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Test: PD & Shareware Programme

Autor: Michael Jabbour

Über "Tools" der Regio Sachsen-Anhalt, oder wie man mit PD günstig sein System perfektioniert.

Ich erfuhr in der GUP 29 von diese Diskette und beschloß, sie sofort zu bestellen (4 DM auch in Marken, wenn man eine Diskette mitschickt, sonst 5 DM). Ich erhielt die Diskette noch in der selben Woche und war positiv überrascht, weil mehr Programme auf der Diskette enthalten waren als ursprünglich angekündigt.

Die 5,25 Zoll Disk ist doppelseitig bespielt und enthält auf der Vorderseite viele nützliche PD-Tools, einige sogar in 128er Ausführung, auf der Rückseite SPELLCHECKER mit Wörterbüchern (auch eines für GeoSpell) und einige Tips bezüglich der Benutzung von GeoSpell. Einige Programme sind Shareware, alle haben eine ausführliche und gut verständliche deutsche Anleitung in Form eines GeoWrite Dokuments.

Auf der Vorderseite befanden sich folgende Programme:
KeyMaker 2.11, CTRL->Tab, Inp-Speed, Inp-Speed-2, Inp-Speed 128, Inp-Speed 128-2, gPub Patch, gW-Patch1, gW-Patch2, gW-128-Patch, gW128-Patch, gWp2.12, gPp2.01, gPp1.01, DocWright-Patch, DWrightDoc-Patch, WriteMenü64.dt, Write-Menü128.dt, PaintMenü64.dt, PaintMenü-128.dt, PaintDruck, BASIC-RUN, NotGEOSRUN, HQ9-Edit und HQ24-Edit (in den verschiedensten Ausführungen für die unterschiedlichsten Drucker).


KeyMaker 2.11 Testbericht
Keymaker ist ein sehr nützliches Programm, mit dem man die Tastaturbelegung ändern kann; lauffähig nur im 40-Zeichen-Modus. Es erkennt automatisch, ob es sich um Geos 64 oder 128 handelt, speichert die veränderte Tastaturbelegung entsprechend unter einen frei wählbaren Namen ab und wird automatisch beim booten geladen.
Außerdem kann die geänderte Tastenbelegung auch mit einem Doppelklick geladen werden. Damit ergibt sich die Möglichkeit, für verschiedene Applikationen verschiedene Belegungen zu speichern. Im Anhang der Programmbeschreibung sind sämtliche Geos Tastaturcodes angeführt. Veränderbar sind fast alle Tasten.

Gestartet wird KeyMaker aus dem Desktop mit einem Doppelklick. Es erscheint, abhängig vom System, die entsprechende Tastatur in der oberen Hälfte des Bildschirms. In der unteren Hälfte des Bildschirms ist die Statusbox, die ihrerseits in drei Teile gegliedert ist.
Editierbar sind alle Tasten bis auf die Commodore-, die Control-, die ASCII/DIN und die 40/80 Display-Taste.

entsprechende Tastatur
Statusbox

Das Ändern einer Tastenbelegung ist eigentlich sehr einfach: Man fährt mit dem Mauszeiger auf die Taste, die man ändern will, und klickt diese an. Sofort wird diese Taste invertiert dargestellt. In der Statusbox ändert sich das mittlere Drittel. "Key" zeigt die derzeit invertierte Taste. "Default" zeigt den eigentlichen Hex-Wert der Taste und "Current" zeigt den aktuellen Hex-Wert der Taste an.

Nun kann man den Wert dieser Taste ändern. Es gibt verschiedene Methoden, wie man dies machen kann. Eine Möglichkeit ist, man schaut im Anhang der (vorbildlichen) Anleitung nach, wie der Wert ist, den man haben will und ändert ihn mit den sogenannten "Hexa-Editier-Pfeilen".

Wenn man z. B. die Tasten "z" und "y" vertauschen will, klickt man die z-Taste an, dann erscheint bei "Key" der Buchstabe "y" (nicht vergessen: Das deutsche Kernal ändert automatisch die Tastaturbelegung vom amerikanischen ins deutsche), "Default" und "Current" zeigen den Wert $79. Nun schaut man im Anhang C (ungeshiftete Tasten-Codes) bei "z" nach und ändert dann den "Current"-Wert in $7a. Dies geschieht über die vier kleinen Hexa-Editier-Pfeile, man kann damit vor- oder rückwärts durch die Hexa-Dezimal-Zahlen scrollen. Nachdem man den Wert eingestellt hat, geschieht dasselbe mit dem Wert für die "y"-Taste. Nicht vergessen sollte man in diesem Fall, auch die geshifteten Buchstaben zu vertauschen. Zuerst klickt man die Shift-Taste am Bildschirm an und dann die Buchstabentaste, die restliche Vorgehensweise bleibt gleich, wie oben beschrieben.

Nachdem alle nötigen Veränderungen durchgeführt worden sind, kann man die veränderte Tastaturbelegung als Auto-Exec-File abspeichern. Dazu klickt man das "Save" Icon an.


Was KeyMaker nicht kann
Die Commodore- und die Controll-Taste können nicht editiert werden. Es ist auch nicht möglich, die Tastaturkombination C=W auf z. B. C=L zu legen. Es ist aber sehr wohl möglich, den Wert von C=W auf eine einzelne Taste zu legen, z. B. auf eine Funktions-Taste.

  • Beispiele für eine Tastenbelegung:
     
  • F1 mit C= T (Textscrap einkleben),
  • F2 mit C= W (Fotoscrap einkleben),
  • F3 mit C= C (kopieren),
  • F4 mit C= X (ausschneiden),
  • F5 mit C= S (Suchen),
  • F6 mit C= V (ganze Seite),
  • F7 mit C= + (vorwärts blättern) und
  • F8 mit C= <- (rückwärts blättern).
     
  • Die "Pfeil nach oben" Taste belegte ich mit C=G (Seite wählen).
  • "Pfeil nach links" Taste mit C=P (Schriftstil normal).
  • "ENTER" Taste im Zahlenblock des C128 änderte ich in " - ".
  • Die HELP Taste (am C128) hat jetzt die Funktion von C=Q (File-Info aufrufen).
  • Es bleiben noch die "Pfund" und die "CLR HOME" Taste, die unter Geos 64 noch frei sind (zumindest unter GeoWrite).

In der 128er Version sind noch die "ESC", "ALT", "LINE FEED" und die "NO SCROLL" Tasten vorhanden, die man umprogrammieren kann.
Meine Belegung hat den Nachteil, daß die Funktionstasten für TopDesk nicht mehr zur Verfügung stehen, aber da ich fast nur mit GeoWrite arbeite, ist diese Tastaturbelegung für mich vorteilhafter.

Nun zu den anderen Funktionen die in der Statusbox vorhanden sind:
Das Stash Icon dient dazu, den "Current"-Wert zwischenzuspeichern. Mit "Fetch" holt man den Wert aus dem Zwischenspeicher wieder heraus. Um zu wissen, ob irgend etwas im Speicher vorhanden ist, wird die Status-Anzeige-Box rechts unter dem "Fetch" Icon invertiert dargestellt.
Klickt man Fetch an, so ist nur mehr die untere Hälfte der Status-Anzeige-Box invertiert, damit man weiß, daß der gespeicherte Wert schon mal verwendet wurde.


CRTL->Tab
CRTL->Tab Damit kann man die Tastenkombination CRTL + I (Tabulatorsprung) auf die CRTL Taste legen. Nach Start erscheint ein Fenster mit dem Icon "Toggel". Klickt man dieses an, wird die Funktion eingeschaltet. Es kann wieder von dort aus abgeschaltet werden, damit es nicht mit anderen Applikationen kollidiert, z. B. mit GeoCalc.


Weitere Anwendungen:
gPub Patch, gW-Patch1, gW-Patch2, gW-128-Patch, gW128-Patch, gWp2.12, gPp2.01, gPp 1.01, DocWrigth-Patch, DWrightDoc-Patch.
Dies sind Patchprogramme, um verschiedene Mängel bei GeoWrite, GeoPaint, GeoPublish und DocWrigth zu beheben. Sie funktionieren auch auf einer RAM. gW-Patch1 und gW-Patch2 arbeiten nur mit dem C64. Über die Patches für geoPublish und DocWright kann ich nichts sagen, da ich diese Applikationen nicht habe.

WriteMenü64.dt & 128.dt sowie Paint-Menü64.dt & 128.dt.
Dieses sind sehr nützliche Hilfsmittel für Anwender, die viel mit der Maus arbeiten. Bekanntlich verschwinden die Menüs wieder, wenn man den Mauspfeil seitlich oder nach unten über den Rand zieht oder wenn man allzu hastig arbeitet. Nach dem Start dieses Programms aus dem geos Menü kann man die GeoWrite und GeoPaint Menüs nur noch nach oben verlassen, was ich sehr praktisch finde.


PaintDruckPaintDruck
Mit diesem Hilfsprogramm kann man endlich ein GeoPaint Dokument mehrfach drucken (1-99 mal). Funktioniert auch mit den HQ-Treibern. GeoPaint ist dabei nicht notwendig. Das Programm läuft allerdings nur im 40-Zeichen-Modus.


HQ 9-Edit und weitere
Da es nicht möglich war, die HQ-Treiber aus dem Geos LQ-Paket zu modifizieren, entwickelte Werner Weicht diese Programme. Es können nun die Seitenlänge und der Seitenvorschub (Ein/Aus) verändert werden. Praktisch für Etikettendruck.

Der Teil über die Programme auf der Rückseite wird in einer anderen GUP Ausgabe folgen.


Fazit
Die Programme auf dieser Diskette sind eine gute Investition (was sind schon 5 DM). Ich war vorerst eher skeptisch (geschädigt von diversen 64'er Geos Sonderheften) und dachte, daß PD Programme und vor allem zu solchen Preisen nicht sehr hochwertig sein würden. Ich wurde eines besseren belehrt (darum auch der Untertitel).
Meine anfängliche Abneigung gegen PD-Software hat sich inzwischen gelegt und ich habe schon sämtliche PD-Kataloge bestellt, um mich mit günstigen Hilfsprogrammen und Applikationen einzudecken (auch der GUC besitzt ein umfangreiches PD Angebot). Inzwischen befinden sich einige der hier vorgestellten Programme und andere auf einer neuen Geothek-Diskette PRG #1.11 (siehe GUP 32)

Die Diskette "Tools" ist zum Preis von 5 DM erhältlich bei der rechts g. Adresse.

 

Michael Jabbour, GUC Österreich

 

   Produkt Info

     Name:              Tools
     lauffähig unter:   Geos 64 & 128 ab v 2.0
     Voraussetzung:     -
     Preis:             5,- DM
     Bestelladresse:    Regio Sachsen-Anhalt
                        Werner Weicht
                        (siehe Autoreninfo)

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

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letzte Änderung am 01.01.1970