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Faxen mit Geoworks 2.0

Autor: Armin Walter

Jeder, der ein Faxmodem sein eigen nennt, hat sich bestimmt schon darüber geärgert, daß man die Möglichkeiten der Text-und Grafikgestaltung mit Geoworks nicht zum Faxe versenden nutzen kann. Man mußte meist auf eines der dem Modem mitgelieferten Faxprogramme zurückgreifen, die meistens gerade eben ASCII Texte verschicken können. Gängige Faxkarten werden bis auf eine Ausnahme auch nicht angesprochen.

Also, alles nicht sehr befriedigend. Nun gibt es aber ein DOS (!) Faxprogramm, welches zwar nichts besonderes ist, aber trotzdem einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Programmen hat: Mit diesem Programm kann man direkt aus GW heraus Faxe in allerbester Qualität versenden. Der Name: QL2FAX, auch Quicklink II genannt.

Wie gehts? Ganz einfach. Jens Michael Groß, der schon öfter mit guten Programmen aufwartete, hat ein Konvertierungsprogramm für Geoworks entworfen, welches jedes Dokument in ein Fax verwandeln kann, und anschließend gleich QL2FAX aufruft und das Fax versendet. Der Name des Konvertierers: PCLFAX

Man erstellt sich unter GeoWrite zum Beispiel eine Musterdatei mit einem schönen Faxbriefkopf. Dieser wird nun immer benutzt wenn man jemanden anfaxen will. Man schreibt seinen Text, fügt noch ein paar Grafiken hinzu und schon kanns losgehen.
Print to ... Der Brief wird nicht wie sonst üblich normal ausgedruckt, sondern unter Verwendung des Druckertreibers HP LaserJet II in eine Datei geschrieben. Bei diesem Treiber ist die Option in Datei drucken sowieso voreingesteilt.
Man hat also anschließend im Document-Verzeichnis seine Faxdatei liegen. Hat man nun in der Geos.ini ein paar Änderungen, die den Aufruf von PCLFAX betreffen, nach Anleitung vorgenommen, so genügt ein Doppelklick auf dieses File, und das DOS Programm von Jens Michael wird gestartet. Zuerst wird die Faxdatei in ein versendbares Faxformat konvertiert. Die Qualität des erzeugten Faxes hängt von den Parametern ab, mit denen man PCLFAX aufruft. 100 oder 200 DPI. Also auch durch Einstellungen in der Geos.ini.

Anschließend wird, bei Anwendung des entsprechenden Parameters, das fertige Fax auf den Bildschirm gebracht. Dieses kann man nach Begutachtung dann direkt durch Angabe der Faxnummer versenden. Nach erfolgtem Versand wird wieder nach Geoworks zurückgekehrt. Besonders gut haben es da die User von Novell Dos 7 bzw. Drdos 6. Durch Verwendung des Taskswitchers wirkt das ganze wie eine echte Geosanwendung.

Dem QL2fax ist ein Viewer beigelegt, mit dem man die empfangenen Faxe einsehen kann. Dieses ist auch über Einbindung in der Geos.ini möglich. Wer den Viewer einbindet, kann dann also innerhalb Geoworks per Doppelklick seine Faxe ansehen. Oder man bindet nicht den Viewer ein, sondern ein Tool zum Ausdrucken. Also auch Ausdruck per Doppelklick ist möglich. Entscheidend sind nur die Einstellungen in der Geos.ini.

Nun hat die Sache aber einen kleinen Haken. Das Faxprogramm QL2FAX ist keine Shareware sondern kommerzielle Software und nicht so einfach zu kriegen. Noch dazu existiert es in verschiedenen Versionen auf dem Markt, die auch alle unterschiedliche Erfolge aufweisen. Die Version 2.0.1 hat bei mir nur erfolgreiches Versenden ermöglicht. Faxempfang ging nicht. Mein Modem hat einfach aufgelegt, wenn ein Fax kam. Bei einem Kollegen ging zwar auch der Empfang, aber dafür stürzte das System nach erfolgtem Faxversand einfach ab.
Aber es gibt auch noch Versionen 2.1.5, 2.2.0. und noch höhere. Mit denen sollte es ohne Probleme funktionieren, so wie nun bei mir. Ich möchte diese Möglichkeit nicht mehr missen. Ich habe schon von einigen Empfängern meiner Faxe anschließend die Frage gestellt bekommen, wie ich so ein gutes Fax erzeugt habe.

Das Programm PCLFAX ist Shareware und beim GUC (PD-Disk) oder Jens Michael Groß zu erhalten. Bei Registrierung von PCLFAX erhält man dann sogar eine neuere Version des Programms. Die Beschaffung von QL2FAX liegt bei jedem selbst. Aber es lohnt sich.

 

Armin Walter


Anmerkung der Redaktion:
Das o. g. DOS Programm PCLFAX ist ein sinnvolles Hilfsmittel und ermöglicht das Versenden von Faxen und anderem mehr quasi auf Knopfdruck.
Wer das dazu erforderliche Faxprogramm QuickLink jedoch nicht hat, kann trotzdem den dabei zugrunde liegenden Trick nutzen, nur halt nicht so einfach.

Alle mir bekannten Fax Programme enthalten spezielle Konvertierungsprogramme, um Daten anderer Formate in das eigene Faxformat zu wandeln.
In der Regel liegen Konvertierungsmöglichkeiten für Daten im Epson (LX, LQ) und HP LjII Format vor.

Also braucht man nur das Geoworks Dokument in eine Datei zu drucken und dazu einen Druckertreiber verwenden, der ein vom Konvertierungsprogramm verstandenes Format beherscht.
Beispiele: Epson FX-80 (9-Nadler). Epson LQ-400 (24-Nadler) oder der schon erwähnte HP LaserJet II. Welches Format verwendbar ist, sollte im Handbuch des Faxprogramms genannt sein.
Nach Installieren des entsprechenden Treibers in GWE2, Voreinstellungen - Drucker, wird in der Dialogbox "Drucken" nach Anklicken des Schalters "Optionen" das Drucken in eine Datei aktiviert und diese Einstellung gespeichert! Fertig.
Diese Binär-Datei muß dann mit dem Konvert-Programm konvertiert werden, bevor sie mit dem Faxprogramm als Fax verschickt werden kann!

 

Thomas Haberland

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 36

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Letzte Änderung am 01.11.2019