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BTX mit C64/128

Autor: Werner Weicht

Via BTX bzw, T-Online, wie es jetzt heißt, können eine Reihe von Informationen abgerufen werden, so daß die Nutzung für C64/128-Benutzer durchaus interessant ist. Das gilt auch, wenn zur Zeit die neuen Telekom-Tarife eher abschreckend wirken. Aber hier ist Besserung in Sicht, wenn auf bestimmte Telefonnummern Rabatte gewährt werden. Dies soll laut Telekom-Pressemeldung "sukzessive ab Ende des Jahres" (1996) geschehen.

Die Soft- und Hardware zum Einloggen in T-Online steht schon einige Zeit zur Verfügung: der BTX-Dekoder "64'er online" von Drews (GUC-Preis 20 DM). Doch sind seine Funktionen und vor allem die Geschwindigkeit nicht mehr zeitgemäß. Deshalb machte sich Wolfgang Grimm daran, die Funktionalität dieses BTX-Dekoders zu verbessern. Dazu entstanden in den letzten zwei Jahren verschiedene Zusatzprogramme. Die letzte Version, erschienen kurz vor Weihnachten 1995, ist BTX-Extra V3.0. Doch eins nach dem anderen.

Voraussetzungen
Zunächst ist der Anschluß eines Modems am Userport des Rechners möglich. Dafür wird dann noch eine RS-232 Schnittstelle benötigt. Vom Geos User Club wird eine solche RS-232 Schnittstelle aus eigener Produktion angeboten. Die Schnittstelle besteht aus einem normalen Userport-Stecker, in dem die gesamte Elektronik untergebracht ist. Für den Modemanschluß steht ein neunpoliger SUB-D-Stecker zur Verfügung. Mit dieser Schnittstelle kann problemlos BTX (Drews-BTX-Dekoder mit Zusatzsoftware von W. Grimm) betrieben werden. Die Schnittstelle kostet beim GUC 50 DM. Allerdings kann BTX am Userport nur mit maximal 2400 Baud, TSW laden nur mit 1200 Baud betrieben werden.

Highspeed Zugang
Nachdem die Telekom im Dezember 95 flächendeckend die schnelleren Zugänge (bis 14400 Baud) zur Verfügung gestellt hat und diese auch von BTX-Extra unterstützt werden, können auch die C64/128-User diese Zugänge nutzen. Allerdings ist hier ein höherer Hardware-Aufwand notig.

Die schnellen Geschwindigkeiten können nur mit SwiftLink (CMD, 99 DM) und DataBlast (von J.-M. Groß, 90 DM) erreicht werden. Mit diesen Schnittstellen, die am Expansionsport angeschlossen werden, sind Geschwindigkeiten bis zu 38400 Baud möglich. SwiftLink bzw, DataBlast können über eine Expansionsport-Erweiterung direkt mii einer CBM-REU zusammen betrieben werden. Mit GeoRAM, BBGRAM, usw, ist das zur Zeit noch nicht möglich. Außerdem wird natürlich auch ein entsprechend schnelles Modem benötigt.

BTX-Extra
Diese Erweiterung von 64'er online gibt es in je einer Version für C64/C128 (40 Zeichen) und C128 (80 Zeichen). Da der Funktionsumfang beider Versionen gleich ist, beziehe ich mich hier im wesentlichen auf die 128'er Version für SwiftLink, da ich mit dieser schon seit längerer Zeit zu meiner vollsten Zufriedenheit arbeite.
Meine Konfiguration: C128DB, REU 1750 1Mb, SwiftLink, 1571, 1581 und Modem 1414VQE (beim GUC erhältlich für 200 DM).

Installation
Die Installation ist recht einfach. Man erstellt eine Kopie der gelieferten BTX-Extra-Diskette und kopiert zusätzlich von der 64'er online-Disk die Files BTX.O und BTXFONTS auf diese Kopie. Bei der 64'er Version wird zusätzlich BTXKONF und BTXPARAM benötigt. Für die 128er Version gibt es ein eigenes neues Konfigurationsprogramm.

Das Konfigurationsprogramm sollte auch als erstes gestartet werden, um den Anwahl- und Abwahlstring, gegebenenfalls auch die Druckerkonfiguration entsprechend der vorhandenen Hardware einzustellen. Wer mit SwiftLink / DataBlast arbeitet, kann am Userport einen Drucker anschließen. Dazu muß als Sekundäradresse 128 eingetragen werden. Nachdem die Konfiguration auf Disk gespeichert ist, kann BTX gestartet werden.
Für den Anwahlstring kann ich keine generellen Lösungen anbieten, da dieser vom verwendeten Modem abhangig ist. Hier hilft auf jeden Fall ein Blick ins Modem-Handbuch.
Allgemein gilt für die Zugange mit 14400 Baud: Verbindung mit Fehlerkorrektur, MNP5/V42bis aktiv, RTS/CTS Flußkontrolle einschalten, Geschwindigkeit auf 14400 Baud oder schneller. Für mein 1414VQE gilt:: AT&Q5%C3#N3F10&K3DT .... (# - Backslash).

Der Geschwindigkeitsvorieil macht sich besonders bei der 128'er Version bemerkbar. Hier geht der Bildaufbau schon sehr flott. Auch die 64'er Version wird etwas schneller, doch macht sich diese Steigerung nicht so deutlich bemerkbar. Das liegt vor allem daran, daß der BTX-Dekoder die Seiten hier nicht so schnell darstellen kann. Das Modem hat die Seite längst empfangen - beobachtet mal die LED's des Modems.

Funktionsumfang
Der Funktionsumfang der BTX-Extra-Software ist schon sehr beachtlich. Folgende Funktionen stehen zur Verfügung: Makro-Erstellung, Text offline schreiben, Text in Mitteilungsseiten laden und Floppyfunktionen. Besonders wichtig scheinen mir die Makroerstellung und der Texteditor. Dadurch lassen sich Online-Kosten sparen, da ein Makro viel schneller arbeitet als bei manueller Eingabe einzelner Befehle, und Mitteilungen nicht mehr geschrieben werden müssen, wenn man im System ist.

In einem Makro werden Eingaben an den BTX-Rechner gespeichert, die dann automatisch ausgeführt werden. So sollte man sich als erstes ein Anwahl-Makro erstellen, damit die Zugangsprozedur nicht mehr manuell ausgeführt werden muß. Außerdem können Makros für verschiedenste Anbieter erstellt werden. Zwei Makros werden mitgeliefert. Damit gelangt man zu *geos# bzw. zu *matting#. wohl die besten Pinnwände für den C64/128-User. Man kann z. B. auch das Anwahlmakro so erweitern, daß man sofort zu einem bestimmten Anbieter gelangt.

Mit dem Texteditor werden Mitteilungen erstellt, ohne daß man im BTX-System online ist. Diese Mitteilungen können auf Disk gespeichert und dann online in die entsprechenden BTX-Seiten geladen werden. Da verschiedene Anbieter auch verschiedene Mitteilungsseiten haben, muß bei der Erstellung auf die Textlänge geachtet werden. Für *geos# und *matting# sind hier Vorgaben vorhanden, die vor der Texterstellung in den Editor geladen werden können.

Folgende Floppyfunktiorien stehen zur Verfugung: Laufwerkswechsel, Anzeigen des Directorys, Dateien löschen, Disketten formatieren und Partitionswechsel für CMD-Geräte.
Alle Funktionen der BTX-Extra Software werden ausführlich im mitgelieferten Handbuch beschrieben.

Fazit
Die BTX-Extra-Software von Wolfgang Grimm kann ich nur empfehlen. Probleme gibt es eigentlich nicht. Alles arbeitet problemlos. Einen Hinweis will ich noch geben, der die Geschwindigkeit von 14400 Baud betrifft. Es gibt 14400'er Modems, die vom C64/C128 nicht mit 14400 Baud angesprochen werden können. Das bemerkt man daran, daß das Modem bei einer Anwahl überhaupt nicht reagiert. Bei BTX sollte man dann das Startfile auf 9600 Baud einstellen und alles funktioniert wieder. In einem Termmalprogramm empfiehlt sich die höchste einstellbare Geschwindigkeit zu wählen (bei mir 38400 Baud).
Welche Geschwindigkeit der Postrechner wirklich benutzt, kann bei den schnellen Zugängen auf der Seite *96# abgelesen werden, bei Geschwindigkeiten bis 2400 Baud auf der Seite *707#.

Ausblick
Für Frühjahr 1996 hat Wolfgang Grimm bereits wieder neues angekündigt. So ist er gerade dabei, vollkommen neue BTX-Dekoder zu programmieren. Wer also in BTX erst einsteigen will, sollte noch eiwas abwarten, um gleich auf dem aktuellen Stand zu sein und unnötige Geldausgaben zu vermeiden.

 


   Produkt Info

     Name:              64'er online
     lauffahig unter:   C64 & C128
     Voraussetzung:     RS-232 Schnittstelle,
                        oder: DataBlast/Swiftlink, Modem
     Preis:             20.-DM (GUC: 18 DM)
     Bestelladresse:    GUC Dorsten


   Produkt Info

     Name:              DataBlast
     lauffähig unter:   an C64/128
     Voraussetzung:     -
     Preis:             90,- DM (GUC: 81 DM)
     Bestelladresse:    GUC Dorsten

 

Werner Weicht

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 44

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letzte Änderung am 01.01.1970