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Datei gesucht ?

Autoren: Thomas Haberland, Dr. André Cajar

Bei aller Vielfalt der Funktionen im GeoManager von GWE2 - eine Funktion ist nicht vorhanden: Suche nach einer Datei.
Bis das eine entsprechende Geoworks Applikation verfügbar ist, bieten sich als Ausweg zwei Möglichkeiten unter Verwendung von DOS Befehlen an:

  1. Direkte Suche
  2. Speichern aller Dateinamen in einer Datei, in der eine sehr schnelle Suche erfolgen kann.

Die direkte Suche kann mit dem Befehl ATTRIB erfolgen:

   ATTRIB [Laufwerk] [Pfad] Suchstring/S

Die Option /S ermöglicht die Suche im angegebenen Pfad über Verzeichnisgrenzen hinweg. Es können auch Ersatzzeichen verwendet werden. Allerdings müssen so für jede Suche alle gespeicherten Dateinamen aufs neue gelesen werden.

Alternativ werden bei der zweiten Methode alle Dateinamen zunächst in einer Datei gespeichert, in der anschließend gesucht wird. Hierzu kann folgende Batch dienen:

   @echo off
   cls
   echo Suche nach "% 1" läuft...
   echo.
   echo Suchstring "%1" wurde gefunden in folgenden
                        Verzeichnis/Dateinamen:
   echo (Datei-Attribute werden mit angezeigt)
   echo.
   if exist c:\datei_c.txt goto weiter
   attrib c:\*.*/S > c:\datei_c.txt
   :weiter
   find/l "%1" c:\datei_c.txt |more
               {Zeile gültig für MS-DOS 5.0}
   find "%1" c:\datei_c.txt |more
               {Zeile gültig für DR-DOS 6.0}

Diese Bateh schreibt alle Namen von Dateien des Laufwerkes C: (einschließlich Pfad) unter Verwendung des DOS-Befehls ATTRIB in eine Datei (C:\DATEI_C.TXT), sofern diese noch nicht existiert.

Mit dem Befehl FIND wird anschließend nach dem eingegebenen String gesucht. Auch Namensteile werden erkannt. Dateinamen oder auch DOS-Extensionen, ebenso Pfadangaben und Verzeichnisnamen können schnell gefunden werden. Der Unterschied von Groß- und Kleinschreibung wird ignoriert. Ersatzzeichen (? oder *) sind allerdings nicht möglich.

Startsymbol anlegen Wenn man diese Batch in das DOS-ROOM Verzeichnis stellt, hat man auch unter GWE2 diese Suchfunktion schnell zur Hand. Eingaben beim Menüpunkt "Startsymbol anlegen":

 

   Name für Startsymbol          Suche auf C
   Nach Dateinamen fragen        nein
   Optionen jedesmal erfragen    setzen
   Parameter vor... bestätigen   nein
   Vor Rückkehr fragen:          ja
   Startsymbol plazieren:        im DOSROOM

ZOOMSuchstring Ein zu suchender Dateiname muß dann nur noch in die Eingabemaske eingetragen werden, die nach Doppelklick auf das Symbol im DOSROOM-Verzeichnis erscheint. Allerdings sollte man sich nicht von der englischen Beschriftung verwirren lassen. Auch hier scheint man die Übersetzung ins deutsche vergessen zu haben.

DOS Das Speichern aller vorhandenen Dateinamen in einer Datei dient dem schnelleren Auffinden bei wiederholter Suche. Jedoch sollte man für die regelmäßige Aktualisierung dieser Datei sorgen. Eine Möglichkeit dafür ist ihr Löschen bei jedem Start von GWE2. Die entsprechenden Befehlszeilen kann man in eine eigene GEOS Startbatch schreiben.

   @echo off
   cls
   if exist c:\datei_c.txt del c:\datei_c.txt
   if exist c:\datei_d.txt del c:\datei_d.txt
   c:
   cd c:\geos20
   loader %1 %2

Die in der Datei gespeicherte Dateiliste ist zwar nicht mehr aktuell, sowie man unter GEOS neue Dateien gespeichert hat, aber innerhalb einer Sitzung kann man sich die paar Namen ja noch merken. Notfalls löscht man vor erneuter Suche diese Datei - sie wird bei Suchbeginn prompt neu angelegt. Wie im letzten Listing angedeutet, läßt sich die Suchmöglichkeit natürlich auch auf andere Laufwerke / Partitionen ausdehnen (weitere Suchbatch nötig).

Alternativ kann man die mit ATTRIB angelegte Datei natürlich auch mit dem Text-Editor öffnen und die Suchfunktion der GWE2 Anwendung nutzen; Vorteil: hier sind auch Joker verwendbar.
Wer diesen Weg vorzieht, sollte dann die Inhalte aller Partitionen in eine Datei schreiben, was durch eine kleine Änderung der o. g. Batchdatei problemlos möglich ist.
Beispiel für Laufwerke C: bis H:

   attrib c:\ d:\ e:\ f:\ g:\ h:\/s> c:\dat-alle.txt

Dr. André Cajar


Anmerkung
Wer das DOS Kommando ">" noch nicht kennt: dies ist eine sog. "Umleitung". Anstelle der Anzeige am Bildschirm wird alles in eine Datei geschrieben, deren Name definiert werden muß. Ein Pfad kann, muß aber nicht angegeben werden. Jedoch muß das Kommandozeichen ">" ohne Leerzeichen direkt hinter dem letzten Zeichen der Kommandozeile folgen! Anderes Beispiel: "dir c:\>liste.txt" speichert die Directory Anzeige in der Datei LISTE.TXT ab, eine Anzeige am Bildschirm erfolgt nicht.
Weitere, ähnliche Umleitungen sind möglich mit ">>" und auch "<" wobei letzteres das Gegenteil bewirkt: die Daten aus der angegebenen Datei werden eingelesen!

 

Thomas Haberland

 

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 33

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Letzte Änderung am 01.11.2019