Logo: Geos Online Print Archiv
G.O.P.A. - Geos Online Print Archiv
18.11.2018 Archiv  #  Recherche  #  Links  #  Kontakt  #  Gästebuch  #  Impressum

Index
Register
Login

Die Anzeige des Archivs erfolgt grafisch. Ändern

Test Bildschirm-Schoner Spezial

Autoren: Werner Weicht, Erhard Wiantke

Geliefert wird eine einseitig bespielte Diskette. Neben den Bildschirmschoner Programmen befinden sich noch die Programme RAMProc-Uhr V3.0, Setup RAMProcuhr und RamProzess (für Commodore-REU und GeoRAM) auf der Programmdiskette. Auf die zuletzt erwähnten Programme will ich hier nicht weiter eingehen, da sie schon ausgiebig beschrieben worden sind.

Zum eigentlichen Programmpaket gehören 9 Dateien. Dabei gibt es von Set-Manager und Monitor-Schoner zwei Programmversionen, jeweils für Geos 64 und Geos 128.

Das mächtigste Programm auf der Diskette ist der Screen-Manager. Dazu gehören dann noch vier Gag-Programme, die den Bildschirm dunkel schalten. Die Anleitung befindet sich als Text-File auf der Diskette. Nach dem Ausdruck mit dem Font Commodore_GE ergibt sich ein Handbuch von 15 Seiten. Es ist sehr ausführlich und leicht verständlich geschrieben. Darin befinden sich auch Hardcopys, die alle Einstellungsmöglichkeiten zeigen.


Der Screen-Manager
Hier möchte ich gleich darauf hinweisen, daß eine RAM-Erweiterung Voraussetzung ist, um dieses Programm einsetzen zu können. Aber auch für alle, die keine REU besitzen, gibt es eine Lösung in diesem Programmpaket, auf die ich später noch zurückkommen werde.

Setzen wir voraus, daß RamProzess bereits installiert ist. Der Screen-Manager kann durch Doppelklick oder als Auto-Exec File beim Booten gestartet werden. Er belegt dann 44 Blöcke in der REU. Bei Geos 128 im 80-Zeichenmodus werden zusätzlich noch 80 Blöcke zur Sicherung des Bildschirminhalts benötigt. Der Screen-Manager überwacht das An- und Abschalten des Bildschirms.

Dies geschieht in zwei voneinander unabhängigen Modi: entweder nach einer vorher festgelegten Zeit oder durch Drücken einer frei definierbaren Tastenkombination. Nach dem Abschalten des Bildschirms kommt man durch Drücken einer Taste/Maustaste oder Bewegen der Maus wieder zurück.

Um nun ein Gag-Programm zu starten, muß dieses sich auf der RAM-Disk befinden, da der Screen-Manager nur dort danach sucht. Sollten zwei RAM-Disk konfiguriert sein, muß das Gag-Programm auf beiden vorhanden sein. Befindet es sich nur auf einer RAM-Disk, findet es der Screen-Manager oft nicht. Das Kopieren läßt sich recht einfach beim Hochfahren des Systems mittels CLI und einem Batch-File realisieren. Mir wäre es aber lieber, wenn sich das Gag-Programm im Screen-Manager verankern ließe, wie es mit den eingestellten Werten bei der RAMProzess-Uhr schon praktiziert wurde. Wer viel mit seinen RAM-Partitionen arbeitet, löscht unweigerlich irgendwann das Gag-File mit. Der Computer arbeitet nach dem Abschalten des Bildschirms weiter, nur beim Ablauf des Gags sind alle Funktionen unter Geos gesperrt.


Der Set Manager
Die Parameter des Screen Manager können mit diesem DA (Desk Accessory - Hilfsmittel) aus jeder laufenden Anwendung heraus geändert werden. Es können folgende Parameter eingestellt werden: die Ausschaltzeit und der Tasten-Code. Desweiteren kann entschieden werden, ob das Abschalten des Bildschirms automatisch oder mit einem Tasten-Code erfolgt. Auch das Aussuchen und Anschauen des Gags erfolgt mit Hilfe des Set Manager. Wie das alles funktioniert, wird sehr ausführlich in der Programmbeschreibung erklärt.

Am meisten überrascht haben mich beim Starten des Programms die Farben, in denen alles dargestellt wird. Wer bisher nur mit einer schwarz-weiß Einstellung des Bildschirms gearbeitet hat, wird Staunen. Besitzern von Monochrom-Monitoren entgeht hier wirklich etwas. Man kann nur hoffen, daß andere Programmierer in diesem Sinne weitermachen und nicht nur unter GeoPaint und GeoCanvas Farbe in die Computerecken der User bringen.ZOOMInhalt der Diskette


Die Gag-Programme
Zur Zeit befinden sich vier Gag's auf der Diskette, weitere sind in Arbeit. Die Gags laufen in beiden Bildschirmmodi (80- und 40-Zeichen). Der Ablauf in beiden Modi ist weitgehend identisch.
Einer der Gags ist der Malermeister Klexel, einigen vielleicht schon bekannt, da er sich in einer Vorversion schon auf der Diskette File-Browser befindet. Nach dem Erscheinen einer Dialogbox wandelt sich der Mauspfeil in jenen Malermeister und beginnt von rechts oben den Bildschirm anzustreichen. Nach dem kompletten Anstreichen wird der Bildschirm abgeschaltet.

Beim Gag Puzzle wird der Bildschirm blockweise gemischt. Die Anzahl der Tauschvorgänge und die Laufzeit können eingestellt werden.
Als nächstes befindet sich ein Sternenhimmel auf der Disk, darüber brauche ich wohl nichts weiter zu schreiben.

Zu guter Letzt ist noch der Gag Vorhang vorhanden. Hier wird der Bildschirm durch Zuziehen eines Vorhangs gelöscht. Auf dem 40-Zeichenschirm fällt der Vorhang von oben nach unten und im 80'er läuft er von rechts nach links.


Monitor-Schoner
Nun zum Bildschirmschoner für Nicht-RAM-Besitzer. Dieser kann als Hilfsmittel nur von Hand über das geos-Menü gestartet werden. Dabei können die selben Bildschirmgags benutzt werden. Diesen Monitor Schoner kann man aus jeder Anwendung heraus aufrufen.
Ohne RamProcess ist ein automatisches Starten nach einer definierten Zeitspanne ohne eine Eingabe nicht realisierbar.

 Bildschirmschoner V3.0


Fazit
Nach drei Wochen Arbeiten mit diesen Programmen mit der Gerätekonfiguration C128D, 2 MB REU und 1581 sind mir keine Programmfehler aufgefallen. Der Bildschirm wurde immer zuverlässig schwarzgeschaltet. Ob der Bildschirm nun mit oder ohne Effekt abgeschaltet wird, ist Geschmackssache. Dazu muß noch gesagt werden, daß der Screen-Manager den Bildschirm sofort abschaltet, wenn er keinen Gag in der RAM findet, was ich bevorzuge.

Neben dem Schutz vor Einbrennen des Bildschirms tritt noch ein Spareffekt ein. Mein Monitor (Commodore 1084S) nimmt ca. 80 Watt Leistung auf. Beim Abschalten des Bildschirmes geht sie auf 64 Watt zurück. Beim Messen der Leistungsaufnahme konnte ich keinen Unterschied zwischen einem schwarzen Bildschirm und dem Sternenhimmel feststellen.

Nun bleibt mir nur noch übrig, dem Autor Wolfgang Grimm für dieses sauber programmierte Softwarepaket zu gratulieren. Da der Screen Manager noch weiter ausgebaut und verbessert werden soll, wünsche ich für diese Arbeit viel Erfolg. Man kann nur hoffen, daß der Programmierer uns Geos-Usern, noch lange erhalten bleibt, was wir durch den Kauf dieser Diskette mit beeinflussen können.
Deshalb zum Schluß noch einmal der Aufruf AN ALLE, keine Raubkopien der wirklich guten Programme aus der Geos-Professional-Reihe weiterzugeben.

 

Erhard Wiantke & Werner Weicht

 

   Produkt Info

     Name:              Bildschirm Schoner Spezial
     lauffähig unter:   Geos 64 & 128 ab v2.0
     Voraussetzung:     REU 17xx + RamProzess,
                        GeoRAM + RamProzess_r
     Preis:             20,- DM (GUC: 18 DM)
     Bestelladresse:    GUC Dorsten

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 34

! - - - - - M I C R O F I L M - - - - - ! | DOS Rechner: Virenschutz ! | Neu: CompuServe & GWE2 ! | Editorial | Commodore und das Ende, Geos und die Zukunft | Regio Hamburg | Berichte aus den Regio's ? | Jahreshaupttreffen | Treffen der Regio Leiter ? | Geos Sonderheft #1 | Test GeoKeys | Test Bildschirm-Schoner Spezial | ReBoot-System im Test | Test: PD & Shareware Programme | GeoBasic Kurs | CLI 128 V3.0 Beta | GeoCom Workshop #2 | Neues von der 64/128 GeoThek (Teil 3) | Data-Switchbox für den Userport | Peripheral Performance Hardware & Sammelbestellung BBU | Flash 8 ? | Floppy 1581 | PD Disk für GWE2 | GeoPublish | Es tut sich etwas ... | Update Patch v2.01 | SDK 2.0 | Aktuelle Kurz-Infos | GEOS und Novell DOS 7 | Druckertest: Seikosha SpeedJet 200 | Einsatzempfehlungen aller vorhandenen PC/GEOS Programme | Unbekannte Schrift ? | Druckzeit zu lang? | Drucken auf fremden Druckern? | Scannen, Importieren und Drucken | Test: Linker PCC64 | GUP Info


Kurzlink hierhin: http://geos-printarchiv.de/1885


letzte Änderung am 01.01.1970