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Neue Erkenntnisse für GEOS, mehr Power durch Experimente

Autor: Jürgen Heinisch

Neues Wissen Dank OS/2
Beim Testen von OS/2 Warp konnte ich einige gute und brauchbare Erkenntnisse für GEOS sammeln. Grund sind meine Experimente mit den IRQ's.


IRQ als Gaspedal
Nachdem der Soundblaster auf IRQ 5 gestellt war und GEOS den LPT 1 per IRQ 7 anstatt per BIOS nutzen sollte, ergab sich eine enorme Geschwindigkeitssteigerung von GEOS.
Dies nicht in der direkten Programmausführung, sondern während des Druckens. Bisher war es immer so, daß nach Erteilung eines Druckauftrags an meinen Speedjet 300 (HP 500+ kompatibel) sich GEOS wie eine Schlafmütze verhielt.
Beim Klicken auf Menüs dauerte es eine Ewigkeit, bis sich etwas tat, und das auf einem 486-50 mit 8 MB. Nun, ich hatte mich darauf eingestellt und war der Meinung, daß GEOS alle Rechnerleistung bei Tintenstrahldruckern zum Drucken nutzt und konnte mich damit zufrieden stellen.

Jetzt aber, nach der Umstellung des LPT 1 auf IRQ 7, läuft GEOS auch während des Druckens flüssig mit ca. 90% der Leistung gegenüber dem Arbeiten ohne Druckausgabe weiter.
Die Ergebnisse beflügelten mich zu weiteren Tests. Grund für meine OS/2 Ambitionen war der Wunsch, die Mitgliederverwaltung unter WORKS 2.0 neben GEOS immer verfügbar zu haben.


Kein Taskwechsel, dafür aber EMS
Unter DOS ist dies nicht möglich. Ein Starten des WORKS 2.0 von GEOS aus ist zwar schnell und grundsätzlich möglich, aber da mein Rechner immer nur mit XMS Speicher konfiguriert war und WORKS 2.0 unbedingt EMS Speicher benötigt, ging die Mitgliederdatei nicht in den Speicher rein.
Dies Problem löste ich bisher durch verschiedene Startoptionen mittels MS DOS 6.2. Grund für den Verzicht auf EMS Speicher unter GEOS waren Probleme mit GeoFile, die in diesem Zusammenhang festgestellt wurden.


Reduzierung der GeoFile Absturzhäufigkeit
Nun habe ich neben XMS Speicher auch EMS Speicher (1024 KB) eingerichtet, weil neueste Erfahrungen mit GeoFile ein nahezu absturzfreies Arbeiten ermöglichten. Der eingerichtete EMS Speicher ermöglicht nur unter DOS/GEOS das einfache Starten von WORKS 2.0 mit automatischem Laden der Mitgliederdatei, und das sehr schnell. Schneller, als OS/2 das hinbekommt.

Die Fehler in GeoFile werden offensichtlich nicht durch EMS Speicher erzeugt, sondern durch Fehler im Datensatzhandling.

Dieses kann verhindert werden, indem man vor dem Speichern einer Datei:

   a) alle Datensätze anzeigt,
   b) alle Markierungen aufhebt und
   c) die Datensätze sortiert

und dann erst speichert.
Der Witz beim neuerlichen Geschwindigkeitstest ist, daß GeoFile um ca. 3% schneller arbeitet.


Aufgabe von DoubleSpace
Seit es die Technologie der künstlichen Platzverdopplung von Festplatte mit Programmen wie DoubleSpace aus MS DOS gibt, war ich ein eifriger Verfechter und Nutzer dieses Programmtyps. Dies schon seit meinem ersten XT, Commodore PC20, damals noch mit MS DOS 5.0 und Super-Store aus DR DOS 5.0!
Es klappt eigentlich immer und, brachte den ersehnten Speicherplatz. Klar war, daß diese Programme Einfluß auf die Arbeitsgeschwindigkeit haben. Das störte mich angesichts des Platzvorteils nicht allzu viel.

Erst durch den geplanten OS/2 Test war ich gezwungen die DoubleSpace Technologie - zumindest vorübergehend - aufzugeben. Angesichts fallender Plattenpreise, heute pro MegaByte nur noch 10% gegenüber meiner ersten Festplatte, erlaubte ich mir den Versuch.
Völlig überrascht mußte ich ohne DoubleSpace auf den neuen Festplatten Seagate ST3660A (505 MB) und SyQuest 270A (256 MB) feststellen, daß diese ohne die DoubleSpace Belastung deutlich schneller arbeiten. Als Rechner kommt seit langem ein 486-50 mit ISA Board und 8 MB Ram zum Einsatz.


Zurück zu den Anfängen
Heute setze ich mit voller Zufriedenheit ein sehr schnelles GEOS System ein, welches immer direkt nach MS DOS 6.2 geladen wird.
Meine Empfehlung: Versucht auch mal einen Schritt zurück, er könnte sich als Schritt nach vorne erweisen.

 

Jürgen Heinisch

 

 

 




Dieser Artikel ist Bestandteil von:

Ausgabe 39

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Letzte Änderung am 01.11.2019