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RAM-Link - Die Schwierigkeiten der Installation

Autor: Wolfgang Gaida

Lange ist es her, daß in der GUP etwas von RAM-Link zu lesen war. Genau 16 Hefte oder zweieinhalb Jahre. Trotzdem hat die Installation von RAM-Link seit dem Bericht "Alptraum eines Geos-Users" von Gaby und Karl-Heinz Herzberg in der GUP 24 nichts an Aktualität verloren. Die Installation macht nach wie vor Probleme.

Es beginnt mit dem "Handbuch". Es ist nämlich als Handbuch auch heute noch nicht vorhanden und besteht weiterhin aus GeoWrite-Dokumenten auf Diskette. Bevor die ersten Worte gelesen werden können, ist erst einmal drucken angesagt. Das komplette "Handbuch" mit Addendum umfaßt 105 Seiten in A4-Größe.
Die Anleitung zur Hardware-Installation befindet sich zwar auf den Seiten 10 - 16, der Umgang mit GEOS ist jedoch erst im Addendum auf den Gesamtseiten 100 - 105 nachzulesen. Bis dahin ist je nach Drucker mehr oder weniger Geduld aufzubringen, aber auch mit einem schnellen Drucker halte ich es auch bei heutigen Preisen von RAM-Link für eine Zumutung, daß ein derart umfangreiches "Handbuch" erst ausgedruckt werden muß. Weiterhin fehlt immer noch das Schlagwortverzeichnis, so daß selbst anhand des Inhaltsverzeichnisses teilweise nur vermutet werden kann wo das steht, was man gerade sucht. Umständliche Sucherei ist die Folge. Zudem ist das A4-Format äußerst unhandlich.

Weitere Verständnisschwierigkeiten treten auch durch die teilweise fehlerhafte Übersetzung und mangelhafte Grammatik auf. CMD sei dringend geraten, das "Handbuch" zu überarbeiten und wirklich als Handbuch zu erstellen.


Die Installation
Die Hardware-Installation des RAM-Link selbst nach den Handbuch Seiten 10 - 16 war unter Zuhilfenahme der Diagramme im englischen Handbuch relativ schnell durchführbar. Beflügelt durch den schnellen Erfolg wollte ich das Gerät mit den auf der Utility-Disk mitgelieferten Programmen programmieren, doch die Programme ließen sich nicht starten. Ich konnte die Programme - z. B. RAM-Tools, das zur Einteilung der Partitionen erforderlich ist - laden, bei dem Befehl RUN stürzte der Rechner jedoch jedesmal ab.

Diese Erscheinung betraf alle Programme, die für die Programmierung von RAM-Link erforderlich sind. Die Hardware-Testprogramme liefen einwandfrei. Nachdem ich in zwei aufeinanderfolgenden Nächten sowohl das RAM von RAM-Link, als auch die Hardware des Rechners in zwei Endlos-Testläufen getestet hatte, ohne daß ein Fehler angezeigt wurde, war die Installation zunächst beendet. An die GEOS-konforme Installation war gar nicht zu denken.

Ich besorgte mir eine neue Diskette von CMD und nahm die Installation erneut in Angriff, mußte jedoch auch bei dieser Diskette feststellen, daß die gleichen Probleme bestanden. Nach weiteren zeitintensiven Versuchen gelang mir durch Zufall dann doch die Programmierung. Die Programme lassen sich nicht aus dem Basic-Directory laden. Bei dem üblichen Verfahren, Directory laden, listen, und das File in der bekannten Weise aus dem Directory laden, stürzt der Rechner ab. Bei Eingabe des gesamten Befehls LOAD "FILENAME",8 von Hand direkt über die Tastatur starten die Programme einwandfrei.

Der Ablauf ist folgender: Directory laden und listen; genaue Schreibweise des benötigten Files merken oder besser aufschreiben; Bildschirm mit Clear / Home löschen; Eingabe des LOAD-Befehls von Hand. Das "Handbuch" erläutert hierzu auf Seite 65 nur lapidar, daß das Programm RAM-Tools zu laden und zu starten ist. Wer kommt dabei schon auf die Idee, daß dies nicht wie üblich funktioniert. Ich bin nicht dahintergekommen warum das so ist, denke aber, daß es an einer besonderen Programmstruktur von CMD liegt.
Aus dem gleichen Grund arbeiten die Programme auch nicht mit dem Modul "Final Cartridge III" zusammen. Über die Funktionstasten wird hier auch zunächst das Directory geladen und dann aus diesem das File, es sei denn man verwendet den Asterisk "*", aber das klappt nur beim ersten Fileeintrag.


Die Geos-Installation
Nachdem es mir nun gelungen war, die Partitionen einzuteilen und die eingebaute RTC-Uhr zu stellen, führte ich die GEOS-Installation durch. Das sehr seitenstarke "Handbuch" enthält für die GEOS-Installation fünf Seiten, die von den Erläuterungen her nach meiner Auffassung ausreichend sind, wenn man verstanden hat, warum das Programm "RL/RD GEOS SETUP" nicht startet. Ohne dieses Programm ist die GEOS-Installation nicht möglich.
Es besteht hier das gleiche Problem wie bei RAM-TOOLS. Das Handbuch führt hier erstmals aus, daß der Befehl LOAD "RL/RD GEOS SETUP",8 einzugeben ist. Daran muß man sich unbedingt halten, wobei vorher auf einen leeren Bildschirm zu achten ist.

Die weitere Installation, auch die Software-Installation von GEOS, bereitet keine großen Probleme mehr. Man muß daran denken die Datei RL KONFIG 64 in KONFIGURIEREN umzubenennen, damit GEOS sie erkennt. Sollte diese Datei im Gegensatz zur 128'er-Version auf der RL-Utilitiy-Disk nicht sichtbar sein, liegt das daran, daß TopDesk diese Datei nicht erkennt. Unter Desktop 2.0 ist die Datei sichtbar. Ebenso im Basic-Directory. Dieses Problem tritt noch einmal mit der GEOS-Datei von der GEOMAKEBOOT-Diskette auf und scheint ebenfalls an der besonderen Programmstruktur zu liegen.
Höchstwahrscheinlich wird man je nach Speichergröße des RAM-Link mit der Geos-Konfiguration experimentieren müssen, bis die endgültige Konfiguration steht. Das ist zwar zeitintensiv und lästig, aber kein Problem.
Fortsetzung folgt in der GUP 41!

 

Wolfgang Gaida

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

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Letzte Änderung am 01.11.2019