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Die Leser Mail - was kann der Anwender tun?

Autoren: Frank Kwirandt, Thomas Haberland

Auszug aus einer Mail, die Frank Kwirandt im GeosNet schrieb. Auch wenn es etwas aus dem Zusammenhang gerissen ist, finde ich die zentrale Aussage der Mail sehr positiv - sie kann m. E. ohne einen Bezug zur verursachenden Diskussion im GeosNet veröffentlicht werden. Was meint ihr zu Frank's Aussagen?
Anlaß war, das nur am Rande, eine Diskussion rund um den neuen Breadbox CD-Player und die Einschränkung der Verwendbarkeit der CD-Player eigenen Datenbank durch andere Programme wie z. B. GeoFile. Dabei fiel u. a. eine Aussage wie "die Datenbank ist für mich wertlos".

Thomas Haberland


Ich denke, Wünsche und Verbesserungsvorschläge sind immer willkommen, nur benötigen sie auch eine gewisse Zeit, in die Tat umgesetzt zu werden.
Auf dem letzten JHT hatte Dirk (Lausecker) mir seinen CD-Player vorgestellt und mich gebeten, eine Liste aufzustellen, was dieser Player alles können sollte. Dies hatte ich auch getan und ihm noch während des JHT übergeben. Nur, an DIESE Funktion (Anm.: CD-Player Datenbank mit anderen Programmen auslesen) habe ich natürlich auch nicht gedacht.

Aber Dirk klagte auch (wie alle Geos-Programmierer) über Zeitmangel, und hatte sich auch noch Mitarbeiter gewünscht, die ihm z. B. das Erstellen des Icons hätten abnehmen können. Mir macht es sehr viel Spaß, mit den verschiedenen Programmierern zusammenzuarbeiten, auch wenn ich selbst nicht programmieren kann.

Wie kann man dies als einzelner also tun? Es gibt da mehrere Möglichkeiten und ich will hier ein paar Beispiele nennen.

1). Ich stellte fest, daß meine Grafikkarte nicht richtig mit Falks Farbtreibern zusammen lief, also stellte ich ihm mehrere Male die Karte zur Verfügung, damit die Fehler beseitigt werden konnten.

2). Du könntest eine Auflistung von Funktionen den entsprechenden Programmierern zukommen lassen, welche Funktionen in welchen Programmen dir noch fehlen und du gerne hättest.

3). Auf dem letzten JHT erwähnte Marcus (Gröber), daß er mit V-Convert nicht weiterkommen würde, weil er keine Formatbeschreibung für CGM hätte und sich alles über die Try & Error- Methode erarbeiten müßte. Also schaute ich mich um, und fand eine englische Beschreibung dieses Formates. Mit dieser Beschreibung wird es möglich sein, die meisten Fehler beseitigen zu können.

4). Das in 3. erwähnte tat ich auch mit anderen Dateibeschreibungen. Ich kaufte Handbücher für Programmierer, in denen diverse Formate beschrieben wurden, und ließ sie den verschiedenen Programmierern zukommen. Dies war bisher meine kostspieligste Aktion, die nur ein Geos-Individualist (-Verrückter) tun würde. Diese Aktion hat schon Früchte getragen, so daß in Basel eine JPG-Importfunktion gezeigt werden konnte.
Ziel der obigen Aktion war es auch, die Programmierung von mehr und besseren Importfiltern möglich zu machen, damit die Kompatibilitaet von Geos zu anderen Programmen verbessert werden kann.

5). Weiterhin habe ich Programmwünsche an diverse Programmierer geäußert, und diese Programme habe ich beschrieben sowie in GeoDraw gemalt. Das "malen" sah dann so aus, daß ich mit dem Screen-Capture-Programm z. B. Rollbalken, Buttons und Fenster ausgeschnitten und sie in meiner Zeichnung verwendet habe. Das Ergebnis war so täuschend echt, daß man meinte, daß es sich um ein fertig programmiertes Programm handeln wuerde. So bekommt z. B. ein Programmierer eine visionelle Vorstellung von dem, was man als Normaluser sich vorstellt.

6). Weiterhin wird zum JHT von unserer Regio eine Photo-CD mit annähernd 2000 eingescannten copyrightfreien Fotos (PCX, 256 Farben) erscheinen. Ziel ist auch hier, die Fotos unter Geos nutzen zu können, und die Entwicklung des Bildbetrachters von Falk voranzutreiben bzw. überhaupt erst Anwendungsgebiete für den Bildbetrachter zu erschließen.
... und wenn es erst anständige Farbdruckertreiber geben wird, dann steht der digitalen Bildbearbeitung unter Geos (bis auf die dürftigen Werkzeuge unter GeoDraw) nichts mehr im Wege.

Du siehst also, daß man auch als Otto-Normaluser einiges tun kann, um die weitere Entwicklung von Geos / NewDeal voranzutreiben. Wenn du dich umsiehst, findest bestimmt auch du ein paar Dinge, um Geos/ NewDeal zu fördern.

Wir können nicht von NewDeal so schnelle Weiterentwicklungen des Programms wie bei Windows erwarten, weil die Anzahl der Programmierer einfach sehr stark von den verfügbaren Geldmitteln abhängt. Und wenn man bedenkt, daß keiner von den namhaften deutschen Programmierern von den Erlösen ihrer Programme leben kann, so daß sie nur aus Idealismus, Hobby und Spaß programmieren, dann sollte man doch erkennen, daß wir nur sehr kleine Brötchen backen können.
... da nützt es auch nichts, wenn man ständig "ich will aber, ich will aber" schreit. ;-)

 

Frank Kwirandt

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 54

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Letzte Änderung am 01.11.2019