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MiniGeoWorks

Autor: Frank Schaade

 MiniGeoWorks

Alles fing damit an, daß ich durch Zufall an einen kleinen Taschencomputer kam, den "Sharp PC 3000". Als Software enthielt er MS-DOS 3.1 und zur Datenübertragung war Laplink in einer speziellen Version vorhanden. Nur ein anständiges Textprogramm war nicht dabei. Mit dem einfachen Texteditor wollte ich mich nicht zufriedengeben.

Irgendwie setzte sich zu dieser Zeit der Gedanke bei mir fest, daß es doch eine Möglichkeit geben müßte, Geos irgendwie auf dem Sharp zu nutzen. Von den Hardware Anforderungen ist ja nichts genügsamer als Geos. Und viel Platz braucht es auch nicht.

Also checkte ich den Platz auf dem Sharp. Es kamen 2,3 MB zusammen. 1,3 MB an internem Ram, aufgeteilt auf 2 Partitionen und eine Flash Ramkarte mit 1 MB die jetzt ihren Dienst im OmniGo verrichtet.

Also im Prinzip viel zu wenig. Da ich aber gelesen hatte, daß Geoworks beim Start nicht unbedingt mit dem Manager starten muß sondern z. B. auch direkt mit GeoWrite starten kann, verlor ich nicht die Hoffnung. Zu meinem Glück war das Jahreshaupttreffen auch nicht fern, so daß ich für die Lösung des Problemes bald fachmännische Hilfe erhalten sollte.

Nachdem ich auf dem Jahreshaupttreffen das Problem publik gemacht hatte, wurde mir geraten, mal Falk Rehwagen zu fragen. Dieser war von der Idee so begeistert, das er sich gleich hinsetzte und sich dem Problem annahm.

Und dies kam bei der Minimierung von Geoworks auf GeoWrite heraus.

Als erstes benötigen wir die Verzeichnis Struktur. Diese sollte auf dem größten Laufwerk des Rechners liegen (sofern mehrere Partitionen bestehen):

\Geos
        Geos.ini
        Loader.exe
\System
        geos .geo
        UI.geo
        Motif.geo
        Config.geo
        Ansic.geo
        Color.geo
        Grobj.geo
        Spell.geo
        Ruler.geo
        Spline.geo
        Styles.geo
        Impex.geo
        Parallel.geo
        Serial.geo
        Sound.geo
        Spool.geo
        Stream.geo
        Text.geo
        Bitmap.geo
\FS
        MS3.geo        (oder die Datei zur passenden DOS Version)
\KBD
        KBD.geo        (bei Bedarf noch länderspezifische hinzufügen)
\Mouse
        Genmouse.geo   (nur zur Unterstützung von Mouse.com unter DOS)
\Sound
        Standart. geo
\Video
        Cga.geo        (oder Treiber für unterstützten Grafikstandard)
\Sysappl
        Write.geo      (hier muß GeoWrite aus dem World Verzeichnis stehen)
        Setup.geo
\Userdata
\Font
        Berkeley.fnt   (hier mit gewünschten Fonts je nach Platz
                        / Bedarf auffüllen)

Wenn nicht alle Dateien auf ein Laufwerk passen sollten, muß in der Geos.ini noch folgender Eintrag hinzugefügt werden :

[paths]
system = X:\

Wobei X:\ die Bezeichnung des 2. Laufwerkes ist, das man nutzen möchte. Hier werden dann alle Dateien hinkopiert, die keinen Platz mehr auf dem 1. Laufwerk finden. Am besten ist es, bei der obigen Reihenfolge am Ende zu beginnen.

Hier folgt jetzt noch eine abgespeckte Version der Geos.ini :

[system]
continueSetup=true
setupMode=0
serialNumber=0000-0000-0000-0000
noVidMem=true
noFontDriver=true
noSpool=true
noClipboard=true
noTokenDatabase=true
[screen 0]
driver=cga.geo
device=cga: 640x200 Mono
[motif options]
[input]
reboot on reset=false
[welcome]
versiontext=Ensemble 2.0
[mouse]
[keyboard]
[ui]
haveEnvironmentApp=false
productName=Ensemble 2.0
[uiFeatures]
defaultLauncher=GeoWrite
interfaceLevel=2
launchModel=1
launchLevel=3
docControlOptions=6144
docControlFSLevel=2
expressOptions=4089
[configure]
worksheets=false

Wenn die Geos.ini nun zurechtgestutzt ist, haben wir ein C:\ geos Verzeichnis von sage und schreibe 1.178.00 Bytes.
Nach dem Start der Loader.exe dauert es einen Moment, bis Geoworks sich das erste Mal meldet. Dies liegt nach meiner Meinung an ein paar Ordnern, die GW selber nachinstalliert. Dadurch vergrößert sich natürlich auch der Platzbedarf ein wenig.
Diese Zusammenstellung lief auf dem Sharp ohne Probleme. Nur die Größe der Oberfläche von Geoworks konnte ich nicht auf die Bildschirmgröße des Sharp einstellen, da ich damals nicht wußte, wie es geht. Und später mußte er dem OmniGo weichen.

Wer dieses Geoworks-Write mal ausprobieren möchte, sollte die Zusammenstellung aber lieber erst einmal auf den PC ausprobieren. Dabei denkt aber bitte daran, daß Ihr in der Geos.ini unter [screen 0] den richtigen "driver" Namen und unter "device" die richtige Auflösung für Euren PC eintragt.
Selbstverständlich könnt Ihr Geoworks auch mit jeder anderen Applikation starten lassen.

Ich meine das gerade in der jetzigen Zeit, in der die PDA's und Win CE Mini-Computer rasend schnell an Marktanteilen gewinnen, dies eine gute Möglichkeit ist, sein geliebtes Geoworks auch in der Westentasche mit sich herumzutragen.

 

Frank Schaade

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 53

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letzte Änderung am 01.01.1970