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Nützliche Helfer - die GeoTools 2 für GWE 2

Autor: Klaus Langner

Nach dem Erwerb von GeoWorks Ensemble 2.0, im weiteren Text kurz GWE2 genannt, denkt man bereits über Verbesserungen am System nach. Schon beim Erscheinen der Version 2.0 wurden dann auch die ersten Tips zur Umgestaltung der wichtigsten Datei, der Geos.ini in den einzelnen PC-Magazinen und natürlich auch beim Geos User Club publiziert.

Ein Kenner der speziellen Internas von GWE 2 ist zweifelsfrei Burkhardt Oerttel, der auch schon bei den Vorversionen von GWE 2 einiges an Tips & Tricks beitragen konnte.
Über den Geos User Club kann nun seit einiger Zeit eine Diskette mit Tools von B. Oerttel erworben werden - der schlichte Titel der Disk : "GeoTools 2", Preis 30 DM. GUC Mitglieder 27 DM. Alle Programme auf dieser Diskette sind DOS Programme; ferner gehören einige GWE2 Dokumente, Icons sowie Bitmaps zum Inhalt.

Mit den auf dieser Diskette enthaltenen Programmen ist eine umfangreiche Manipulation der gesamten Geosumgebung möglich.
Die Änderungen beinhalten z.B. zusätzliche Optionen in einzelnen Applikationen oder im Bereich des GeoManager, aber auch Farbeinstellungen und Gestaltungsmöglichkeiten von Tokens ( Icons ). Daneben werden aber auch die Themen Fonts, Directory und PCX-Import behandelt. Wie schon in diesen Einführungszeilen ersichtlich, bekommt man einiges auf dieser Diskette geboten.

Zunächst muß jedoch eine Art Installation erfolgen, die sich aber in Grenzen hält. Es geht dabei lediglich um die Plazierung einzelner Programme und die Einbindung in einen Pfad. Dieser Schritt ist, wie auch alle anderen auch, sehr ausführlich in der Anleitung beschrieben.
Nach der kurzen "Installation" muß das Programmpaket GeoTools initialisiert werden. Auch dieser Schritt erfolgt durch den Aufruf einer Datei, wodurch ein Eintrag in der Geos.ini erfolgt. Daneben werden gleichzeitig auch Einträge in der Autoexec.bat vorgenommen. Dadurch werden z.B. kleine Programmierfehler ausgebessert.
Der zu diesem Zeitpunkt wichtigste und sinnvollste Eintrag dürfte aber die "loader-Funktion" sein, wodurch man GWE 2 erheblich schneller starten kann - eben durch die Eingabe von loader.

Weitere Änderungen stellt man erst später fest, wenn man nicht die Anleitung gelesen haben sollte. So werden z.B. beim Rechner 4 Knöpfe am unteren Rand angezeigt. Die dahinter erreichbaren Formeln und Berechnungen arbeiten jedoch nicht unbedingt fehlerfrei.
Hier muß einfach probiert werden, inwieweit man selber einen Nutzen erzielen kann.

In selbst durchgeführten Tests, kam es zu keinen nennenswerten Problemen.
Da ein Aufzählen sämtlicher Änderungen und Möglichkeiten die einem durch GeoTools gegeben werden, den Rahmen erheblich sprengen würde, kann nur eine kurze Übersicht der wichtigsten Veränderungen und Zusätze aufgeführt werden.

Der mächtigste und auch sehr umfangreiche Punkt dürfte GeoTune sein. Alleine mit diesem Programmteil sind etliche Verbesserungen des Systems allgemein möglich. Hier können Änderungen rein optischer Art genauso einfach erfolgen, wie auch Änderungen bei den Zugriffsarten der einzelnen Applikationen. So kann man z.B. einstellen, ob eine Applikation nicht nur einmal geöffnet werden kann, sondern entweder unbegrenzt. Oder aber unbegrenzt, jedoch nur nach vorheriger Nachfrage, ob wirklich die Applikation nochmals geöffnet werden soll. Ein anderer Eintrag hat zur Folge, daß alle Fenster mit einem Mausklick geschlossen werden können.

Eine weitere Möglichkeit ist der Aufruf über eine "HardIconBar". Diese wird unverrückbar am unteren linken Rand des Bildschirms aufgebaut. Dadurch ist diese in jeder Applikation aufrufbar. D.h., man kann ohne Umwege aus z.B. GeoWrite heraus in den Planner oder Rechner schalten. Dieser wird in die laufende Applikation eingeblendet und verschwindet nach Tastendruck innerhalb des aktiven Dokumentes wieder.

Ein weiterer Punkt ist die Erzeugung einer virtuellen Tastatur, genannt "Floating Keyboard". Hiermit kann man bequem alle Zeichen, auch Sonder- und math. Zeichen, durch einfaches Anklicken mit der Maus in das gerade geöffnete Objekt einfügen. Diese virtuelle Tastatur erscheint am unteren rechten Bildschirm. Benötigt man die Tastatur nicht mehr, so kann diese durch einen nochmaligen Aufruf deaktiviert werden.

Da sich bei der gleichzeitigen Benutzung von GeoCalc Probleme ergeben können, ist es ratsam, die virtuelle Tastatur zuvor komplett zu deaktivieren.

Wie gesagt, dies sind nur einige wenige Veränderungen, die durch die GeoTools bewirkt werden können.
Desweiteren wird die Möglichkeit gegeben, bestimmte DOS-Dateien mit Icon-Tokens zu versehen.
Auch die Gestaltung eigener Tokens wurde nicht vergessen, genauso wenig wie ein verbesserter PCX-Import.
Hilfreich kann auch das Programm CR-EX sein, welches überflüssige Steuerzeichen entfernt.

Last but not least sind noch die Programmteile GeoDir, GeoFont, CheckCSV zu nennen. Zu GeoDir ist zu sagen, daß hier eine bessere Directory-Anzeige erfolgt und auch eine Bearbeitung möglich ist.
Mit CheckCSV wird ein Hilfsprogramm zur Verfügung gestellt, um z.B. innerhalb von Geocalc und -File wirklich alle Datenimporte durchführen zu können. Dies wird durch Separierung der in den Datenfiles vorhandenen Kommata erreicht. Da auch teilweise Probleme beim Textimport mit Umlauten besteht, wurde ebenfalls eine Textkonvertierung eingebaut. Diese Optionen sind dauerhaft in der Geos.ini abgelegt.
Unter dem Punkt "Fonts" wird u.a. die Möglichkeit der eingeschränkten Nutzung der sogenannten Systemfonts ermöglicht.


Fazit
Die GeoTools sind jedem ernsthaften Geosanwender zu empfehlen. Viele Veränderungen erleichtern die alltägliche Arbeit unter Geos. Daneben werden einige Fehler ausgebessert, bzw. ausgeschaltet. Auch wenn es nur DOS Programme sind, alle sind grafisch hübsch ansprechend gestaltet.
Fehler wurden bei der bisherigen Nutzung mit den GeoTools nicht bemerkt. Auf Probleme bei bestimmten Änderungen wird in der sehr ausführlichen Anleitung hingewiesen. Aber selbst hier kann es lediglich zu einem Absturz von GWE 2 kommen.

Positiv: sehr umfangreiche Möglichkeiten, einfache Handhabung, unproblematische Ausführung, allgemeine Verbesserung der Geosumgebung, günstiger Preis, Anleitung ist sehr ausführlich

Negativ : Anleitung nur auf Diskette

 einige Einstellungen

Klaus Langner

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 36

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Letzte Änderung am 01.11.2019