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Büro-Kurs (Teil 2)

Autoren: Jürgen Heinisch, Thomas Haberland

Am Ende der langen Einleitung zu diesem BüroWorkShop in der GUP 18 hatte ich Euch aufgefordert, ein für Euch passendes Logo anzufertigen. Ich gehe davon aus, daß dies geschehen ist. Ebenso das Erstellen der notwendigen Arbeits- oder / und Datendisketten.

Nun wollen wir einen Brief so gestalten, daß er für einen Sichtfenster-Briefumschlag, langes Format, richtig ausdruckt wird.

Zunächst stellen wir sicher, daß der aktive Druckertreiber auch der passende ist. Am besten ist hier der *Epson WW (gc) mit einer Seitenlänge von 88 Cards. Nun starten wir per Doppelklick GeoWrite; ggf. vorher die Arbeitsdisk in die RamDisk kopieren und die RamDisk als aktuelles Laufwerk auswählen. Unter GeoWrite erstellen wir ein neues Dokument mit dem Namen >>Briefkopf<<.

Als erstes werden wir die Randbreiten des zukünftigen Formbriefs einstellen. Und zwar links auf 1,2" und rechts auf 7,2". (Bei GeoWrite 64 V2.1 ist dies nicht erforderlich. Die Werte sind schon voreingestellt.) Dazu nehmen wir, unter dem Lineal zu sehen, zunächst links das "P" mit einem Mausklick auf und legen es bei 1,2" wieder per Mausklick ab. Das gleiche wird nun mit dem linken "M" gemacht. Das rechte "M" setzen wir auf diese Weise auf 7,2".

Nun werden Kopf- und Fußzeile eingerichtet; diese Zeilen werden später auf jeder Briefseite gedruckt. Zuvor müssen wir aber unser Logo aus dem Fotoalbum suchen und in die "Zwischenablage", also ein PhotoScrap kopieren.

Dazu rufen wir von GeoWrite aus per Menü GEOS den FotoManager auf und kopieren das Logo (Menü edit - kopieren). Mit schließen des FotoManagers kehren wir zum GeoWrite Dokument zurück.
ZOOMLogo einfügen Über das Menü OPT - KOPFZEILEN (C=H) kommen wir in das Editierfeld für die Kopfzeile. Der Cursor steht ganz links oben. Über das Menü EDIT - EINKLEBEN - BILD (C=W) fügen wir das Logo ein. Dieses steht nun in der Mitte, soll aber auf der rechten Seite stehen.
Dazu müssen wir zunächst das "P" unter dem Lineal auf 1,5" stellen und das "M" auf 5,7". Wird nun noch das rechte "M" auf 7,5" eingestellt, so rückt das Logo weit nach rechts, aber genau in die Mitte zwischen beide Endmarken. Sollte der Bereich kleiner eingestellt werden als das Logo breit ist, so wird ein Teil davon abgeschnitten.

In unserem Brief wollen wir immer das aktuelle Datum ausgedruckt haben. Dazu stellt uns GeoWrite eine Funktion zur Verfügung. Das Datum soll unter dem Logo erscheinen, darum positionieren wir den Cursor in die Zeile unter das Logo. Normalerweise steht er gerade schon da, etwas links vom Logo.
Anmerkung: Um den Cursor an eine bestimmte Stelle innerhalb des Textes zu setzen, wird der Mauspfeil an die gewünschte Stelle gefahren und dort die linke Maustaste einmal gedrückt. Manchmal kommt es vor, daß der Strichcursor nicht zu sehen ist. Dann genügt der Druck auf eine Buchstabentaste, um ihn wiederzufinden.
Hinweis: Der Mauspfeil kann nicht hinter der letzten Zeile des Textes positioniert werden, sondern nur in dem Raum, welcher schon beschrieben wurde.

An dieser Stelle geben wir in Großbuchstaben die Variable DATUM ein. Nun wird GeoWrite bei jedem Ausdruck an dieser Stelle nicht DATUM drucken sondern dort das tatsächliche Datum ausgeben. Dies kann natürlich nur richtig sein, wenn bei Beginn der GEOS Sitzung das Datum eingestellt wurde. Besitzer einer Kassettenport-Uhr (Modell 'RTC' von J.-M. Groß oder 'CP' von Jörg Sproß) haben hier den Vorteil, daß Datum und Zeit automatisch bei jedem booten eingelesen werden.

Damit ist die Kopfzeile fertig. Per Menü OPT - KOPFZEILEN (C=H) kehren wir auf das Schreibfeld der Briefseite zurück. GEOS 128 User sollten die Variable DATUM markieren und per Menü auf die SCHRIFT - BSW umschalten. So kann man sicher sein, daß auch bei Monaten mit langer Bezeichnung diese nicht über den Rand geht und damit eine Zeile tiefer der Rest erscheint. Das Markieren eines Textes wird weiter unten beschrieben.

Nach dem Erstellen der Kopfzeile wird uns die Fußzeile viel leichter fallen. Mit dem Menü OPT - FUßZEILEN (C=F) erscheint das Editierfeld der Fußzeile. In der Fußzeile geben wir drei Zeilen ein, jede wird mit einem RETURN abgeschlossen. In der ersten Zeile soll der Absender (Name, Anschrift und Telefonnummer) stehen. Für die zweite Zeile ist Deine Bankverbindug vorgesehen, Zeile drei soll eine Bemerkung enthalten.
Da alle drei Zeilen unterschiedliche Längen haben, sieht das ganze noch nicht besonders schön aus. Zentriert ist es sicherlich besser. Dazu muß der gesamte Inhalt der Fußzeile markiert werden. Dann kann der gesamte markierte Text zentriert formatiert werden, indem das kleine Kästchen rechts neben dem Begriff ZENTR. angeklickt wird.

Markieren eines Textbereichs: Der Mauspfeil wird an den Beginn des gewünschten Textbereichs geführt. Dort wird geklickt und die Taste dabei gedrückt gehalten. Durch bewegen der Maus in Richtung der Endposition des zu markierenden Textes wird der Bereich nach und nach invertiert (markiert). Sobald die Maustaste losgelassen wird, ist der Textbereich festgelegt. Soll die Markierung aufgehoben werden, so muß an einer beliebigen Stelle des Textes geklickt werden. Vorsicht: Ist ein Text markiert, sollte keine Taste gedrückt werden! Andernfalls wird der gesamte markierte Text gelöscht.
Anmerkung: Soll der gesamte Text markiert werden, so kann dies auch über das Menü OPT - SEITE WÄHLEN (C=V) geschehen.
ZOOMFußzeile editieren Über das Menü OPT - FUßZEILEN (C=F) kehren wir auf das Hauptschreibfeld des Briefes zurück.

Jetzt muß ein Adressfeld erstellt werden, welches nach dem Ausdruck genau im Sichtfenster eines langen Briefumschlags erscheinen soll. Der Cursor steht ganz links oben. Nun betätigen wir dreimal die RETURN Taste. Dadurch werden drei Leerzeilen erzeugt, genau genommen handelt es sich um drei leere Absätze.

Jetzt schreiben wir in einer Zeile, ggf. mit sinnvollen Abkürzungen, unsere Adresse. Die Zeile sollte bei ca. 4,2" beendet sein. Der Rest würde nicht mehr im Sichtfenster erscheinen. Nun wird die RETURN Taste zweimal betätigt. Jetzt ist unter unserer Absenderzeile eine Leerzeile entstanden. Dort kann man später ggf. Begriffe wie WARENSENDUNG, EINSCHREIBEN usw. einfügen. In der aktuellen Zeile folgt nun der Beginn der Anschrift des Empfängers, siehe dazu den entsprechenden Bildausschnitt.
Wichtig ist die Trennung mittels Leerzeile zwischen Straße, Postfach und dem Wohnort. Das erleichtert dem Briefzusteller und den Leseautomaten der Deutschen Bundespost die Arbeit.

Unter dem Wohnort werden wieder drei Leerzeilen eingefügt. In der nun aktuellen Zeile fügen wir den Betreff ein. Nach einer weiteren Leerzeile kann der eigentliche Brief nun endlich mit einem "Hallo Thomas," o. ä. beginnen. Selbstverständlich folgt nun erstmal wieder eine Leerzeile, bevor der eigentliche Text beginnt. Diesen wollen wir aber nun nicht schreiben, sondern erst einmal das Dokument sichern (aktualisieren).

Bisher wurden der gesamte Brief in normal BSW oder BSW128 erstellt, der Standardschrift ohne besondere Stilarten. Deshalb wollen wir nun etwas zur Gestaltung mittels der zur Verfügung stehenden Stilmittel tun.
Als erstes markieren wir im Adreßfeld unsere Absenderzeile und wählen das Menü STIL - UNTERSTREICHEN (C=U). GEOS128 User sollten zusätzlich noch auf die Schrift BSW128 umschalten, per Menü SCHRIFT.
Die Anschrift wird von Beginn des Vornamen bis zum Ende des Wohnorts markiert und auf die Stilart Fett eingestellt. Menü STIL - FETT(C=B).
ZOOMGrundgerüst eines Briefkopfs Damit ist unser Grundgerüst eines Briefkopfs fertiggestellt. Bitte sichert wiederholt den aktuellen Stand und macht ein paar Testausdrucke. Wird nun der Brief so gefaltet, daß der erste Knick in der Leerzeile unter dem Betreff verläuft und der zweite Knick so gelegt, daß der Rest nicht über das obere Drittel des Blattes hinausragt, dann paßt der Brief perfekt in unseren Briefumschlag.

Soll dieser Briefkopf nun verwendet werden, um an einen anderen Brieffreund zu schreiben, so muß natürlich das Adreßfeld geändert werden. Dazu wird dieses markiert und mittels Druck auf die DEL Taste gelöscht. Nun kann die neue Adresse eingefügt werden.

fertiger Brief Doch halt, wir können den Briefkopf ja auch so, ohne Anschrift, als Mustervariante abspeichern. Dann ist es beim schreiben eines Briefes nicht mehr nötig, die Adresse zu löschen, sondern es muß nur die aktuelle Anschrift unter das "An" in dem vorgegebenen Muster eingefügt werden. Dann stimmt auch immer wieder die Position im Sichtfenster. Unser erstellter "Briefkopf" wird als Vorlage benutzt und bei Bedarf immer wieder dupliziert.

Jeder kann jetzt natürlich nach eigener Vorstellung seinen Briefkopf mit verschiedenen Größen, Schriften, und Stilarten ausstatten. Dabei gilt es jedoch zu beachten, daß größere Schriften die Position des Adressfeldes verschieben. Durch probieren mittels einfügen bzw. löschen von Leerzeilen kann die Lage wieder korrigiert werden.

 

Jürgen Heinisch

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Bildschirm Foto's

Manch einer wird sich bestimmt über die im Büro Kurs enthaltenen Bilder gewundert haben. Wie kann man derartige Hardcopy's erhalten?
Möglich wird dies durch ein neues Programm: SchnippProzess! Geschrieben von Jürgen Eckel, Regio Gruppe Düsseldorf.

Wie der Name schon andeutet, baut dieses Programm auf RamProzess auf. Daß bedeutet, RamPrazess muß geladen sein, damit SchnippProzess funktioniert.
Die neue Version von Schnipp erzeugt dann auf Tastendruck eine Hardcopy des aktuellen Bildschirms, zum unterscheiden mehrerer Bilder enthält der Name jeder Hardcopy Datum und Uhrzeit, wann es erstellt wurde.
Die Hardcopy kann dann mit dem Bitmap Konverter in das GEOS Format konvertiert werden; dieses Programm wurde in einer Vor-Version in dem GEOS Sonderheft Nr. 48 der 64'er und der kommerziellen Version 2.0 im MegaPack II veröffentlicht. Wir hoffen, daß Jürgen später einmal eine neue Version schreibt, die direkt Hardcopy's im GEOS Format erzeugt.

Das besondere an SchnippProzess ist, daß es jederzeit aktiviert werden kann! Egal, in welchem GEOS Programm man sich befindet, egal was wie am Monitor angezeigt wird (auch Menü's und Dialogboxen), mit Druck auf F1 wird SchnippProzess aufgerufen und mit einem weiteren, beliebigen Tastendruck die Hardcopy erzeugt. Dieser letzte Tastendruck wird bereits an das Programm weitergegeben und nicht von SchnippProzess abgefangen.

Kleiner Nachteil: die momentan verfügbare Version von SchnippProzess läuft nur unter GEOS 64 V2.0, also noch nicht unter GEOS 128. Jürgen hat aber versprochen, so bald wie möglich eine 128'er Version zu schreiben.

SchnippProzess ist kommerzielle Software, keine PD, und kann zum Preis von 10,- DM + 2 DM Porto bestellt werden bei:

Wolfgang Pannes
(siehe Autoreninfo)

 

(th)

 

 

 




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letzte Änderung am 01.01.1970