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DTP 3 - Illustrationstechniken

Autor: H.D. Schwarz

(Hinweis vom Editor:
Die Seiten im Orginal-Layout findet Ihr am Schluß dieses Artikels!)

Der Redaktör hat's schwör Er besorgt und sammelt das Material, wählt es nach dem Typ seiner Zeitschrift aus, formt es um, macht es für den Satz fertig. Er recherchiert und verfaßt eigene Berichte. Er sorgt für Anordnung und Aufmachung der einzelnen Beiträge, macht den Seitenumbruch. Er weiß nicht alles, aber er weiß immer, wer es wissen muß.

DIE FRAGE wird von interessierten Usern öfter gestellt, was sie denn nun eigentlich in der Publish AG tun sollen. Schließlich könnte ich, der Schreiber, ein geoPublish-Praxis-Sonderheft, aus meinem überwältigenden Erfahrungsschatz heraus, alleine produzieren und soll es bitt'schön auch tun.
In der Praxis sind meine immer wieder hochgelobten Fachkenntnisse leider nur sehr eingeschränkt 'GEOS-kompatibel'. Wenn ich nach zwei Stunden Arbeit am Bildschirm das ausgedruckte Ergebnis sehe, rebelliert häufig mein Magen.
Ich raffe mich noch zu zwei bis drei Korrekturen auf, aber dann habe ich die Nase voll und lasse den Murks stehen wie er ist. Peinlich, wenn ich dafür auch noch gelobt werde.

MIT KRITIK nicht sparsam umgehen, ist für das geplante Sonderheft sehr nützlich. Wo immer Sie Schwachstellen in den Kursseiten finden können, decken Sie die auf. Das setzt natürlich voraus, daß Sie die Anleitungen, bzw. Empfehlungen in der Tat nachvollziehen. Die Publish AG Artikelreihe ist ein Probelauf und kein 'Evangelium'! Allerdings, wer da meint, ohne die obligatorische 'Layout-Schablone' auskommen zu können, der versucht die Quadratur des Kreises.

ZEITUNGMACHEN ist immer noch dran und nicht Flugblätter, Speisekarten, Partyeinladungen, Bedienungsanleitungen oder wissenschaftliche Referate. Dann nämlich sieht die Seitenaufteilung (MasterPage) etwas anders aus, womöglich anspruchloser zu bedienen. Warum ich mit der schwierigeren Aufgabenstellung zuerst komme? Weil einmal die Artikelreihe in einer Zeitschrift steht, und zum anderen können Sie in ein Zeitungsraster eine Speisekarte setzen aber nicht umgekehrt. Die MasterPage für eine Zeitung muß universell angelegt sein, das sagt auch schon die Fachbezeichnung 'Integrierter Raster' aus. Das Gegenteil davon ist ein 'Funktionsraster'; er muß nur für die Speisekarte funktionieren und darin steht immer nur ein Thema: Essen.

ANGEBOTE wurden gemacht, spezielle Themen, oder auch die Titelseite für das Publish-Sonderheft beizutragen. Ich habe nicht den Ehrgeiz alles alleine zu machen, besonders Dinge die andere besser können. Zweifellos kann der LaserService Zürich viel präziser und praxisnäher die Anleitungen für lasergerechte Dokumente geben - vielleicht tut er das ja auch mal als 'Probelauf' in der GUP.
Die Konturen des Publish-Sonderheftes sind noch nicht scharf genug, um inhaltliche Formatangaben machen zu können. Ich schätze, daß an die 100 Serien ( mit sehr viel Beispielseiten ) für eine brauchbare Anleitung erforderlich sind. Auch die Frage: Wer soll das bezahlen, ist bisher nicht erörtert worden.

 

THEMENFOLGE

   (1/13) Anlegen der MasterPage - Layout Schablone
   (2/14) Text Auszeichnung - Manuskriptbearbeitung
   (3/15) Illustrationstechniken
   (4/16) Layout - Planung einer kompletten Zeitschrift
   (5/17) Anzeigenseiten und Anzeigen im Red.Teil
   (X/YZ) Wirtschaftlich vervielfältigen - Kopie und Offset

Mitarbeit rund um geoPublish und die angrenzenden Gebiete erwartet:

   H.D. Schwarz, (siehe Autoreninfo)

Statistik
(A-Teiln. = Auswertungs-Teilnehmer Anzahl 836 = 100%)

Statistik GEOPUBLISH
Auf die 1140 GUP-Leser (16.01.1991) hochgerechnet, sind 497 User im Besitz von geoPublish. Wenn jeder im Jahr nur eine einzige Seite produziert, dann wird jede GUP-Ausgabe 82 Seiten stark.

DRUCKER mit 60/72 dpi Auflösung
Dieser Druckertyp bereitet Probleme beim Grafikausdruck. Der Seikosha SP180VC ist in der Auswertgruppe 54 mal vorhanden. Nochmals 55 Drucker mit gleicher Schwäche kommen hinzu (MPS801/2/3), so daß statistisch ca. 150 solcher Drucker von den Lesern benutzt werden.

 

-ß-

 

Icon: GeoPublish

Illustrations-
techniken

Henne mit Kücken

 

Ein großes Bild auf der Seite, das ist die Henne und die übrigen kleinen Bilder, das sind die Küken. Besonders gerne verfahren Illustrierten- Redakteure nach diesem Muster. Das Plazieren der Bilder ist eine Art Balanceakt, d.h. die Vorführung einer Druckseite im Gleichgewicht. Ist irgendwo zu viel Druckerschwärze vorhanden, dann 'hängt' die Seite nach rechts oder links, oder sie ist kopflastig. Daraus kann entnommen werden, daß Platz und Größe der Bilder abzuwägen sind.

1) Vergrößerung 200% - Layout Modus: maßstäblich eingepaßt2) bis 5)B i l d l e g e n d e, das ist die Beschreibung des Bildinhaltes. Korrekt steht die Legende links oder rechts daneben, oder unter der Abbildung; jedoch niemals darüber. Wäre diese Seite ein 'Steckbrief', dann würden die Legenden links neben den Phantomzeichnungen 2-5 in der dritten Spalte stehen (also hier) und 2-spaltig unter Abb. 1.

Denkbar wäre bei dieser besonders übersichtlichen Anordnung auch eine 'Sammellegende' für alle Bilder auf der Seite.
Die Bildbeschreibung nur im Text zu verstecken, ist jedenfalls leserunfreundlich.

Hier ist Größe und Stand der Bilder wichtig und der Bildinhalt ist ausnahmsweise einmal unwichtig.

Als erstes haben wir uns Gedanken darüber zu machen, welche Bildinhalte vom Thema her verlangt werden und wo die entsprechenden Bilder herkommen sollen.
Riesige Grafikbibliotheken illustrieren oft nur die Tatsache: "Wer es allen recht machen will, der macht es keinem recht!"
Dagegen ist mit Spezial-Sammlungen zu eng umgrenzten Themen z.B. Landkarten, schon deutlich mehr anzufangen als nur 'Platzbelegung'.
Eine besondere Art von Fertiggrafiken stellen Bauelemente dar, aus denen der Illustrator die Abbildung zusammen setzen muß. Dafür bekannt sind Bauteile und Schaltzeichen die in elektronischen Schaltungen vorkommen. Es ist gar nicht auszudenken, daß eine elektronische Bauanleitung ohne eine derartige Zeichnung auskommt.
Exklusivbilder selber anfertigen, oder beim Kollegen bestellen, das ist sicherlich die vornehmste Art der Illustration.

Erster Schritt:
   s a m m e l n  der in Frage kommenden Bilder in einem seperaten 'FotoAlbum'.

Zweiter Schritt:
   A u s d r u c k e n  des gesammelten Albuminhaltes.
Dazu werden die Album-Bilder in den Publish-Grafik-Modus gesetzt. Auf der Seite müssen sich die MP-Hilfslinien befinden und jedes Bild ist in der Weise zu setzen, daß der Cursorpfeil immer auf eine Schnittstelle sich kreuzender Hilfslinien steht ('snap' Ein). Nach dem Ausdruck von 'Inhalt' und zusätzlich 'Master', ist an dem Abstand der Grafiken zu den Hilflinien ablesbar, wieviel Leerraum um die Grafiken im Album und Scrap steht. Diese Kenntnis ist für die spätere Zentrierung im Layout-Modus hilfreich.

Dritter Schritt:
   K o r r e k t u r e n  in geoPaint ausführen, z.B. Konturen nachzeichnen oder einen anderen Bildausschnitt festlegen, was auch mit 'ScrapCutter' geht.

Illustrationstechniken
Abb.6 Die Verkleinerung (Maßstäblich einpassen) von Bild 9 ist als Nadlerausdruck unbrauchbar - und als Laserdruck?Abb. 7 Das geoChart Diagramm erleidet bei der Verkleinerung auf Paint- oder Writeformat keine unannehmbaren Einbußen

Abb.6 Die Verkleinerung (Maßstäblich einpassen) von Bild 9 ist als Nadlerausdruck unbrauchbar - und als Laserdruck? Abb. 7 Das geoChart Diagramm erleidet bei der Verkleinerung auf Paint- oder Writeformat keine unannehmbaren Einbußen

Größenänderungen werden am besten erst im geoPublish Layout-Modus bewerkstelligt. Während eine Vergrößerung, bis auf volle Seitengröße, oft noch annehmbar ausfällt, ist die Verkleinerung im Nadlerausdruck regelmäßig unterhalb der Zumutbarkeitsgrenze.

Der laserService Zürich gibt an, daß eine Verkleinerung die Erhöhung der Auflösung im Laserausdruck mit sich bringt = Qualitätssteigerung. Um dies unter praktischen Bedingungen zu erproben, wurde Abb.6 eingesetzt.

Vierter Schritt:
   P l a z i e r e n  der Bilder in die Publishseite, so daß ein druckfertiger 'Ganzseitenumbruch' vorliegt.
Das Einsetzen der Bilder ist in zwei Modi möglich: Grafik- und Layout-Modus. In den Master-Modus gesetzte Bilder laufen wie in 'Grafik' ein.
Alleine der Layout-Modus bietet die Möglichkeit, die im Scrap stehende Bildgröße zu verändern. Ein Bild kann in das angelegte Bereichsfeld 'zentriert' (Originalgr. Abb. 2-5), 'maßstäblich' (vergrößert Abb. 1, oder verkleinert Abb 6), oder 'Bild einpassen' (Abb.9, Paint-Zeichenfenster) gesetzt sein.

Praktizierte Technik
Die linke Seite steht fast 'astrein' in vier Spalten und dem vertikalen 2 Zoll Raster (oder ein mehrfaches) der GUP-MasterPage.
Um die Sache 'Henne und Küken' deutlicher zu machen, kann die Seite mühelos wie in Abb. 8, oder x-Mal anders umgebaut werden. Wo immer möglich, werden wir deshalb die Bausteine, Bild und Text, in eine der vorgegebenen Seitenaufteilungen / MasterPage setzen. Mit unserem Werkzeug ist das allerdings bei den Grafiken leichter gesagt als getan.

Die rechte Seite kann kreuz und quer nicht als 'astrein' bezeichnet werden.
Auch wenn wir leichtsinnigerweise davon ausgehen sollten, der Leser hat sowieso keine Ahnung von einem Seitenumbruch, dann bekommen wir doch mit dem Notbehelf Mehrarbeit ins Haus, z.B. Umsetzen der Hilfslinien. Natürlich ist die Funktion eines Bildes vorrangig zu bewerten. Abb. 9 soll das ganze Bildschirmformat 1:1 im Unterschied zum Paint-Zeichenfenster darstellen. Kämen die beiden untenstehenden Bildformate häufig vor, z.B. in einem Handbuch, dann würden wir einen darauf abgestimmten 'Funktionsraster' in die MP setzen. Die Seitenteilung ist hier, wie in allen Zeitungen üblich, als 'Integrierter Raster' angelegt.
Um Bild 6 im Bereichsfeld nach rechts zu verschieben, ist der 'Spaltenabstand' links auf 80 Pixel (1 Zoll) gesetzt.

Mit den Bildern ausgiebig Verschiebebahnhof zu spielen, ist für Publisher ein Gebot der Zunft. Machen Sie das mal mit diesen Seiten - besser, versteht sich.

 

Dieter Schwarz

Abb.8 Eine Änderung im Layout wird durch Verschieben der Bilder erreichtAbb.9 Das Bildschirmformat paßt in keine der angelegten Spaltenbreiten exakt hinein. Kompromißlösungen für den Bildstand sind daher unumgänglich

Abb.8 Eine Änderung im Layout wird durch Verschieben der Bilder erreicht Abb.9 Das Bildschirmformat paßt in keine der angelegten Spaltenbreiten exakt hinein. Kompromißlösungen für den Bildstand sind daher unumgänglich


Quellenangabe:
Die Grafiken stammen aus MegaPack 2. "Gesichtselement" und "Haustiere".

 


 

Seiten im Orginal-Layout: Seite 1ZOOM     Seiten im Orginal-Layout: Seite 2ZOOM     Seiten im Orginal-Layout: Seite 3ZOOM

 

 

 




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letzte Änderung am 01.01.1970