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Test: PrintText v2.06

Autoren: Werner Weicht, Jens Weigt

Schon wieder ein neues Druck-Programm für Geos?? So oder so ähnlich werden wohl einige denken. Gibt es doch mit Geos LQ und TextPrint schon zwei hervorragende Programme für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete. Doch weit gefehlt. PrintText von Ronny und Roy Bachmann stellt eine wesentliche Erweiterung dar.

Wichtig ist: PrintText arbeitet nur mit Druckern, die ESC/P2 kompatibel sind. Dies trifft auf einige 24-Nadler und wohl auf viele Tintenstrahl-Drucker zu. Getestet wurden beide Programm-Versionen (Geos 64/128) mit einem 24-Nadler EPSON LQ-100 und dem Tintenstrahler EPSON Stylus 820.

PrintText ist ein Druckprogramm für GeoWrite Texte, welches die druckerinternen Schriften in ESC/P2-Druckern nutzt. Dazu sind keine Steuerzeichen notwendig sondern man benutzt die mitgelieferten Schriften, die den in den Druckern eingebauten Fonts entsprechen. Grafiken im Text werden wie bei TextPrint auch gedruckt. Als Druckertreiber muß ein HQ-Treiber ab V3.1 benutzt werden. Zwei Druckertreiber (1x parallel und 1x seriell) sind im Lieferumfang enthalten.
Auf Farbdruckern kann der Text auch farbig gedruckt werden.

1. Installation
Die Diskette enthält eine 64er- und eine 128er-Version. Beide arbeiten identisch mit einer farbigen Oberfläche.
Zur Installation muß das jeweilige Druckprogramm, für farbigen Druck ein Datenfile, der Druckertreiber und die für den benutzten Drucker notwendigen Fonts, sowie GeoWrite auf eine Arbeitsdiskette (z.B. eine RAM) kopiert werden. Der Text selbst kann von allen (max. 4) Laufwerken durch das Druckprogramm geladen werden. Er sollte mit den mitgelieferten Schriften und bei korrektem Druckertreiber geschrieben werden.

2. Anleitung
Sie ist als GeoWrite-File auf der Diskette vorhanden und zeigt auch gleich die Möglichkeiten des Programms. Sie ist sehr übersichtlich und verständlich geschrieben und folgt in ihrem Aufbau den Funktionsabläufen des Programms. Da das Programm mit verständlichen Icons ausgestattet ist, wird man sie aber nicht allzu oft benötigen.

Dateiauswahlbox3. Druckprogramm
Nach dem Start erscheint eine komfortable Dateiauswahlbox (Bild 1), in welcher der auszudruckende Text geöffnet, Hilfsprogramme gestartet und Druckertreiber gewechselt werden können. Hier steht die Wahl zwischen 4 Laufwerken und selbstverständlich Diskwechsel zur Verfügung. Außerdem kann ein ausgewählter Text hier auch zum farbigen Ausdruck (siehe 4. Farbdruck) vorbereitet werden. Zum scrollen durch die Dateien stehen Icons zur Verfügung, die zum Anfang / Ende der Liste führen, seitenweises vor- und zurückblättern erlauben und einzeln nach oben oder unten scrollen ermöglichen. Hier kann auch eine Infobox über die Programmierer aufgerufen werden.

Druckmenue Hat man einen Text geöffnet, erscheint das Druckmenü. Hier können alle notwendigen Einstellungen getroffen werden, die das Bild (Bild 2) wohl ausreichend erklärt. Die 4 Icons unten haben hier keine Funktion mehr, das Diskettensymbol oben ermöglicht das Speichern der Einstellungen im Programm. Neben "DIN A4" kann auf 1,5"-Etiketten und Videoetiketten umgeschaltet werden. Bei diesen 3 Einstellungen können die Bezeichnungen (z. B. DIN A4) und die dazugehörige Seitenlänge (in Zeilen) geändert werden! Auch dies bleibt beim Speichern der Einstellungen erhalten. Eine sehr interessante Idee, z. B. zum farbigen Druck von Etiketten und Briefumschlägen.

Nach dem Druck gelangt man zur Endauswahlbox. Dort kann der Ausdruck wiederholt werden, man kann mit und ohne Text zu GeoWrite oder zurück zur Dateiauswahl gelangen und natürlich das Programm verlassen. Auch hier erscheinen die 4 Icons ganz unten und wie beim Druckmenü haben sie auch hier keine Funktion. Etwas darüber ist der Filetyp und (durchaus sinnvoll) der eingestellte Druckertreiber genannt. Vielleicht lassen sich die funktionslosen Icons ja überblenden, wirklich stören tun sie eigentlich nicht.

4. Farbdruck
Farbdruck Hierher gelangt man, wenn man das Icon "Text Col" angeklickt hat und sich die Datei "SetWriteCol" mit auf der Startdiskette des Programms befindet. Fehlt dieses Programm, erscheint die Dateiauswahlbox sofort wieder, es gibt also keinen Absturz.
Bedient wird hier über die Icons unten (Bild 3). Eingefärbt wird der Text absatzweise und man kann alle Seiten des Textes nacheinander abarbeiten. Um dies komfortabel zu gestalten, stehen nicht nur diverse Icons (siehe Bild 3) zur Verfügung, sondern auch die Tasten 1 bis 0 und ß in der gleichen Reihenfolge wie die Icons (Taste "8" entspricht dem Speichern des Textes auf Diskette). Diese Funktionen zu erläutern wäre hier sicher etwas viel, zumal ich keinen Farbdrucker besitze und es deshalb nicht testen konnte.
Das Icon mit dem Drucker führt zurück zum Hauptprogramm, der Text mit den Farbcodes wird automatisch gespeichert. Im übrigen wird auch ein "kunterbunter" Text auf einem Schwarz-Weiß-Drucker schwarz gedruckt, auch hier kann also nichts passieren.

5. Fazit
Das Programm ist sehr empfehlenswert für GEOS-Anwender mit einem ESC/P2 fähigem Drucker, vor allem wenn man einen Farbdrucker besitzt. Allen anderen jedoch nützt es herzlich wenig. Sehr gut ist, daß die Fonts auf dem Bildschirm in etwa denen entsprechen, wie sie gedruckt werden. Man kann also schon in GeoWrite sehen, wie das gedruckte Dokument aussehen wird. In der Version 2.06 habe ich keine Fehler in der Funktion gefunden. Auch die anderen Bestandteile haben mich überzeugt.
Etwas ungewohnt für Geos 64 Anwender ist, daß PrintText nur mit Texten der Klasse "Write Image V2.1" zusammenarbeitet. Hier sollte man nach Möglichkeit noch die Unterstützung von V2.0 Dokumenten integrieren.
Wünschenswert wäre vielleicht eine gedruckte Anleitung oder zumindest ein Hinweis zum Ausdruck der Anleitung, da diese schon komplett für PrintText vorbereitet wurde.

 

Jens Weigt / Werner Weicht

   Produkt Info
     Name:             PrintText
     Voraussetzung:    ESC/P2 kompat. Drucker
     Preis:            25,- DM (GUC: 22,5 DM)
     Bestelladresse:   GUC Dorsten

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 53

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letzte Änderung am 01.01.1970