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ORC - OmniGo Remote Control

Autor: Frank Schaade

Der OmniGo 100 und die Datenübertragung, oder wie bekomme ich meine Dateien auf den PC bzw. banne sie auf Papier?

Als der OmniGo 100 (weiterhin nur OGo genannt) auf den Markt kam und vom GUC vertrieben wurde, war ich einer der ersten, der ihn sich bestellt hat. Bis heute bin ich noch immer voll von ihm überzeugt.

Was mir aber von Anfang an fehlte, war eine vernünftige Möglichkeit, Dateien zwischen dem OGo und dem PC auszutauschen bzw. den Inhalt auf ein Stück Papier zu bannen.

OMNICOM.EXE aus dem IZL Paket
Bald darauf gab es zwar die Möglichkeit, über ein serielles Kabel, das den OGo mit dem PC über einen COM-Port verbindet, Daten auszutauschen, dieses erforderte aber eine recht umständliche Befehlseingabe. Wofür man sich zusätzlich noch an neue Befehlsbegriffe für altbekannte Funktionen gewöhnen mußte. Für mich nicht die optimale Lösung, aber immerhin etwas. Wenigsten konnte man seine Daten auf dem PC sichern. Aber leider noch nicht zu Papier bringen. Um die Druckoption des OGo nutzen zu können, braucht man ein spezielles Kabel und einen Drucker mit seriellem Anschluß. Aber welcher Drucker hat dies heute noch.

Nach einigem Probieren fand ich heraus, daß sich z. B. die Adressdatei über "Import / ASCII Text " in GeoWrite importieren läßt, um sie dann mühsam von Sonder- und Steuerzeichen befreit ausdrucken zu können.
[siehe Anmerkung am Ende]

OmniGo 100 Kommunikationspaket
Als nächstes kam das OmniGo 100 Kommunikationspaket von HP, das aber nur unter Windows läuft und durch seinen horrenden Preis viele abschrecken dürfte. Dieses Kommunikationspaket ist für jeden OGo Besitzer ansonsten aber wie eine Oase in der Wüste.

Man bekommt eine typische Windows Oberfläche geboten, mit der man die Möglichkeit hat, die Adressdatei, den Terminkalender und den Notizblock auf den PC zu übertragen. Hier kann man die Dateien wie auf dem OGo bearbeiten oder ihnen weitere Daten hinzufügen. Diese können später automatisch per Kabel mit denen auf dem OGo abgeglichen werden. Mit diesem Kommunikationspaket war ich schon eine ganze Ecke weiter. Jetzt benötigte ich nur noch einen Weg, um an meine TabCalc Daten zu kommen.

OmniGo 100 Remote Controller V 1.0
Mein Herz schlug höher, als ich das erste Mal von dem Programm "ORC" hörte, welches Jens-Michael Groß programmieren sollte. Nach den ersten Verlautbarungen hörte es sich so an wie die Erfüllung aller meiner Wünsche. Oder zumindestens könnte es meine letzten Sorgen beseitigen.

Und nun liegt das Programm vor, in einer leicht eingeschränkten Shareware Version und als registrierte Vollversion. Und wie ich behaupten möchte, wird sich jeder OGo Besitzer nach dem Lesen der nächsten Absätze schnellstmöglichst das Programm besorgen.

ORC ist eine Art Commander Oberfläche, die mich optisch sehr stark an den Norton Commander erinnert. Und läuft ebenso wie der Norton Commander unter DOS - es ist keine PC/Geos Anwendung! Um den OGo mit dem PC über den ORC zu verbinden, können der COM-Port 1 - 4 oder der parallele LPT 1 - 3 mit den IRQ 3 bis 15 benutzt werden.

Die Baudrate kann mit 2400, 9600 und 19200 (nur in der Vollversion!) gut an alle Gegebenheiten angepaßt werden. Die Datenübertragung bereitete bei mir unter MS-DOS 6.22 und MS-DOS 7.0 keine Probleme. Nur aus Win 95 und OS2 heraus kann man zwar das Programm aufrufen und starten, es kommt aber keine Verbindung zustande, da der ORC den COM-Port nicht findet. Bei einem Gespräch hat Jens-Michael es mir zwar erklärt, aber ganz verstanden habe ich es nicht. Es hat nur irgend etwas damit zu tun, daß z. B. Win 95 keinen richtigen COM-Port zur Verfügung stellt.

Die Installation ist absolut einfach. Die Datei ORCSHARE.ZIP wird einfach in ein Verzeichnis entpackt und dann die Datei ORC.EXE gestartet. Zur Zeit liegt nur ein englisch sprachiger Hilfstext bei, es wird aber an der Übersetzung gearbeitet.
Nach dem Starten der ORC.EXE begrüßt uns ein zweigeteilter Bildschirm in 3D Optik. Am Anfang noch mit einem Sharewarebildschirm, der mitteilt, welche Einschränkungen uns erwarten: Das sind der Verzicht auf 19200 Baud, eine verzögerte Startzeit von einigen Sekunden und keinen Datentransfer von Dateien neuer als 28.02.97!

Ist der OGo schon mit Transfer - PC - Verbindungsaufbau über das Kabel auf eine Verbindung vorbereitet, wird nach dem Verschwinden des Sharewarehinweises gleich der Inhalt des OGo auf der rechten Seite angezeigt. Auf der linken erscheint der Inhalt des PC. Besteht noch keine Verbindung, bleibt das rechte Fenster leer. Können nicht alle Dateien in dem Fenster angezeigt werden, kann man mit Hilfe von Pfeiltasten durch das Fenster scrollen.

Es fällt gleich auf, daß eine Maus vorhanden ist. Das macht den ORC um einiges komfortabler. Als nächstes sollte man den ORC konfigurieren. Dazu klickt man auf den Schalter Config, worauf hin sich ein weiteres Fenster öffnet. Dieses enthält schon alle Standardeinstellungen (z.B. LPT auf 1 oder COM 2 auf IRQ 3). Desweiteren schaltet man hier den Drucker auf Verbindung, bestimmt die Baudrate und die Doppelklickgeschwindigkeit.

Innerhalb der Fenster kann man die Verzeichnisse und die Laufwerke wechseln. Dabei hat man die Auswahl zwischen der Maus mit direktem Anklicken/ Doppelklick der Datei, der Bedienung der Schalter per Maus oder der Steuerung über die Tastatur. Es können auch gleichzeitig mehrere Dateien für eine Operation ausgewählt werden. Die Schalter erfüllen dabei noch eine besondere Funktion, ihre Aufschrift zeigt immer die momentan anliegende Aktion an.

Nur der Ausdruck einer Datei wollte mir zum Anfang nicht gelingen. Bis ich hinter einen kleinen Schwachpunkt des ORC gekommen bin. Durch die einfache, simple und logische Funktion des ORC verwöhnt, nahm ich an, daß das einfache Markieren einer Datei und die darauffolgende Anwahl der Druckoption zum gewünschten Ergebnis führt. Aber so einfach ist das leider nicht.
Der Eintrag der Druckoption in der Konfigurationsdatei dient nur als Druckerschnittstelle für die OGo eigene Druckoption. Wollen wir also eine Datei ausdrucken, müssen wir die Datei auf dem OGo auswählen und dort in der geöffneten Datei die Option Drucken wählen. Jetzt beginnt der Drucker mit dem Druck. Die Option " Anz.Druck " des OGo überträgt eine Bildschirmhardcopy. Gleichzeitig zeigt uns der ORC die Anzahl der übertragenen Zeichen an. Bei der in der SW Version höchsten Übertragungsrate von 9600 Baud wird der Ausdruck einer 20 kB großen OGo Datei zu einer quälenden Warterei.
Benötigt man den ORC nur mal kurz zum Ausdruck, kann er gleich mit dem Parameter "/P" gestartet werden.

Zum Abschluß kann ich nur sagen, daß der ORC mehr als nur ein gelungenes Programm ist. Wobei ich mir persönlich noch die eine oder andere Erweiterung wünschen würde. Da wären vor allen Dingen der Ausdruck einer Datei aus dem ORC heraus und nach Möglichkeit noch ein integrierter Viewer. Wenn dieser auch noch die Bearbeitung der Dateien ermöglichen würde, hätte Jens Michael Groß einen großen Clou gelandet.

OmniGo Remote ControlZOOM

Frank Schaade

   Produkt Info
     Name:              ORC v1.0
     lauffähig unter:   DOS
     Voraussetzung:     HP OmniGo 100 / 120 und serielles Kabel für OGo
     Preis:             30,- DM (GUC: 27 DM)
     Bestelladresse:    GUC Dorsten

Anmerkung der Redaktion:
Import und Export einer OmniGo Adressdatei ist mit Hilfe der kleinen DOS Tools DEX2OG.EXE und OG2DEX.EXE von Greg Hilker-Schmele ein Kinderspiel!
Wenn ich mich recht erinnere, kamen dieses Tool sehr bald nach Verfügbarkeit des OGo herraus, war es nicht sogar das erste Programm für den HP OmniGo ?!

Die Tools sind Freeware und unter dem Archivnamen DEXOG101.EXE in den Datennetzen und Mailboxen zu finden. Aber nicht lange suchen, selbstverständlich findet man auch diese Tools auf der CD 50, siehe \WORLD Verzeichnis, Unterverzeichnis OMNIGO !

Die Shareware Version von ORC dürfte auch auf der CD 50 zu finden sein, allerdings an anderer Stelle. Ich hoffe, Frank hat es bei einer neuen PD Disk mit aufgenommen, genauers kann ich im Augenblick leider nicht sagen.

 

Thomas Haberland

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 50

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Letzte Änderung am 01.11.2019