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Leserbrief: Gedanken über die Zukunft von NewDeal Office

Autoren: Thomas Haberland, Martin Vorbrodt

Anmerkung des GUC: Dieser Beitrag wurde uns als Leserbrief vom Autor zugeschickt. Rein und wirklich rein zufällig geht die zentrale Aussage dieses Leserbriefs in die gleiche Richtung, die der GUC in seinen konkreten Überlegungen zum Start des Dachverbands vorbringt. Siehe Beitrag auf Seite 3 und 4 dieser GUP!
Da der Autor hier gezielt auf PC/Geos eingeht, wurde sein Leserbrief im PC Teil der GUP gebracht. Dennoch sollte sein Leserbrief im Zusammenhang mit dem Geos Dachverband gesehen werden.
Wir warten gespannt auf Eure Meinungen zum Dachverband und Reaktionen zum "Fonds", siehe folgenden Leserbrief.

Thomas Haberland


In der letzten Zeit wurde viel über die neue Version von NewDeal Office 97 diskutiert und spekuliert, ob NewDeal Office eine Zukunft hat oder nicht. Ich meine, NewDeal Office hat sehr gute Chancen, am Leben zu bleiben. Dies zeigt schon, daß einige Hersteller die Einsicht gewonnen haben, daß NewDeal Office (früher Geoworks) die bessere Software ist (HP mit dem OmniGo, Brother mit seiner Schreibmaschine LW 750ic, Nokia mit dem Communicator). Dies sind nur einige Beispiele, was sie von Microsoft meinen.
Immer mehr Software Firmen wollen sich von Microsoft trennen, aber wissen nicht, wie sie dies anstellen sollen.

Die oben angesprochenen Firmen haben Mut und Selbstbewußtsein gezeigt, daß es auch noch andere und bessere Software gibt. Dies bestätigt sich auch wieder, daß beim Europa-Treffen die betroffenen Firmen anwesend waren (außer HP). Ich arbeite seit der Version 1.x mit GWE und bin sehr zufrieden mit dieser Software.

Es gibt keine bessere Software auf dem Markt, die gerade wegen ihrer geringen Hardware-Anforderungen alle Bereiche sowohl im Heim- als auch im Profibereich abdeckt. Und das zu einem Preis, der sich angesichts der Anwendungsbereiche sehen lassen kann.
Das es für Geoworks / NewDeal kaum Anwendersoftware von anderen Anbietern gab und gibt, liegt einzig und allein an dem alten Distributor, der überhaupt kein Interesse gezeigt hat, die Software Geoworks richtig zu vermarkten und mit anderen Software-Herstellern in Kontakt zu treten.

Wenn man sich die Entwicklungsgeschichte von Geoworks vor Augen hält, hat Geoworks nie aufgehört zu leben. Dies ist aber auch den vielen Geoworks-Anwendern und Freizeit-Profi-Programmierern zu verdanken, die es trotz der vielen Tiefs nie aufgegeben haben und immer wieder neue Software für C64 und PC entwickelt haben.
Dafür möchte ich mich auch erst einmal bedanken. Denn ohne diesen großen Optimismus und persönliches Engagement wären diese hervorragenden Leistungen nicht möglich.

Wie sieht nun die Zukunft für NewDeal Office in Deutschland aus? Sehr gut.
Um NewDeal Office auch in Deutschland in jedem Kaufhaus kaufen zu können, muß noch sehr viel Arbeit geleistet werden. Das setzt voraus, daß richtige Werbung in den einschlägigen Printmedien aber auch in Rundfunk und Fernsehen erfolgen muß, und da liegt der Pferdefuß.

Dies erfordert sehr viel Engagement und Geld von allen aktiven und zahlenden GUC-Mitgliedern.
Denn es wird nicht einfach werden, eine Werbe-Firma zu finden, die uns erst einmal ohne Geld einen Werbe-Spot produziert und zur Verfügung stellt, und eine Sendestation, die ihn auch ausstrahlt.

Aber bevor es soweit ist, müssen wir erst einmal einen Distributor für Deutschland haben, und dieser muß auch noch mit dem GUC sehr gut zusammen arbeiten, aber das trifft auch für alle anderen zukünftigen Firmen zu.

Wenn man sich diese Problematik ansieht, bleibt als Distributor für Deutschland nur der GUC übrig. Der GUC hat sich dafür alle Voraussetzungen und auch die nötigen Kontakte über Jahre mühevoll aufgebaut und kennt auch die Sorgen und die Wünsche der jetzigen NewDeal Anwender.

Bei einem anderen Distributor sehe ich (persönlich) die Gefahr, daß er die Interessen der NewDeal-Anwender nicht richtig vertritt. Eine weitere Gefahr sehe ich (auch wieder persönlich), daß die mühsam aufgebauten Kontakte und das Vertrauen, welches über lange Jahre aufgebaut wurde, zerstört werden könnte. Und dies haben wir nicht nötig, angesichts dessen, daß wir uns alles selber aufgebaut haben.

Ich habe mir auch Gedanken über die Zukunft über die Treffen und Software-Entwicklung gemacht.
Leider konnte ich nicht an dem Europa-Treffen in Basel teilnehmen. Aus dem Artikel Nr. 52 der GUP entnehme ich, daß sehr schön gewesen sein soll.
In diesem Artikel mußte ich lesen, daß Werni Grieder die Preise für die Gewinner für den Programmier-Wettbewerb aus der eigenen Tasche bezahlt hat.
Sicherlich hat Werni Grieder dies aus innerlicher Überzeugung getan, dies ist aber nicht Sinn und Zweck, daß jemand persönlich sein eigenes sauer Verdientes Geld dafür opfert (Werni Grieder macht schon genug für uns).

Damit auch zukünftig für solche Zwecke finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden können, schlage ich die Bildung eines Fonds vor, der für solche Zwecke, aber auch für Weiterbildungen, Werbung eingesetzt werden könnte (weitere Vorschläge sind erwünscht).

Der Fond kann gefüllt werden von jedem und nach seinen persönlichen finanziellen Möglichkeiten (auch 5 DM). Jede Mark würde den Fond füllen und unseren Zielen ein wenig näher bringen.
Das Geld soll nur zweckgebunden eingesetzt werden. Über den Verwendungszweck wird jedes Jahr neu entschieden, je nach Größe des Fonds.

Mit diesem Geld könnten auch Wettbewerbe, ein Programmmier-Lehrgang in Canada bei NewDeal oder andere besonders herausragende Leistungen in Form von Reisen oder anderen schönen Dingen ? bereit gestellt und bezahlt werden.

Die Größe des Fonds wird regelmäßig in der GUP veröffentlicht, auch die Einzahler mit dem eingezahlten Betrag könnte erscheinen (wenn dies erwünscht wird). So ist auch die nötige Transparenz gewährleistet. Dies gilt aber auch für die Ausgaben, die öffentlich gemacht werden. So braucht keiner Angst zu haben, wo sein Geld bleibt.
Es können auch von anderen Staaten Einzahlungen erfolgen, so daß alle GUC-Mitglieder an dem Erfolg teil haben (sofern es zu der Bildung des Fonds kommen sollte).

Nach meiner Meinung ist die Zukunft für NewDeal Office gesichert. Damit möchte ich diesen Artikel schließen und macht Euch einmal Gedanken über meine Vorschläge.

 

Martin Vorbrodt

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 53

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letzte Änderung am 01.01.1970