskette und kann diese Disketten dann mit dem C64/128 weiterverarbeiten. Welches Disketten-Format benutzt werden kann, hängt von der vorhandenen C64/128-Hardware ab.

Programme zum Konvertieren von PC-Disk-Formaten nach Commodore gibt es viele. Auf C64/128-Seite sind dies z. B.: geoDOS, BigBlueReader, LittleRedReader, MS-DOS-Copy. Es gibt aber auch PC-Programme, die direkt C64-Disketten beschreiben können, wie Floppy81 oder der schon beschriebene StarCommander.

Beim Kopieren der D64-Files auf CBM-Diskette muß unbedingt darauf geachtet werden, daß keine Konvertierung (PETASCII-ASCII, o. ä.) erfolgt, die Files müssen 1:1 übertragen werden. Anschließend können dann die D64-Files mit einem D64-Extraktor entpackt werden.

NULL-Modem
Die letzte Möglichkeit, die hier erwähnt werden soll, ist eine Verbindung von C64/ 128 mit dem PC via Null-Modem-Kabel. Die Übertragung der D64-Files erfolgt dann mittels Terminalprogramm.
Für die letztgenannten Methoden muß man nicht unbedingt selbst einen PC besitzen. Das Kopieren der Daten von CD auf Diskette kann man auch von einem Bekannten oder Freund erledigen lassen. Auch in einer GUC-Regiogruppe findet man sicher jemanden, der dabei behilflich ist.

D64-Extraktor
Zum Schluß will ich noch kurz auf den schon erwähnten D64-Extraktor eingehen. Es existieren verschiedene Versionen dieser Programme. Die neueste war wohl auf der 64'er-Diskette 1/97. Bei mir haben dabei immer nur die Versionen für C64 funktioniert. Alle 128er-Versionen haben die D64-Files nicht korrekt entpackt. Getestet habe ich dies auf einem C128D (Blech) mit Floppy 1581, Floppy 1571 (intern) und 1571 (extern). Die Konvertierung benötigt auch einiges an Zeit, da die Diskette Sektor für Sektor beschrieben wird.
Einige der hier genannten Programme speziell für den C64/128-Bereich sind als PD oder Shareware verfügbar. Ich habe mich deshalb entschlossen, eine Diskette zusammenzustellen, die die wichtigsten dieser Programme enthält. Dazu gehören: D64-Extraktor, LittleRedReader, MS-DOS-Copy und einige auf C64/128 übliche Entpacker. Diese Diskette ist in der GeoThek als Diskette # 5.27 erhältlich und auch auf der CD vorhanden.

Mit diesem Beitrag hoffe ich ein paar Hilfen beim Umgang mit der CD für alle nicht so erfahrenen Anwender gegeben zu haben. Für Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung, wobei mein Spezialgebiet 64NET ist, welches ich ständig unter Geos 128 nutze.

Sollte jemand absolut keine Möglichkeit haben, die Daten von der CD zu lesen, kann er sich an

Jens Weigt *
(* Adresse gekürzt, siehe Autoreninfo)

wenden. Er hat sich bereit erklärt, einen Kopierservice für die CD einzurichten. Einzelheiten bitte bei ihm erfragen. Außerdem gibt es die GeoThek auch weiterhin wie bisher auf Disketten.

 

Werner Weicht

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

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Letzte Änderung am 01.11.2019