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Nicht professionell genug? / GeoCalc rechnet besser

Autoren: Burkhard Oerttel, Horst Radeczewill

Nicht professionell genug? GeoWorks wird von "Experten" vorgeworfen, es genüge nicht professionellen Anforderungen, sei eigentlich nur etwas für geringe Ansprüche. Das mag in Teilbereichen sogar zutreffen, bedarf aber einer differenzierteren Betrachtung. Gewiß, die fehlende Fußnoten-, Inhalts- und Indexverwaltung schließt GeoWrite von wissenschaftlichen Anwendungen weitgehend aus. GeoDraw dagegen besitzt Fähigkeiten, mit denen so manches hochgelobte Profi-Programm nicht mitkommt.

Da ich nicht nur schreibe, sondern meine Arbeiten auch selbst illustriere, tummeln sich auf meiner Platte diverse Grafik- und Malprogramme. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es eben nicht, für jeden Zweck liegen die Stärken woanders. Wenn es aber darum geht, besonders kniffelige Gestaltungsfragen zu lösen, greife ich zu GeoDraw, denn mit den anderen Programmen habe ich so meine Probleme.

Da hatte ich doch neulich in Corel Draw eine tolle Grafik entworfen, mit viel Tiefe, extrudierten Textelementen und so. Da in der Redaktion mit Macs gearbeitet wird, benötigen sie dort meine Bilder im GIF-Format, weil sie dafür einen brauchbaren Importfilter besitzen. Corel hat einen passenden Exportfilter, also ans Werk. Nach einer Viertelstunde war ich mir nicht sicher, ob sich der Rechner aufgehängt hatte oder Corel noch arbeitete, aber ich faßte mich in Geduld und warf die Kaffeemaschine an. Die Viertelstunde Handicap war ausreichend, um Corel den Einlaufsieg vor der Kaffeemaschine zu ermöglichen. Leider war dann auch noch das Ergebnis nicht zu gebrauchen: Die Verläufe waren auf eine Stufe reduziert, also harter Übergang von grau auf weiß; außerdem fehlte das Hintergrundmuster.

Also wieder zu GeoWorks gewechselt: In GeoDraw wurde dieselbe Grafik erzeugt, die Tiefeneffekte erschaffte ich mit "FontMagick", ich war in knapp der Hälfte der Zeit fertig, weil ich nicht nach jedem Verschieben eines Objekts langwierige Bildaufbauten hatte, und auch den Export nach GIF schaffte Geos in 30 Sekunden.
Ich gab Corel noch mal eine Chance: Vor eine Hintergrundgrafik sollte ein tabellarischer Text gestellt werden, der sich durch helle Außenlinien vom Hintergrund besser abheben sollte. Da die Grafik von der Corel-CD stammt, lag es nahe, Corel Draw dafür zu benutzen. Es klappte auch alles ganz wunderbar, sah auf dem Bildschirm recht ordentlich aus, aber dann wieder der mühselige Export. Schlimm geriet der Probeabdruck auf dem Schwarz-weiß-Laser, denn der Redakteur will ja wenigstens annäherungsweise sehen, was da so abgeliefert wird. Corel rastert die Farben zwar auf, aber unglaublich grob, so daß die Schrift dann teilweise kaum noch zu lesen war. Also wieder reuig zu Geos, mit der Beta-Version (!) von Marcus Gröbers V-Convert die Corel-Grafik rübergeholt, den Text in FontMagick mit Umrandungen versehen - fertig. Der Export nach GIF lief dann wieder gewohnt schnell ab.

Also ist GeoWorks so unprofessionell doch nicht. Aber nun kommt die Einschränkung: GeoWorks allein wäre nicht ganz so hilfreich gewesen, sondern hätte mir eine Menge Zusatzarbeit abverlangt. Erleichtert wurde die Arbeit speziell durch die beiden Hilfsprogramme FontMagick und V-Converter von Marcus. Schön, daß er so etwas macht; schade nur, daß diese Leistung nur einem begrenzten Kreis von Geos-Usern zugute kommt, weil die Mehrheit wegen der Geos-Abstinenz der Fachpresse gar nicht mitbekommt, daß es überhaupt Zusatzprogramme zu GeoWorks gibt.

Bleibt noch ein Wermutstropfen, nämlich die Beschränkung auf 16 Farben in GeoWorks. Hier kann nur das Stammhaus helfen, und es wäre wirklich an der Zeit, die Treiber für 256 Farben (damit wären wir ja schon zufrieden!) nun endlich fertigzustellen, die schon seit zwei Jahren im Beta-Stadium existieren.

 

Burkhard Oerttel

 


GeoCalc rechnet besser

 

Was Leser meinen
Artikel-Ausschnitt Ich habe beide Rechnungen mit GeoCalc aus Geoworks Ensemble 2.0 nachgeprüft und in beiden Fällen das richtige Ergebnis erhalten. Weiterhin viel Spaß mit Microsoft und Windows!

(aus PC-Welt 5/95 zur Diskussion über Rechenfehler in Tabellen-Kalkulationen)

 

Horst Radeczewill,
Schalksmühle

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

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Letzte Änderung am 01.11.2019