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Commodore und das Ende, Geos und die Zukunft

Autor: Thomas Haberland

Für manche wird der 29. April 1994 ein Datum von besonderer Bedeutung werden. Laut den Informationen aus den internationalen Datennetzen hat an diesem Tag Commodore International die Liquidation beantragt. Das bedeutet, die Firma wird aufgelöst.

Weltweit löste diese Nachricht viele Diskussionen aus, bei einigen "Freaks" Betroffenheit und mehr. Trotz allem sollte man sich darüber klar werden, daß dies grundsätzlich der natürliche Lauf der Entwicklung ist - entweder man wächst und überlebt oder man geht unter. Hinzu kommen die Entwicklungen in der gesamten Computerbranche, wo ja seit ca. 2 bis 3 Jahren ein sehr großer Kampf um Marktanteile und Marktbeherrschung abläuft.

Betrachtet man diese Entwicklung etwas genauer aus der Sicht eines C64 oder C128 Anwenders, stellt man fest, daß sich im Grunde nichts geändert hat!

Einmal ist von der Liquidation nur die große Muttergesellschaft in Übersee betroffen. Denn die deutsche Tochterfirma war seit Jahren die einzige, die noch gute Umsätze und Gewinne einfuhr (nach meinen Informationen).
Nach Auskunft von Commodore Deutschland verhandelt man hier derzeit mit einem asiatischen Investor. Viel mehr ist dazu noch nicht bekannt.

Bedeutsamer ist jedoch die Tatsache, daß Commodore schon lange nichts mehr für den C64 und C128 tut. Die Produktion des C128 und wichtiger Teile wie z. B. Floppy 1581 oder RAM Erweiterungen ist schon seit Jahren eingestellt. Der C64 wird seit einigen Monaten nicht mehr produziert und nur noch als Restlagerbestand verkauft.

Unter diesem Gesichtspunkt ändert sich doch nichts! Ob man nichts mehr produziert oder ob der Hersteller nicht mehr existiert - wo ist da der Unterschied?!

Die große Frage lautet doch viel mehr: Wie lange werden C64 und C128 von den Anwendern unterstützt? Solange ein Markt existiert, wird es mit Sicherheit auch noch Firmen geben, die hier ein Geschäft sehen. Solange es aktive Anwender gibt, die Programme schreiben und Hardware entwickeln, über "ihr" System reden und sich dafür stark machen, werden C64 und C128 nicht untergehen.

Ganz ehrlich muß man natürlich zugeben, daß es weniger werden wird - die Augen darf man nicht verschließen. Schwarzseher jedoch, die lautstark über das Ende vom 64'er schreien, beschleunigen das Ende nur.

Losgelöst von diesem Geschehen ist die Software GEOS zu sehen. Alleine schon der überraschende Erfolg von GEOS 64 Version 2.5 belegt dies. Bedenkt man die enorme Zahl der verkauften Rechner - C64 und C128 - bedeutet die Einstellung der Produktion der Hardware noch lange nicht das Ende der dazugehörenden Software. Auch heute noch entdecken nicht wenige C64 Besitzer, daß es da eine interessante Softwarefamilie "Geos" gibt.

GEOS - Welt Mit anderen Worten: ihr seid nicht alleine sondern auch nach dem Ende von Commodore Mitglied der großen internationalen Familie von Geos Anwendern.

Der Geos User Club wird Geos für C64 und C128 solange unterstützen, wie es Mitglieder gibt, die damit arbeiten. Ich denke, die neuen Soft- und Hardware Entwicklungen der letzten Monate belegen dies zweifelsfrei.

 

Thomas Haberland

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 34

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Letzte Änderung am 01.11.2019